Paulus ist wieder in „seiner“ Kirche

Die Pauluskirche ist um einen Schatz reicher

Andreas Janke enthüllte das 2,8 Meter hohe und 0,9 Meter breite Holzmosaik des Apostels nach dem Ostergottesdienst. FOTO: FERNANDO STEER

Andreas Janke enthüllte das 2,8 Meter hohe und 0,9 Meter breite Holzmosaik des Apostels nach dem Ostergottesdienst. FOTO: FERNANDO STEER

GELSENKIRCHEN – Ein Holzmosaik mit der Darstellung des Apostels Paulus ist am Ostersonntag in der Bulmker Pauluskirche enthüllt worden. Entworfen und geschaffen hat es Andreas Janke, langjähriger Küster und ehemaliger Presbyter der Bulmker Gemeinde.

Wie kommt es, dass in der Pauluskirche keine Darstellung ihres Namensgebers zu finden war? In seiner Festrede klärte der Künstler diese Frage. „Bis zur Zerstörung der Pauluskirche am 16. September 1944 war ein Abbild dieses Apostels Teil der Kirche. Neben dem Glasmosaik von Martin Luther war es das Glasmosaik von Paulus, das unmittelbar über dem Altarkreuz mitten in die Gemeinde blickte.“

So reifte in Janke der Wunsch, der Kirche einen neuen Paulus zu schenken. Bereits 2011, zum hundertjährigen Jubiläum, wollte er damit fertig sein. „Wie so oft in der Kunst, dauert es manchmal einfach länger.“ In seinem Entwurf lehnte er sich an die Apostelfenster an, die 1959 von dem aus Königsberg stammenden Professor Eduard Bischoff entworfen wurden. „Glas ist allerdings ja bekanntlicher Weise nicht der Werkstoff, der mir liegt“, sagte der gelernte Schreiner. „Es sollte dann etwas natürlicheres sein, was der von Gott geschaffenen Erde entspringt.“

Janke wählte massives Eichenholz, gestaltete das Mosaik in verschiedenen Stärken und fasste es farblich mit einer Lasur. Er wollte „etwas schaffen, das der Würde des Ortes gerecht wird, was sich einfügt, ohne ein Fremdkörper zu sein. Was sich in die anpasst und einfach dazu gehört.“

Nun konnte Janke sein Werk zu einem fast noch passenderen Zeitpunkt enthüllen. Denn 2017 jährt sich die Wiedereinweihung der Pauluskirche zum 60. Mal. Nach 73 Jahren ist nun der Apostel Paulus wieder fester Bestandteil „seiner“ Kirche in Bulmke.

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