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Der Apfel-Blog des Gender-Referats greift theologische, biblische und kirchliche Themen auf

Anschaulich: Das Logo des Apfel-Blogs.

Anschaulich: Das Logo des Apfel-Blogs.

Auch kirchenfernen Menschen möchte Pfarrerin Antje Röckemann mit dem Apfel-Blog überraschende Erkenntnisse vermitteln. FOTO: CORNELIA FISCHER

Auch kirchenfernen Menschen möchte Pfarrerin Antje Röckemann mit dem Apfel-Blog überraschende Erkenntnisse vermitteln. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN - Mit A wie Apfel fängt er an. Auf der Webseite www.apfel-blog.de erwarten die Besucher*innen überraschende Erkenntnisse: „Der Apfel ist eine der leckersten Früchte, die ich kenne. Und vielleicht die bekannteste Frucht überhaupt. Berühmt wurde sie durch die erste Apfelpflückerin: Eva im Paradiesgarten. Das meinen wir. Und durch den Sündenfall. Das meinen wir auch. Beides ist – ehrlich gesagt – Quatsch. Im Bibeltext kommt kein Apfel vor, auch keine Sünde.“

Pfarrerin Antje Röckemann vom Gender-Referat des Kirchenkreises hat sich den Apfel-Blog ausgedacht und möchte damit Brücken schlagen. „Ich werde theologische, biblische und kirchliche Themen aufgreifen.“ Diese will sie allgemeinverständlich und immer wieder aus einer überraschenden Perspektive beleuchten. Mit A wie Apfel ist ihr das auf jeden Fall gelungen.

Am Anfang also steht das A und im Blog wird es insgesamt 26 Einträge geben, je einen zu jedem Buchstaben des Alphabets. „Solidarisch sein“ ist etwa als Eintrag am 8. April zu lesen. Zunächst geht es da um Seuchen in der Bibel. Um den Umgang mit Krankheiten, egal ob Lepra oder eine andere Krankheit. Und um den Umgang miteinander. Um Solidarität und Unterstützung. Und schon steht die aktuelle Corona-Krise im Mittelpunkt, geht es um solidarisches Handeln. „Seuchen kann man nur mit Solidarität begegnen. Miteinander und füreinander eintreten, sich einander zuwenden, trotz aller Distanzwahrung.“

Der Blog zum Weiterdenken – Röckemann sieht ihn nicht als Einbahnstraße, sondern möchte mit den Usern gern in einen Dialog treten. Wer mag, kann Kommentare zu den einzelnen Beiträgen verfassen. „Die Idee zu so einem Blog ist schon ein paar Jahre alt“, stellt sie fest. „Mit einer Freundin habe ich darüber sinniert, wie und wo man wohl biblische und theologische Inhalte vermitteln kann.“ 26 Themenbereiche, von a bis z, sollen nun hier allgemeinverständlich erläutert werden. „Ich wünsche mir, mit der digitalen Version Frauen und Männer zu erreichen, die sich mit den Fragen „Wie wollen wir leben? Was ist wichtig?“ beschäftigen. Die eher nicht zu den kirchlichen Veranstaltungen kommen, sondern online unterwegs sind.“

Anders als in einem reinen Wissensvermittlungslexikon soll hier ein kreativer Zugang zu biblischen Texten geschaffen werden. Mit Spaß sollen Bibeltexte genauer angeschaut werden. Texte, die helfen können, das Leben gut zu gestalten. Und die am Beispiel der paradiesischen Apfelgeschichte um Evas Sündenfall zu überraschenden Erkenntnissen führen können: „Eva sieht und erkennt, dass der Baum eine Lust war für die Augen. /…/ Sie ist neugierig, wissbegierig, macht zunächst einen Selbstversuch, bevor sie den Apfel, der wohl gar keiner war, weitergibt. Sie setzt sich über Normen hinweg, um etwas Neues anzustoßen.“

Pfarrerin Röckemann hofft, die Menschen neugierig zu machen, ihnen neue Erkenntnisse auf ungewöhnlichem Weg zu vermitteln. „Ich möchte zu jedem Buchstaben einen Text bringen und habe auch schon viele Ideen. Und ich freue mich über Vorschläge, die mich herausfordern.“

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