Ohne Liebe ist Geld nichts

David Thomas sang für Sanierung der Pauluskirche

David Thomas und High Praise entfachten ein Feuer der Begeisterung. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Das weite Rund der Pauluskirche in Resse wurde am 31. Oktober fast zu eng für Musik und Tanz. Und frei nach dem Motto „Wenn es am schönsten ist, höre ich noch lange nicht auf“ hätte der Stargast des Abends, David Thomas, beinahe den Nachtzug nach Sylt verpasst.

Der Engländer David Thomas, der von Kindesbeinen an als Sänger, Keyboarder und Schlagzeuger aktiv war, kam Anfang der 90er Jahre nach Deutschland. In den Musicals Buddy Holly, Starlight Express und Tabaluga machte er sich als exzellenter Sänger einen Namen. Heute ist er als Gospelsänger in ganz Europa unterwegs und machte am Reformationsfest in Resse Halt.

„Draußen ist alles gruselig, hier drin dagegen beruhigend.“ Mit diesen Worten setzte Thomas gleich zu Anfang des Gospelkonzertes einen Gegenpol zu dem Treiben rund um Halloween. Den musikalischen Kontrapunkt setzte sein erstes Lied: „I’m a friend of god“ (zu deutsch: „Ich bin ein Freund Gottes“) – treffender kann man die Botschaft des Reformationsfestes wohl nicht ausdrücken.

Unterstützt durch den Chor „High Praise“ gab David Thomas ein fast zweistündiges Konzert der Extraklasse. Die Lieder waren mal meditativ-verhaltend, dann wieder rhythmisch-explosiv, in jedem Fall aber ergreifend. Der exzellente und nuancenreiche Gesang von Thomas paarte sich mit dem der stimmgewaltigen Sängerinnen und Sängern. Die Lieder erzählten von Themen wie Friede auf Erden, dem Ende aller Sorgen oder Frauen in Notsituationen. In einem kurzen Zwischenruf machte Thomas deutlich, worauf es ihm im Leben ankommt: „Als Musical-Star habe ich früher viel Geld verdient. Aber ohne Liebe ist das Geld nichts.“

Das Publikum im gut gefüllten Kirchraum durfte nicht nur zuschauen. „Es ist Zeit, dass ihr mit uns singt und tanzt“, rief Thomas mehrmals auf und niemand hielt es auf den Bänken.

Gelegentliche Kämpfe mit der Technik seines Keyboards wusste Thomas gekonnt zu überspielen. So machte er Werbung für Chöre, denen die Männerstimmen ausgehen: „Ich freue mich, wenn Männer singen.“ Oder er wies dezent auf den Anlass des Gospelkonzertes hin: „Für die Sanierung der Pauluskirche sind auch dicke Scheine willkommen.“ Die wurden offensichtlich in Empfang genommen. Denn der Erlös des Konzertes wird nach Aussage der Veranstalter deutlich über 3.000 Euro liegen.

Für das leibliche Wohl war übrigens auch gesorgt. Beim so genannten „After Gospel“ gab es ein reichhaltiges Büfett mit Spießbraten und Salatbar. Ob der Appetit auf einen weiteren Abend wie diesen gestillt werden wird? Man darf gespannt sein. DB

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