Oft stehen sie bereits vor der Tür

Kirchenkreis verkürzt die Öffnungszeiten der Wiedereintrittsstelle

Gesprächsmöglichkeiten in zwei Etagen: Der Turm der Altstadtkirche vermittelt ein spannendes Raumerlebnis.

Gesprächsmöglichkeiten in zwei Etagen: Der Turm der Altstadtkirche vermittelt ein spannendes Raumerlebnis.

Hier sind die Wiedereintrittsstelle und der i-Punkt des Kirchenkreises untergebracht. FOTOS: CORNELIA FISCHER

Hier sind die Wiedereintrittsstelle und der i-Punkt des Kirchenkreises untergebracht. FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Am 26. Januar hat der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid beschlossen, die Öffnungszeiten der Wiedereintrittsstelle zu verkürzen. Katharina Blätgen sprach darüber mit Pfarrer Olaf Nelken. Er unterrichtet an zwei Schulen evangelische Religion und leitet nebenamtlich die Wiedereintrittsstelle im Turm der Evangelischen Altstadtkirche am Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen (dienstags 11-12, donnerstags 17-18 Uhr).

Warum gibt es jetzt kürzere Öffnungszeiten in der Wiedereintrittsstelle?

Wir machen nun schon seit längerem die Erfahrung: Die, die zu uns kommen, kommen meist in der ersten Stunde. Oft stehen sie schon bei Beginn der Öffnungszeit vor der Tür. Das heißt, in der zweiten Stunde ist nicht mehr viel los. Deshalb begrenzen wir die Öffnungszeit jetzt auf eine Stunde.

Gibt es eine Möglichkeit, die Wiedereintrittsstelle auch außerhalb der Öffnungszeiten zu nutzen?

Ja. Es besteht jederzeit die Möglichkeit mit mir direkt Kontakt aufzunehmen und einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten zu vereinbaren, telefonisch oder per E-Mail (0173 – 98 84 175 / olafnelken@gelsennet.de). Beide Möglichkeiten werden auch zunehmend genutzt. Viele melden sich bei mir, weil sie auf der Homepage des Kirchenkreises nachgelesen haben, wie es geht.

Wie geht das eigentlich – decken Sie alle Öffnungszeiten alleine ab?

Nein, das könnte ich gar nicht. Es gibt ein Team von derzeit gut 20 Pfarrinnen und Pfarrern im Kirchenkreis, die sich den Dienst teilen.

Sind es tatsächlich immer Wieder-Eintritte, kommen also in erster Linie Menschen, die aus der Evangelischen Kirche ausgetreten waren?

Wir haben auch regelmäßig Übertritte aus der katholischen Kirche. Doch in der Mehrzahl sind es schon Wiedereintritte von Menschen, die den Weg zurück in ihre Kirche finden.

Was müssen die Menschen mitbringen zum Eintritt?

Wichtig ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Hilfreich wären auch das Taufdatum und die Bescheinigung über den Kirchenaustritt. Aber das ist kein Muss.

Was war Ihr schönstes Erlebnis bei einem Aufnahmegespräch?

Aufnahmegespräche sind eigentlich immer schön. Ein Mensch möchte wieder zur Kirche dazu gehören. Das allein ist schon schön. Besonders freut mich, wenn kein äußerer Anlass dahinter steht, sondern wenn dieser Schritt aus innerem Antrieb geschieht. Anfang des Jahres zum Beispiel kam ein junger Mann, der vor noch gar nicht langer Zeit aus der Kirche ausgetreten war. Er hatte damals seine guten Gründe für diesen Schritt gehabt. Doch schon bald beschlich ihn das Gefühl, dass das nicht richtig war. Weihnachten ist er dann mit seiner Freundin im Gottesdienst gewesen. Seitdem war es ihm ein großes Herzensanliegen, wieder dazuzugehören. Er war froh und glücklich, als ich ihm am Ende unseres Gespräches sagen konnte „Ab jetzt gehören Sie wieder dazu.“ So etwas mitzuerleben ist schön.

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