Nachbarschaft im christlichen Sinne

50 Jahre und kein bisschen leise: Die Kirchengemeinde Middelich

Gemeinsam mit den Jugendlichen der Kirchengemeinde Middelich sorgte Pfarrer Ernst-Martin Barth (rechts) für den Verkauf der Jubiläums-Fan-Artikel: Es gab T-Shirts, eine Festschrift mit Kunstdruck-Postkarten und einen Film zur Gemeinde-Geschichte auf CD. FOTO: VALERIE PAZIOREK

„Im Schnittpunkt von Bergarbeitersiedlungen und modernen Einfamilienhäusern gelegen, möchte diese Gemeinde zum Ort der Begegnung für Menschen werden, die sonst in der Hast des Alltags nebeneinander her leben ohne sich wirklich zu kennen. Sie hat es sich deshalb ganz besonders zum Ziel gesetzt, über alles Trennende hinweg die Nachbarschaft im christlichen Sinne wieder herbeizuführen. ‚Also sind wir viele ein Leib in Christo, aber untereinander ist einer des anderen Glied (Römer 12, Vers 5.’“

Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Ernst-Martin Barth den Festgottesdienst zum 50jährigen Bestehen der Evangelischen Kirchengemeinde Middelich. Was wie ein modernes „Leitbild“ klingt, ist tatsächlich ein sinngemäßes Zitat aus der Urkunde zur Grundsteinlegung der Matthäuskirche, die nur wenige Jahre nach der Entstehung der Kirchengemeinde errichtet wurde. Im fünfzigsten Jahr der Gemeindechronik hat das ursprüngliche Anliegen nichts von seiner Aktualität verloren. Die Kirchengemeinde Middelich geht auf dem 1956 begonnenen Weg weiter und begegnet den Herausforderungen der Zeit hoffnungsvoll. Das war zu spüren in der Jubiläumswoche, die mit dem feierlichen Gottesdienst und dem anschließenden Fest für alle am Sonntag, 3. September, ihren Höhepunkt und Abschluss fand.

Kirchenrätin Dr. Johanna Will-Armstrong, im Landeskirchenamt Bielefeld als theologische Dezernentin für den Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid zuständig, überbrachte die herzlichen Grüße und Glückwünsche von Präses Alfred Buß und der Kirchenleitung. In ihrer Predigt machte sie der Gemeinde Mut dazu, nicht nostalgisch auf die Geschichte zurückzublicken, sondern sich bewusst zu machen, was die Kraft des Glaubens ist: „Die Kirche gründet darauf, was Jesus Christus für uns getan hat.“

Superintendent Rüdiger Höcker hatte in der Bibel nach Versen gesucht, in denen es um die Bedeutung des Zeitraums von 50 Jahren geht. Im 3. Buch Mose war er fündig geworden. Dort wird das 50. Jahr als Jahr der Ent-Schuldung beschrieben. „Da richtet Gott uns auf, damit wir den aufrechten Gang nicht verlernen“, sagte Höcker.

Herzliche Glückwünsche kamen auch von der Katholischen Schwestergemeinde. „Ich bin dankbar für die ganz selbstverständliche gelebte Ökumene in unseren beiden Gemeinden“, sagte Pater Christian von der Gemeinde St. Konrad. Die gute Gemeinschaft drückte sich auch darin aus, dass zahlreiche Gemeindeglieder von St. Konrad am Jubiläumsfest teilnahmen. KB

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