Mit und ohne Schnuller - Die U3-Betreuung

Die Kleinsten dürfen sich an den Kindergarten erst einmal gewöhnen

"Wo hängt dein Schnuller?" – "Da hängt er!" An den Apfel kommen alle Schnuller der U3-Kinder. Die kleine Zoé ist eines von ihnen. FOTO: CORINNA LEE

"Wo hängt dein Schnuller?" – "Da hängt er!" An den Apfel kommen alle Schnuller der U3-Kinder. Die kleine Zoé ist eines von ihnen. FOTO: CORINNA LEE

GELSENKIRCHEN – "Ich arbeite total gerne und eigentlich möchte man so kleine Kinder ja gar nicht abgeben, aber als klar war, dass Zoé so gerne in die Betreuung geht, da habe ich sofort gedacht: Jetzt kann ich loslegen!" Als Evangelia Bencina von ihrem Arbeitgeber das Angebot bekam, mit einem größeren Stundenumfang zu arbeiten, kam der Radiologie-Assistentin das U3-Betreuungsangebot wie gerufen. Seit August letzten Jahres bietet der Kindergarten "Förderkörbchen" in der Schlosserstraße eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren an.

Die zweijährige Zoé Bencina und ihre sechsjährige Schwester Angelina besuchen beide die Katzengruppe. Von den 20 "Katzengruppenkindern" sind sechs unter drei Jahre alt und bekommen eine besondere Betreuung. "Natürlich ist der Betreuungsbedarf bei den ganz Kleinen aufwendig. Deshalb betreuen zurzeit drei Vollzeitkräfte diese Gruppe", erklärt Angelina Soth, die seit Februar dieses Jahres den Kindergarten leitet. "Wir haben unsere Räumlichkeiten gezielt auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen ausgerichtet mit einem Wickelraum, einem Frühstückszimmer und einem Bettenraum. Für die Unterdreijährigen bieten wir auch spezielle Bastelmaterialien und besondere Spielmaterialien an, die z.B. extra groß gearbeitet sind, so dass die kleinen Hände sie gut greifen können." Mit viel Liebe zum Detail haben die Erzieherinnen die Katzengruppe ausgestattet. An den Schnuller-Apfel hängt Zoé ihren "Nucki", wenn sie zum Frühstücken geht. Für jedes U3-Kind ist dort ein Schnuller-Platz mit dem eigenen Namen.

Zoés Mutter kann beruhigt zur Arbeit gehen, weil sie weiß, dass es ihren Kindern gut geht: "Wir haben zunächst nur die Spielgruppe besucht. Sie fand freitags für zwei Stunden statt. Dort haben wir gemeinsam gefrühstückt und mit den Kindern gesungen oder gebastelt. So konnten sich alle gut eingewöhnen. Danach besuchte Zoé ganz selbstverständlich und ausgesprochen gerne ihren Kindergarten. Für mich war das eine große Erleichterung". – "Die Eingewöhnungsphase werden wir auch zukünftig anbieten", informiert Angelina Soth. "Sechs Wochen vor dem Eintritt in den Kindergarten können die Kinder einmal pro Woche nachmittags ihre Gruppe besuchen. Der reguläre Aufnahmezeitpunkt ist immer im August. Für die Kleinen bieten wir Patenschaften durch die zukünftigen Schulkinder an. Wir sind sehr zufrieden, dass sich in der U3-Gruppe alle miteinander wohl fühlen". Die Leiterin weiß aus eigener Erfahrung, worauf es den Eltern und Kindern bei der U3-Betreuung ankommt. Angelina Soth lässt ihre zweijährige Tochter auch in einem Kindergarten betreuen, damit sie ihrer Arbeit im "Förderkörbchen" nachgehen kann.

Im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid gibt es 28 Evangelische Kindertagesstätten. 16 bieten bereits die U3-Betreuung mit den entsprechenden Qualitätsstandards an. Voraussichtlich werden im nächsten Kindergartenjahr weitere sechs dazu kommen.

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