Mit schönen Erinnerungen verbunden

Abschied von der Jugendstil-Kirche in der Neustadt

Ein schwerer Abschied: Presbyterinnen und Presbyter trugen die liturgischen Gegenstände zum Abschluss des Gottesdienstes aus der Auferstehungskirche.

Ein schwerer Abschied: Presbyterinnen und Presbyter trugen die liturgischen Gegenstände zum Abschluss des Gottesdienstes aus der Auferstehungskirche.

Die Kirche wurde 1911 im Jugendstil erbaut. FOTOS: MARTIN MÖLLER

Die Kirche wurde 1911 im Jugendstil erbaut. FOTOS: MARTIN MÖLLER

GELSENKIRCHEN – Am Sonntag, 15. Mai, hat in der Auferstehungskirche, Josefstraße 14, ein besonderer Gottesdienst stattgefunden. Anlass war die so genannte „Entwidmung“ der Evangelischen Kirche, die 1911 als Gotteshaus für die ‚Neustadt‘ erbaut wurde.

Mitte der 50er Jahre hatte der Pfarrbezirk ‚südlich der Bahnlinie‘ über 3000 Gemeindemitglieder. Doch seit den 70er Jahren sinkt diese Zahl kontinuierlich. Inzwischen wohnen nur noch 788 Evangelische in diesem Bereich. In Zeiten knapper werdender Mittel stand das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Gelsenkirchen bereits vor einigen Jahren vor der schwierigen Frage, ob die Gemeinde auf Dauer die Altstadtkirche ebenso wie die Auferstehungskirche in der Neustadt würde erhalten können.

Da auch die Besucherzahlen deutlich zurück gingen, wurde vor rund 20 Monaten der regelmäßige Sonntagsgottesdienst eingestellt. Seitdem hat sich das Presbyterium bemüht, eine neue Funktion für die Auferstehungskirche zu finden. Es gab Konzepte und Gespräche zu ganz verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten: Columbarium, Diakoniezentrum, Restaurant, Künstlerwerkstatt. Leider kam bisher kein Konzept über das Entwurfsstadium hinaus. Doch dass die Gemeinde auf Dauer nicht beide Kirchen wird erhalten können, wurde in dieser Zeit schmerzhaft deutlich. Ein Gutachten ergab, dass die umfassende Sanierung der Auferstehungskirche über 400.000 Euro kosten würde. Mit der Entwidmung ist der Weg endgültig frei, die im Jugendstil erbaute Kirche einer alternativen Nutzung zuzuführen.

Im Rahmen des Gottesdienstes überreichte Superintendent Rüdiger Höcker den Presbytern und Presbyterinnen die liturgischen Gegenstände wie Taufschale und Abendmahlskelch, damit sie sie in die Altstadtkirche bringen. Dort wurden sie im Rahmen einer Andacht feierlich in Empfang genommen.

Rund 200 Menschen nahmen die Gelegenheit wahr, sich von „ihrer“ Kirche zu verabschieden. Dabei flossen auch manche Tränen. „Hier sind Menschen getauft, konfirmiert und getraut worden“, so Pfarrer Peter Gräwe. „Sie haben mir von den schönen Erinnerungen erzählt, die sie mit diesem Gotteshaus verbinden.“

Ein starkes Stück Kirche!

Presbyterinnen und Presbyter erzählen von ihrer Arbeit

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