Mit einem Lächeln nach Hause

Die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck hat einen neuen Leiter bekommen

In der Christuskirche Bismarck wurde Volker Franken feierlich in sein neues Amt als Leiter der EGG eingeführt. Der Präses Annette Kurschus assistierten Harald Lehmann (links) und Rüdiger Höcker (Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenki

In der Christuskirche Bismarck wurde Volker Franken feierlich in sein neues Amt als Leiter der EGG eingeführt. Der Präses Annette Kurschus assistierten Harald Lehmann (links) und Rüdiger Höcker (Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid).

Lang ist’s her: An der Realschule Crange war Harald Lehmann (rechts) zwei Jahre lang der Klassenlehrer von Volker Franken. Jetzt folgt der Schüler dem Lehrer im Amt. FOTOS: CORNELIA FISCHER

Lang ist’s her: An der Realschule Crange war Harald Lehmann (rechts) zwei Jahre lang der Klassenlehrer von Volker Franken. Jetzt folgt der Schüler dem Lehrer im Amt. FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – „In der hebräischen Sprache ist das Lehren eine Intensivform des Lernens. Lehrende in der Schule, auch Schulleiterinnen und Schulleiter, das sind nach biblischem Verständnis Männer und Frauen, die besonders intensiv lernen.“ Das sagte Präses Annette Kurschus in ihrer Ansprache zur Einführung von Volker Franken als Direktor der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck (EGG). Die leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) stellte diese Einführung in der Christuskirche am Trinenkamp, die der Ortsgemeinde ebenso wie der Schule als Gotteshaus dient, unter das Wort aus Psalm 16, Vers 11: „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“ Auf dieser Grundlage wünschte Kurschus dem neuen Schulleiter „von Herzen, dass Sie die Lust am Lehren und Lernen behalten, die Sie ausstrahlen.“

Abschied und Neubeginn zugleich waren die Themen im Festgottesdienst am 31. Januar. Ebenfalls in einem liturgischen Akt entließ Präses Kurschus den bisherigen Schulleiter Harald Lehmann aus seinem Dienst in den Ruhestand. „Du wirst nun entpflichtet von allen Aufgaben“, sagte sie und sprach ihm als Segenswunsch zu: „Gott helfe Dir, loszulassen, was loszulassen ist.“

 

Hervorragende Zeugnisse für Lehmann

Und davon gibt es eine Menge. Beim Abschiedsempfang wurde in Auftritten der Lernenden und Lehrenden an der EGG ebenso wie in den Grußworten der Funktionäre in vielen Facetten deutlich, was Harald Lehmann für die EGG geleistet hat. In „zehn bemerkens-werten Jahren“, so Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, habe die Schule unter Lehmanns Leitung Erfolgsgeschichte geschrieben. „Sie ist immer noch eine besondere Schule – heute anders als damals – aber sie ist kein Experiment mehr.“ Diese Schule, die sich als Teil des Ortsteils Bismarck verstehe, führe deutlich mehr Kinder zum Abitur als diejenigen, die mit einer Gymnasialempfehlung herkämen.

Weitere Grußworte von Dietrich Scholle (Bezirksregierung Münster), Prof. Dr. Hans-Martin Lübking (Pädagogisches Institut der EKvW) und Prof. Dr. Ulrich Schöntube (Gossner Mission, in der Lehmann ehrenamtlich tätig ist und auch bleiben wird) zeichneten ein ausdrucksstarkes Bild des scheidenden Schuldirektors: Unaufgeregt und konfliktfähig, zielstrebig und verständnisvoll, feinsinnig und humorvoll habe er die Schule sowohl geführt als auch unermüdlich nach außen hin vertreten. Absolut zuverlässig sei er in aller Zusammenarbeit gewesen.

Schul- und Lehrkörper zeigten bei diesem Festakt im Theater der EGG, was sie konnten – und stellten ihrem Leiter auf ihre Weise hervorragende Zeugnisse aus. Von Concert-Band bis zu Instrumental- und Gesangssoli, von Jonglage – und Einradkunststücken bis zum Fächertanz der Flamenco-AG reichten die Vorträge. Ganz konkrete Aha-Erlebnisse aus der Lehmann-Ära zeigten drei Schülerinnen des 12. Jahrgangs in einer Filmcollage. Der Wunsch, ihn bald wiederzusehen oder ihn mal anrufen zu dürfen, wenn es Probleme gibt, wurde in den kurzen Statements immer wieder laut. „Mögen Sie mit einem Lächeln nach Hause fahren“, hieß es im Nachspann.

 

Eine Klasse für sich

Dr. Wolfram von Moritz (Pädagogischer Dezernent der EKvW) zeichnete in seinem Grußwort nach, wie Lehmanns berufliche und kirchliche Biografie sich 1978 trafen, als der Realschullehrer kreiskirchlicher Schulreferent wurde. „In seiner Kirche (Presbyter bereits mit 27 Jahren) hat Harald Lehmann Leitung gelernt.“ Er dankte ihm dafür „wie Du diese Schule, die für unsere Landeskirche eine so enorme Bedeutung hat, auf die Dir eigene Weise geleitet hast. Damit geht einher, wie großartig diese, Deine, Eure, unsere Schule heute dasteht.“ Zusammen mit der Entlassungsurkunde konnte von Moritz dem scheidenden Schulleiter ein echtes Unikat überreichen: Die Ehrenurkunde aus Anlass des 41-jährigen Dienstjubiläums. „Es könnte sein, dass unsere Verwaltung Dein 40-jähriges Dienstjubiläum verpennt hat. Aber es ist auch möglich, dass das Landeskirchenamt in seiner vorausschauenden Weisheit vor einem Jahr beschlossen hat, das Datum einfach zu ignorieren, damit ich Dir heute diese ungewöhnliche, eben einmalige Urkunde überreichen kann.“ Lehmann durfte sich eine Version aussuchen.

Nicht nur für den scheidenden Schuldirektor gab es viel Beifall, sondern auch für seinen Nachfolger Volker Franken, als von Moritz zu ihm sagte: „Sie hatten Mitbewerberinnen und Mitbewerber von Format. Am Schluss des Auswahlverfahrens stand dann aber die Aussage: Herr Franken ist eine Klasse für sich.“

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