Marcella Onali auf Plakaten in Österreich

Die Gelsenkirchenerin wirbt für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

So sieht das Plakat mit Marcella Onali in Österreich aus. FOTO: DIAKONIE

So sieht das Plakat mit Marcella Onali in Österreich aus. FOTO: DIAKONIE

GELSENKIRCHEN – Marcella Onali lebt im Gelsenkirchener Stadtteil Resser Mark. Sie wohnt im Wichernhaus, dem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, und arbeitet in den Gelsenkirchener Werkstätten für angepasste Arbeit. Dabei ist ihr Gesicht bundesweit bekannt. Denn Marcella Onali ist Kampagnen-Modell der Diakonie. Mit dem Slogan "Lass uns Freunde sein" wirbt ihr Gesicht für den Arbeitsbereich Menschen mit Behinderungen. Bundesweit ist sie seit dem letzten Jahr auf Plakatwänden, in ICE-Zügen und auf Werbeanzeigen zu sehen.

Jetzt wirbt auch die Diakonie in Österreich mit ihrem Konterfrei. Unter dem Motto "Lass uns Partner sein" appelliert Marcella dafür, dass Menschen mit einer Behinderung in Österreich eine eigenständige Sozialversicherung brauchen. Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten in Österreich arbeiten, haben darüber hinaus keinen Schutz durch Arbeitsschutzgesetze, keine gesetzlich abgesicherte Vertretung, keinen Pensionsanspruch und beziehen keinen Lohn. Was im Nachbarland noch erreicht werden muss, ist glücklicherweise in Deutschland schon selbstverständlich. "Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sichert allen Menschen das gleiche Recht auf Arbeit zu", erklärt Dr. Thomas Schneider, Pressesprecher des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe. "Dazu gehört auch das Recht auf die Möglichkeit, durch Arbeit den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Arbeit sollten Menschen mit Behinderungen in einem offenen, integrativen und für alle zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei wählen oder annehmen können - eigentlich. Auf jeden Fall aber sollten elementare Leistungen auch Werkstattbeschäftigten zur Verfügung stehen. Das wenigstens zu erreichen, wünschen wir den Kollegen in Österreich."

"Die Forderungen der Kollegen in Österreich sind für uns glücklicherweise schon etablierte Arbeitsbedingungen", so Christel Ising, Pädagogische Leitung der Gelsenkirchener Werkstätten. "Uns ist die Absicherung und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden natürlich in vielfacher Hinsicht wichtig. Dabei geht es uns nicht nur um die finanzielle Sicherheit. Wir möchten dazu beitragen, die Fähigkeiten vor allem unserer Mitarbeitenden mit Behinderungen zu bewahren und zu fördern. Wir möchten nicht nur ‚Arbeitsplatz‘ sein, sondern eine gemeinsame Lebenswelt - für alle Mitarbeitenden - bilden und erhalten".

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