„Man muss etwas zurückgeben“

Gerald Asamoah zu Gast in der Wattenscheider Friedenskirche

Gerald Asamoah und die Ludwig-Steil-Gospel-Kids harmonierten wunderbar beim gemeinsamen Singen. FOTO: CORNELIA FISCHER

WATTENSCHEID – „Was im Leben wirklich zählt“ war das Motto der vierten Talkrunde „Reden über Gott und die Welt“ in der Friedenskirche. Stargast am Abend des 13. Oktober war Gerald Asamoah, Fußballspieler des FC Schalke 04. Mit ihm diskutierten unter Leitung von Pfarrer Dr. Rolf Heinrich die Bochumer Ratsfrau Ingrid Borchert und Ferdinand Dick, Redaktionsleiter der WAZ in Wattenscheid.

Die Ludwig-Steil-Gospel-Kids, ein Projektchor von Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren, eröffneten die Veranstaltung mit den Songs „When Israel was in Egypt’s Land“, „O Happy Day“ und „He’s Got The Whole World In His Hand“. Gerald Asamoah, Ferdinand Dick und Ingrid Borchert reihten sich ein und sangen begeistert mit. Schnell eroberten sie mit den Kids die Herzen des Publikums in der gut gefüllten Friedenskirche und ernteten einen lang anhaltenden Applaus.

Die anschließende Talkrunde machte dann deutlich, was im Leben wirklich zählt. So berichtete Gerald Asamoah von seiner Kindheit in Ghana. Die Eltern gingen schon früh nach Deutschland und Gerald wuchs bei seiner Großmutter auf. „Jeden Sonntag musste ich in die Kirche gehen, obwohl ich keine Lust hatte. Andernfalls hätte es nichts zu essen gegeben.“ Im Alter von 12 Jahren zog er zu seinen Eltern nach Deutschland. „Da musste ich jeden Morgen die Wohnung staubsaugen und meinen kleinen Bruder anziehen. Zuhause war eben alles geregelt und das hat mir mein Leben lang geholfen.“ Auch als bei ihm im Alter von 19 Jahren ein Herzfehler diagnostiziert wurde. „Du kannst nicht mehr Fußballspielen.“ Die erste Diagnose des Arztes stürzte ihn in eine tiefe Krise. „Mein Glaube hat mich in dieser Zeit stark gemacht“, bekennt Asamoah. Ingrid Borchert, die als Kind im Krieg zahlreichen Gefährdungen ausgesetzt war, bestätigte diese Erfahrung: „Ohne Glaube verzweifelt man im Leben.“

Natürlich durfte an diesem Abend die Frage nach der Bedeutung von Geld und Konsum im Leben nicht fehlen. Ferdinand Dick griff sie auf: „Wir alle in der Talkrunde sind privilegiert. Müssen wir uns dafür schämen? Ich glaube nicht, denn wir haben uns alles erarbeitet. Aber unser Besitz verpflichtet uns, die zu unterstützen, denen es in unserer Gesellschaft nicht so gut geht.“ Gerald Asamoah fügte hinzu: „Man sollte nie vergessen, wo man herkommt. Man muss etwas zurückgeben.“

Und das tut er mit der „Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder“. Der Erlös des Abends wird ihr in voller Höhe zur Verfügung gestellt. Langfristig möchte Asamoah mit den Mitteln der Stiftung ein Kinderherzzentrum in Accra, der Hauptstadt Ghanas, gründen. Wer ihn dabei unterstützen möchte, kann das beim Spendenkonto der Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder tun: Deutsche Bank, Konto 6969 695, BLZ 500 700 10. DB

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