Kunstvolle Inszenierung sperriger Prophetenworte

Ökumenische Bibelnacht in Höntrop

Nachdem eine Baustelle vor dem Altar den Motorradfahrer stoppte, hörte er mit einer Straßenarbeiterin die Neuinterpretation eines Jesaja-Verses. FOTO: CORNELIA FISCHER

Nachdem eine Baustelle vor dem Altar den Motorradfahrer stoppte, hörte er mit einer Straßenarbeiterin die Neuinterpretation eines Jesaja-Verses. FOTO: CORNELIA FISCHER

WATTENSCHEID – Ungewohntes haben am Reformationsabend die Besucher der 6. Ökumenischen Bibelnacht in der Höntroper St. Maria Magdalena Kirche erlebt: Videos wurden eingespielt, bei denen ruhige Wüstenbilder und Eselmotiv mit lärmenden Autos auf der A 40 kontrastreich wechselten. Eingeblendet wurde ein Jesaja-Vers: „Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste, eine Straße für unseren Gott.“ Plötzlich fuhr ein knatterndes Motorrad durch die Kirche und wurde von der Baustelle vor dem Altar abgebremst. Unerwartet setzte sich der Fahrer und hörte mit einer Straßenarbeiterin per mp3-Player eine Saul-Neuinterpretation eines Jesaja-Verses, der die Jesaja-Lesungen folgten. Unterbrochen wurden diese durch die prophetische Straßenarbeiterin, die -gemäß Jesaja- die Besucher aufforderte, die Baustelle zu räumen, um den Weg zum Altar und damit zu Gott wieder freizulegen.

Eine Verstehenshilfe gab der Diözesanreferent i.R und federführende Ehrenamtliche des Projekts, Burkhard Schönwälder, bei seiner Begrüßung: „Plötzlich wird man ausgebremst, das kennen wir alle. Dann brauchen wir Trost. Die Botschaft des Propheten Jesaja schenkt Hoffnung, damals wie heute.“ So konnten die zahlreichen Besucher während der vierstündigen Veranstaltung die alten Jesaja-Worte auf ihr Leben beziehen und sich für Gott neu öffnen. Hilfreich war die kunstvolle Inszenierung, die alle Sinne ansprach und so die alten Worte lebendig werden ließ.

Am Ende wurde die Feier des Lebens -gemäß Jesaja- mit Wein und Milch gefeiert, während Zettel mit tröstenden Worten „vom Himmel“ fielen. Der Höntroper Pfarrer Dr. Uwe Gerstenkorn berichtete in einem Interview: „Es war bisher unser anspruchsvollstes Unternehmen, denn der lange sperrige Jesaja ist nicht so leicht verständlich wie Erzählungen des Neuen Testaments.“

Gespannt sein kann man schon auf die Bibelnacht 2011, die dann wieder als Gemeinschaftsprojekt der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Höntrop und Eppendorf mit vielen Ehrenamtlichen durchgeführt wird.

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