Klischees mit einem Augenzwinkern begegnen

Die Evangelische Jugend Rotthausen nimmt sich im Ferienprogramm Kunst zum Vorbild

Das Ferienprogramm schlossen alle teilnehmenden Kinder mit einer großen Präsentation im Gemeindezentrum in Rotthausen ab. FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – „Typisch deutsch?“ Diese Frage hat in diesem Jahr im Mittelpunkt des dreiwöchigen Ferienprogramms der Evangelischen Jugend in Gelsenkirchen-Rotthausen gestanden.
80 Kinder setzten sich in den vielseitigen Mitmachaktionen spielerisch sowie künstlerisch mit dem Thema auseinander: In Workshops, Besuchen von Kunstausstellungen und kleinen Theaterproduktionen befassten sie sich mit den Eigenschaften, die vermeintlich oder tatsächlich als typisch deutsch gelten. Dabei bewegten sie sich auf den Spuren des Künstlers Rolf Sachs, der sich in seiner Arbeit teils kritisch, teils ironisch mit Klischees über das „Deutsch-Sein“ auseinandersetzte und vor zwei Jahren im Museum für angewandte Kunst in Köln seine Skulpturen ausstellte.

Vorurteilen mit Humor begegnen

Im Laufe des Ferienprogramms näherten sich die Kinder dem Thema mit einem Augenzwinkern und aus verschiedenen Perspektiven. In vier Gruppen entwickelten sie – von Rolf Sachs inspiriert – zu jeweils zwei vorgegeben Begriffen kleine Kunstwerke. Wie man mit Klischees und Vorurteilen auf humorvolle Weise umgehen kann, bewiesen sie mit ihren eigenständig entwickelten Theaterstücken. Manche Eigenschaften wurden dabei gnadenlos aufs Korn genommen, dagegen waren ihnen andere sehr wichtig. „Viele Kinder nehmen die als typisch deutsch geltenden Tugenden wie Fleiß, Ordnung und Pünktlichkeit als etwas ganz Normales in ihrem Leben wahr“, berichtete Ralf Müller, der das Ferienprogramm pädagogisch betreut.

Von Fleiß bis Ordnung


Zum Abschluss des Ferienprogramms führten die Kinder gemeinsam ihre Stücke auf. Die jüngste Gruppe überzeugte das Publikum aus der Perspektive von Tieren davon, dass Fleiß und Emsigkeit wichtige Eigenschaften in der Welt sind. Andere Gruppen entwarfen humorvolle Szenen zu den Begriffen Geselligkeit und Pünktlichkeit. Die Kinder erfanden den „Tag der Deutschen Ordnung“ und machten in kleinen Sequenzen und musikalisch mit dem „Ordnungs-Rap“ deutlich, welche Unordnung ohne Einhaltung von Ordnung herrscht. „Insgesamt kam das Programm bei den Kinder gut an“, freut sich Jugendreferent Müller. „Es macht Spaß zu sehen, wie sie ein Theaterstück schreiben, selber eigene Ideen umsetzen und jedes Kind seine Rolle findet – egal ob im Theater, Trommeln oder Tanz.“ Der Künstler Rolf Sachs unterstützte das Ferienprogramm der Evangelischen Jugend Rotthausen mit 2000 Euro.

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