Kirchen sollen Kirchen bleiben

Beispiele für die erweiterte Nutzung von Kirchen in Bismarck

Architekturpsychologe Manfred Schönberg, Pfarrer Dieter Eilert und Dr. Manfred Keller (von links) präsentierten eines der Ausstellungsobjekte, das Modell der Johanneskirche in Bochum-Grumme: Um einen zentralen Gottesdienstraum gruppieren sich vielfältig nutzbare Veranstaltungsräume. FOTO: CORNELIA FISCHER

 

GELSENKIRCHEN – Immer mehr Kirchengemeinden -evangelische wie katholische- stehen vor der bangen Frage: Können wir uns unsere Kirche noch leisten? Bereits eine ganze Reihe von Gemeinden musste diese Frage mit Nein beantworten. Im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid etwa sind die Paul-Gerhardt-Kirche (Ückendorf), die Jakobuskirche (Horst) und die Auferstehungskirche (Neustadt) geschlossen, die Johanneskirche in der Resser Mark sogar bereits abgerissen.

„Der Abriss einer Kirche sollte die allerletzte Möglichkeit sein“, ist Dr. Manfred Keller überzeugt. Um einen aktiven Beitrag gegen das „Kirchensterben“ zu leisten, hat er mit dem Evangelischen Forum Westfalen Beispiele für Möglichkeiten der Nutzung von Kirchen über die Gottesdienste hinaus zusammengestellt. „Unsere Kirche – Offene Kirche. Chancen für Kirchengemeinde und Bürgerschaft“, heißt die Ausstellung. Sie ist noch bis zum 15. September in der Christuskirche Bismarck, Trinenkamp 44 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind jeden Samstag von 15 bis 17 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst von 10.30 bis 11.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Schautafeln, Modelle, Fotos und mehr zeigen aktuelle Beispiele, etwa aus Nürnberg, Bochum, Berlin, Basel oder Wuppertal. Kirchen als Kulturtreffpunkte, als Akademien, als Treffpunkte für Familien und Vereine oder als Konzerthaus – die Möglichkeiten sind vielfältig, manches Mal erstaunlich und ihre Betrachtung kann neue Ideen hervorbringen. „Kirchen sollen Kirchen bleiben, Orte der Besinnung und Ermutigung, Orte des Gottesdienstes“, sagte Dr. Keller. „Doch sie können und sollen darüber hinaus genutzt werden, eben damit sie erhalten bleiben.“

Dieter Eilert, Pfarrer in Bismarck und Vorsitzender des Fördervereins Christuskirche, will die Ausstellung nicht nur zeigen, sondern sie auch als Ideenbörse für „seine“ Kirche nutzen. „Die Kirchengemeinde Bismarck ist bereits auf diesem Weg, die Kirche zum Zentrum zu machen – für den Gottesdienst ebenso wie für das Gemeindeleben.“, sagte er. „Wir wollen weitere Möglichkeiten entwickeln, um unsere Kirche mit Leben zu füllen.“ KB

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