Kirche bleibt als belebtes Gebäude erhalten

An der Stephanuskirche wird eine Einrichtung für Senioren entstehen

Die markante Stephanuskirche bleibt: Pfarrerin Karla Wessel (links) und Pfarrer Klaus Venjabob (rechts) informierten über die neuen Pläne des Käufers. FOTO: CO

Die markante Stephanuskirche bleibt: Pfarrerin Karla Wessel (links) und Pfarrer Klaus Venjabob (rechts) informierten über die neuen Pläne des Käufers. FOTO: CO

GELSENKIRCHEN – Pfarrerin Karla Wessel und Pfarrer Klaus Venjakob informierten über die neuesten Entwicklungen der Gebäudeplanung in der Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde Buer. Mit Blick auf die Gemeindeglieder-Entwicklung, den Rückgang der Kirchensteuermittel und den hohen Sanierungsbedarf der denkmalgeschützten Stephanuskirche fasste das Presbyterium im November 2012 den Entschluss, diese nicht weiter als eigene Gottesdienststätte zu nutzen.
Eine Machbarkeitsstudie in Zusammenarbeit mit der Stadt Gelsenkirchen suchte nach neuen Wegen für eine zukünftige Erhaltung. Für die Kirche allein konnte keine neue Nutzungsmöglichkeit gefunden werden. Daher wurde das gesamte Grundstück samt Gemeindehaus und dem ehemalige Pfarrhaus Teil des Konzepts. Es fand sich ein Käufer, der auf dem Gelände eine private Einrichtung für Senioren errichten wird – und das Kirchengebäude in die Pläne einbezieht. „Das war eine schöne Überraschung, die für Erleichterung in der Gemeinde sorgte“ berichtete Wessel. Zukünftig werde die Stephanuskirche weiter für Veranstaltungen und besondere Gottesdienste, wie an Heiligabend und für Konfirmationen, zur Verfügung stehen – wenn auch nicht mehr Sonntag für Sonntag.

Das Gemeindehaus und das Pfarrhaus werden dem neuen Bau weichen müssen. Da die Bauplanung noch nicht abgeschlossen ist, bittet das Pfarrteam bis zur Bekanntgabe der konkreten Pläne und der Informationen über den Käufer noch bis Anfang nächsten Jahres um Geduld. Venjakob betonte, dass die Kirche und das Gemeindehaus vorerst wie gewohnt von der Gemeinde genutzt werden können: „Im ganzen Jahr 2016 steht uns die Stephanuskirche allerdings als unsere Kirche zur Verfügung.“ Die ersten Veränderungen werden erst für das Jahr 2017 erwartet. Bis dahin soll die Gesamtheit der Kirchengemeinde in den Prozess mit einbezogen werden. „Wünschenswert ist, dass die Gemeindegruppen auch vor Ort weiter präsent sein können“, sagte Venjakob. Viele Angebote, von der Frauenhilfe über die Internetgruppe bis hin zum Offenen Ganztag angrenzender Schulen, sind an dem Standort untergebracht. „Einerseits ist es sehr schön, dass hier viel los ist. Nun müssen wir gucken, wo diese Gruppen ein neues Zuhause finden!“

Die Gemeindearbeit verteilt sich dann auf die drei weiteren Standorte der Trinitatis-Kirchengemeinde: Die Adventskirche in Scholven, die Apostelkirche in Buer, und das Gemeindehaus der ehemaligen Markuskirche in Hassel-Süd. Auch wenn die Notwendigkeit der Entscheidung, sich von der Kirche zu trennen, seitens der Gemeinde größtenteils Akzeptanz fand, stieß dieser Entschluss auch auf Skepsis und Kritik. Dafür hat das Pfarrteam großes Verständnis. „Viele haben das Entstehen 1970 miterlebt, als die Gemeinde stetig wuchs, und nach schon 45 Jahren wird die Kirche wieder abgegeben“, so Venjakob. Seine Amtskollegin Wessel ergänzte: „Es werden Tränen fließen und es wird uns schwer fallen, wenn die beiden anderen Gebäude abgerissen werden, weil man viel mit diesen Räumen verbindet“. Doch sie ist sich sicher: „Helfen wird, dass die Kirche als ein belebtes Gebäude bleibt.“

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