Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises soll gegründet werden.

Kreissynode tagte am 26. November

In den zentralen Fragen votierten die Synodalen mit großer Mehrheit. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN - Eigentlich sollten die Themen Kindergartengemeinschaft und die Verabschiedung des Haushalts 2008 im Mittelpunkt der Beratungen der Kreissynode am 26. November im Gemeindehaus Rotthausen stehen. Doch bevor die Verhandlungen beginnen konnten, machten Mitarbeitende der kirchlichen Ausbildungsförderungs- und Qualifizierungsgesellschaft GABS auf ihre Situation aufmerksam. Schon seit Wochen waren die Meldungen über die Insolvenz des kirchlichen Bildungsträgers in den Schlagzeilen. Der Kirchenkreis ist einer von drei Gesellschaftern. Nun sollten die Synodalen persönlich von den Betroffenen informiert werden. "Die GABS ist uns als christlicher Arbeitgeber wichtig", appellierte Mitarbeiter Michael Sidzik im Namen der 350 Beschäftigten. Und Mitarbeitervertreter Lothar Schmidt bemerkte: "Wir wissen, dass die Handlungsfäden nicht in Ihren Händen liegen, aber wir hoffen, dass wir gemeinsam eine Lösungen finden."

Tatsächlich reagierte die Kreissynode mit großer Betroffenheit auf die persönlichen Voten der Mitarbeitenden und den Bericht von Superintendenten Rüdiger Höcker. Auf drei Millionen Euro bezifferte er den Finanzbedarf. Demgegenüber stehe eine verfügbare Ausgleichsrücklage in Höhe von ca. 171.000 Euro. "Wir haben keinen Spielraum mehr", sagte der Superintendent und deutete Kritik an der zuständigen Bank an, die die Kreditlinie gekündigt habe.

Schließlich baten die 105 Synodalen den Superintendenten vor allem zwei Fragen nachzugehen: Gibt es alternative diakonische Träger in der Region, die mit der Übernahme der Maßnahmen der GABS auch kirchliches Arbeitsrecht sichern würden? Und: Ist die Frage eines möglichen Insolvenzplanverfahrens mit dem Ziel der Sanierung der GABS schon ausreichend geprüft und eindeutig beantwortbar?

Neben der Insolvenz der GABS kamen auch die anderen Themen zur Sprache. So beschloss die Synode mit großer Mehrheit, einen Satzungsentwurf für eine Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid auf den Weg zu bringen. Der Entwurf soll Ende Februar 2008 einer Sondersynode zur Entscheidung vorliegen.

Außerdem beauftragte die Synode die Agentur "neue handeln" aus Köln mit der Analyse der Voraussetzungen und Chancen kirchlichen Fundraisings in Gelsenkirchen und Wattenscheid. Die Kreissynode kam damit einem Auftrag der Kirchenleitung nach, sich dieser Frage zu stellen.

Schließlich wurde der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Die Sanierungsbemühungen der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises in den vergangenen Jahren haben zu ausgeglichenen Haushalten auf allen Ebenen geführt.  Das berichtet Pfarrer Ernst Udo Metz als Vorsitzender des Synodalen Finanzausschusses der Synode. Trotzdem sinken die freien Mittel des Kirchenkreises auch durch die Verpflichtungen gegenüber der GABS auf ca. 171.000 Euro. Für das kommende Jahr rechnet der Kirchenkreis mit einer Kirchensteuereinnahme von 10.438.794,00 Euro, rund 380.000 Euro weniger, als 2006. HD

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