Gott hat anders entschieden

Weihnachtsgruß von Superintendent Rüdiger Höcker

Die Tonkrippe unter dem heimischen Weihnachtsbaum erzählt von Armut und Hoffnung. FOTO: RÜDIGER HÖCKER

Liebe Leserin, lieber Leser,

zuhause unter unserem Weihnachtsbaum steht jedes Jahr eine wunderschöne Tonkrippe aus Polen. Sie gehört einfach dazu. In der Mitte einer Höhle ein neugeborenes Kind, zwei Hirten, ein Ochse, ein Esel, vier Schafe, dazu Maria und Josef, alle einfach gekleidet. So stellt sie die Überlieferung der Geburt Jesu Christi nach Lukas dar.

Sie hilft uns begreifen, was damals geschah. Es ist die Geschichte eines Kindes, geboren in Armut, bald schon mit seinen Eltern auf der Flucht, die Geschichte einfacher Menschen am Rande der Gesellschaft, ohne Hoffnung und Perspektive. Und in alledem verborgen ist es die Geschichte der Menschwerdung Gottes.

Mitten hinein in zerbrochene Lebensentwürfe, mitten hinein in das Elend der Zeiten, mitten hinein in eine Welt voller Ungerechtigkeit und Friedlosigkeit wird Gott Mensch. Ein König des Elends, dessen einzige Krone Dornen tragen wird. Ein Verbrecher am Kreuz, dessen einziges Verbrechen seine unerschütterliche Liebe zum Menschen ist und bleibt.

„Lasst uns nicht hängen!“ – unter diesem Motto hat die Evangelische Kirche von Westfalen zu einer Kampagne gegen Kinderarmut aufgerufen. Kinderarmut ist ein Skandal, besonders in einem Land wie dem unsrigen. Wir alle wissen, wie entscheidend die ersten Lebensjahre für Kinder sind. Kinderarmut bedeutet, dass die von ihr betroffenen Kinder keine Chance haben werden, aus dem Kreislauf aus Armut, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit auszubrechen. Bevor Kinder sich dieser Benachteiligung bewusst werden, ist bereits über sie entschieden.

Weihnachten hat Gott anders entschieden. Wenige haben es damals begriffen, darunter immerhin drei Sternendeuter. Gott hat entschieden, uns nicht hängen zu lassen. Selbst das Kreuz konnte ihn nicht vom Leben abhalten. Für uns bedeutet das, über allem weihnachtlichen Glanz nicht zu vergessen, worum es Gott geht: Hoffnung in die Hütten der Welt zu tragen, Friede auf Erden, sozialer Frieden, politischer Frieden – bei uns und weltweit.

Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden!

Ihr Rüdiger Höcker

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