Gemeindeglieder halfen bei Wiederaufbau

Kirchengemeinde Schalke feierte den 100. Geburtstag ihrer Kreuzkirche

Auch Kinder waren aktiv im Festgottesdienst zum 100. Jubiläum der Schalker Kreuzkirche. FOTO: CORNELIA FISCHER

 

GELSENKIRCHEN – Das 100-jährige Jubiläum ihrer Kreuzkirche hat die Kirchengemeinde Schalke am 20. August mit Gottesdienst und Gemeindefest gefeiert. Dieter Heisig, Industrie- und Sozialpfarrer des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid, hielt die Festpredigt, in der er die 100 Jahre im Zeitraffer Revue passieren ließ. „Der Bau der Kreuzkirche Anfang des letzten Jahrhunderts war notwendig, weil die Gemeinde aufgrund der Zuwanderung auf über 14.000 Mitglieder angewachsen war“, sagte er. „Jetzt leben wir mit der umgekehrten Entwicklung, dass Menschen dem Ruhrgebiet den Rücken kehren, weil sie hier keine Arbeit finden.“ Die Gemeindegliederzahl ist bis heute auf etwa 7.000 zurückgegangen. „Da stellt sich natürlich die Frage, wie viele Gebäude sich die Gemeinden auf Dauer noch leisten können“, sagte Heisig. Mit Blick auf das wandernde Gottesvolk erinnerte er die Gottesdienstbesucher daran, dass Christen kein festes Gebäude bräuchten, um Gott zu finden und anzubeten.

Die Erfahrung, außerhalb von Kirchengebäuden Gottesdienste zu feiern, musste die Gemeinde nach der Zerstörung der Kreuzkirche im Zweiten Weltkrieg machen. Im März 1945 war das Kirchenschiff bei einem Bombenangriff zerstört worden. Beim Wiederaufbau halfen viele Gemeindeglieder mit und putzten etwa 100.000 wieder verwendbare Ziegelsteine. Erst am 16. Mai 1954 konnte die wieder aufgebaute Kreuzkirche wieder eingeweiht werden. Eine Glocke am heutigen Eingang zur Sakristei erinnert an das dunkelste Kapitel der Kreuzkirchen-Geschichte und dient so als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. AR

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