Gemeinde ist stärkster Seelsorgepartner

Pfarrer Jochen Dohm beginnt neuen Lebensabschnitt

Pfarrer Jochen Dohm fühlt sich auch im Ruhestand in der Evangelischen Gemeinde Gelsenkirchen-Bismarck zuhause. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – „Ich gehe nicht in den Ruhestand, sondern in einen neuen Lebensabschnitt.“ Mit diesen Worten blickt Pfarrer Jochen Dohm guten Mutes nach vorne. Am 28. September, dem Tag seines 65. Geburtstags, feierte er den Abschied aus seinem Dienst im Gemeindepfarramt in der Gnadenkirche in Bismarck. An dem Ort also, an dem vor 35 Jahren alles angefangen hatte. Am 1. Oktober 1973 begann Dohm in der Gnadenkirche seinen Dienst als Pastor im Hilfsdienst und wurde später zum Pfarrer dieses Bezirks gewählt. Er hielt diesem Standort bis heute die Treue.

Anfänglich war er als Stadtbereichsjugendpfarrer für die Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich und hielt Zeltlagerfreizeiten für Kinder aus ganz Gelsenkirchen ab.

Später kamen dann andere Aufgabenbereiche hinzu. So war Dohm unter Superintendent Dr. Klaus Homburg vier Jahre lang Synodalassessor und seit 2001 lag die Gesamtverantwortung und Geschäftsführung der Arenakapelle in seiner Hand, um nur einige seiner vielen Stationen im Pfarrdienst zu nennen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Bismarck war ihm all die Jahre seines Wirkens hindurch das wichtigste Standbein, auch und gerade in schweren Zeiten. Als die GABS im November 2007 in die Insolvenz gehen musste, fühlte sich Dohm als Aufsichtsratsvorsitzender schon mal alleine gelassen. „Die Gemeinde war mir in dieser Zeit der stärkste Seelsorgepartner“, bekennt Dohm im Rückblick, um dann aber doch eine auf’s Ganze gesehen positive Bilanz zu ziehen: „Ich bin stolz auf die Zeit als Aufsichtsratsvorsitzender bei der GABS, denn viele Menschen haben damals eine Perspektive für ihr Leben bekommen.“

Der rote Faden blieb für Dohm all die Jahre hindurch die Arbeit für Menschen mit Behinderungen. Vor diesem Hintergrund ist vor fast zehn Jahren das barrierefreie Gemeindehaus an der Gnadenkirche entstanden. Ein Fahrtendienst zum Gottesdienst für die Heimbewohner von St. Georg konnte über zwanzig Jahre lang angeboten werden. Und auch seine Tätigkeit als Behindertenbeauftragter von Schalke 04, die er auch nach seiner Pensionierung fortsetzen wird, ist hier zu nennen.

Wie gestaltet Jochen Dohm nun seinen neuen Lebensabschnitt? „Ich werde die Ruhe in der Natur suchen. Ich filme und fotografiere gerne, werde mehr lesen und gute Musik hören. Außerdem bin ich bereit, weiter in der Gemeinde mitzuarbeiten, etwa im Posaunenchor.“ Und was wünscht er sich für seine Gemeinde? „Als Gemeindeglied wünsche ich mir, dass der Gottesdienst weiterhin einen hohen Stellenwert hat, dass die Gemeinde alle anstehenden Umstrukturierungen mutig voran treibt und dass die Bereitschaft wächst, alle Veränderungen auch anzunehmen.“ DB

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