Für gesellschaftliche Randgruppen eintreten

Die Kreissynode nahm Berichte entgegen und fasste Beschlüsse für die Zukunft

Kurze Pause in siebenstündigen Beratungen: Für Jochen Dohm (links) war es die letzte Kreissynode. Er geht an seinem 65. Geburtstag (28. September) in den Ruhestand. Rechts Lothar Ständeke vom Kreissynodalvorstand. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Bei der Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) wird der Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid in den kommenden vier Jahren neben dem Superintendenten vertreten durch Helga Kahys (Kirchengemeinde WAT-Höntrop, Presbyterin), Heike Lorenz (Diakoniewerk, Leitende Sozialarbeiterin), Helmut Mohr (Kirchenkreis, Jugendreferent) und Käthe Göckenjan (Trinitatis-Kirchengemeinde Buer, Pfarrerin). Das hat die Kreissynode am 9. Juni beschlossen. Bei der Tagung in Rotthausen wurden auch die Synodalen Fachausschüsse neu besetzt. Rund 170 Personen arbeiten danach in 15 Ausschüssen mit.

Ausführlich dargestellt wurden auf der Tagung die Ergebnisse der Beratung für professionelles Fundraising durch die Agentur „neues handeln“ (Köln). Die Synode hat nun beschlossen, dass der Beratungsprozess in der durch die Agentur vorgeschlagenen Form fortgeführt wird. Voraussichtlich auf der Herbstsynode im November werden endgültige Beschlüsse gefasst.

Zum Jahresthema „Globalisierung“ wird ein Arbeitskreis gebildet, der in der zweiten Jahreshälfte eine zentrale Veranstaltung mit Diskussionsforen durchführen wird. Danach sollen alle Gremien das Thema bearbeiten mit dem Ziel, im Kirchenkreis zu konkreten Konsequenzen zu kommen.

Auf die Globalisierung war auch Superintendent Rüdiger Höcker in seinem Jahresbericht eingegangen: „Viele unserer derzeitigen Herausforderungen sind eng verknüpft mit einem System von wirtschaftlicher Globalisierung, das sich durch nationale politische Entscheidungen nur reaktiv beeinflussen lässt. Dieses System ist nicht nur äußerst komplex, es ist auch extrem elitär, intransparent und autark. Es hinterlässt national und zivilgesellschaftlich ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefert-Sein.“

Hier sieht Höcker die Kirche in der Pflicht, gegenzusteuern und den Menschen den Rücken zu stärken, die sich hilflos und ausgeliefert fühlen. Der Kirchenkreis sehe sich besonders verpflichtet, für gesellschaftliche Randgruppen einzutreten. „Ich würde gerne einmal innerkirchlich und gesellschaftlich diskutieren, ob nicht die Forderung eines Mindesteinkommens ein im Evangelium begründetes und einer modernen menschlichen Gesellschaft angemessenes Modell von Beteiligungsgerechtigkeit ist“, forderte der Superintendent. KB

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