Für eine Kultur der Pro-Existenz

Neujahrsempfang mit Ausblick auf das Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Gute Laune beim Neujahrsempfang im Dezember: Superintendent Rüdiger Höcker, Bürgermeisterin Gabriele Preuß und Bezirksbürgermeister Hans Balbach (von links). FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Im Reigen der Neujahrsempfänge hat die Evangelische Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid die Nase vorn. Zum Beginn des Neuen Kirchenjahres lädt der Kirchenkreis Gäste aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Arbeitswelt, Kirche und Kultur zur Begegnung und zu Gesprächen ein. Am 3. Dezember wollte die Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Petra Bahr, mit der „Evangelischen Zeitansage“ auf das Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 einstimmen. Doch zum Bedauern der rund 150 Gäste im Evangelischen Gemeindehaus Altstadt musste sie kurzfristig absagen.

Superintendent Rüdiger Höcker übernahm es deshalb selbst, einige Impulse für den Gedankenaustausch zu formulieren. Besonders im Blick auf das Ruhrgebiet als Schmelztiegel der Kulturen trat er für eine „Kultur der Pro-Existenz“ ein, in der Menschen aufeinander zugehen, miteinander leben und füreinander da sind. „Das Ergebnis der Bürgerbefragung in der Schweiz macht mir Angst“, sagte er. „Dieses Ergebnis ist das Resultat einer verfehlten Kulturpolitik. Wir brauchen eine neue Kultur, offen für die Vielfalt des Lebens. Wir brauchen eine neue Kultur gemeinsamer Verantwortung für das Ganze. Wir brauchen dafür Bündnisse über Kultur- und Religionsgrenzen hinweg.“

Kultur pur brachten Michael Gees und Andreas Fröhling zu Gehör. Der Künstlerische Leiter des Consol Theaters und der Kirchenmusikdirektor des Evangelischen Kirchenkreises begeisterten vierhändig am Flügel mit Partien aus Robert Schumanns „Bildern aus dem Osten“. Michael Gees spielte außerdem die „Gnossienne Nummer 1“ von Eric Satie und setzte eine eigene Improvisation über Saties Thema dazu. Das Publikum ließ sich keine Note entgehen und dankte mit anhaltendem Applaus.

Für die beiden Städte des Kirchenkreises überbrachten Bürgermeisterin Gabriele Preuß (Gelsenkirchen) und Bezirksbürgermeister Hans Balbach (Bochum-Wattenscheid) die Grüße und Glückwünsche von Rat und Verwaltung. KB

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