Friedensgebet unter freiem Himmel

In Gelsenkirchen und Buer forderten Christen Umkehr zu Frieden und Gerechtigkeit

 

GELSENKIRCHEN – Als gesetzlicher Feiertag wurde er 1994 abgeschafft – gleichwohl werden auch heute am Buß- und Bettag in den Gemeinden Gottesdienste gefeiert. Eine besondere Aktion gab es in diesem Jahr in Buer, wo sich die Evangelische Kirchengemeinde gemeinsam mit ihren Katholischen und freikirchlichen Nachbarn auf einen Ökumenischen Friedensweg machte. Angesichts der kriegerischen Konflikte im Nahen Osten, im Irak, in Afghanistan oder im Sudan stand ein Friedensgebet unter freiem Himmel im Mittelpunkt. Der Friedensweg begann am Goldbergplatz und führte über die Horster Straße zur Apostelkirche, wo die Aktion mit einem Gottesdienst zu Ende ging.

Im Gelsenkirchener Süden machten die Christlichen Sozialverbände auf soziale Ungerechtigkeiten in unserem Land aufmerksam. Die Teilnehmenden luden sich vor der Agentur für Arbeit das „Kreuz der Arbeitslosigkeit“ auf ihre Schultern, um daran zu erinnern, dass in Gelsenkirchen rund 24.000 Menschen von diesem Schicksal betroffen sind. „Das muss immer wieder publik gemacht werden; wir dürfen uns nicht daran gewöhnen“, sagte Dieter Heisig, Industrie- und Sozialpfarrer des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid. Die Evangelische Arbeitnehmerbewegung, die Katholische Arbeitnehmerbewegung und Kolping ließen sich von der Leiterin der Agentur für Arbeit, Ingrid Brand-Friedberg, die nackten Zahlen geben und brachten sie zusammen mit dem Kreuz zum Gottesdienst in die Altstadtkirche.

„Der Buß- und Bettag wurde einst als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, um durch die Mehrarbeit das Sozialsystem zu stärken; in Wirklichkeit wurde das Sozialsystem seitdem ausgehöhlt“, sagte Heisig. Am Beispiel Hartz IV zeige sich, dass von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen in Deutschland vom gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgeschlossen sind. „Am Buß- und Bettag fordern wir Umkehr zu einer gerechteren Verteilung von gesellschaftlichem Reichtum“, so der Sozialpfarrer. AR

 

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