Fit für die Frühförderung

25 Erzieherinnen haben die Fortbildung für das „Lernen mit Flink“ abgeschlossen

Eben kommt das Eichhörnchen Flink aus seinem Nest hervor. Susanne Stiller (links) hat die Erzieherinnen in der Theorie und ganz praktisch im Umgang mit den Kindern geschult. Ulrike Heimerl (rechts) und Manuela Schrandt-Reitz setzen das Gelernte jetzt in

Eben kommt das Eichhörnchen Flink aus seinem Nest hervor. Susanne Stiller (links) hat die Erzieherinnen in der Theorie und ganz praktisch im Umgang mit den Kindern geschult. Ulrike Heimerl (rechts) und Manuela Schrandt-Reitz setzen das Gelernte jetzt in ihrer U3-Guppe um. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Wenn Ulrike Heimerl sagt „Holt doch mal den Flink“, dann schießt mindestens ein Kind sofort los, um das Eichhörnchen-Nest zu holen. „Die Kinder lieben Flink und freuen sich unbändig, wenn er sie besuchen kommt.“ Heimerl ist Erzieherin in der „U3-Gruppe“ des Evangelischen Apostelkindergartens in Gelsenkirchen-Buer. U3 heißt „unter drei“ – gemeint sind die Kinder, die jünger als drei Jahre sind. Für sie hat der Schweizer Sprachwissenschaftler Dr. Zvi Penner das Frühförderprogramm „Lernen mit Flink“ erdacht und ausgearbeitet. 25 Erzieherinnen aus 20 Kindergärten im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid haben jetzt ihre Ausbildung für das „Lernen mit Flink“ abgeschlossen.

Zusammen mit seinem Freund Max entdeckt das Eichhörnchen Flink die Welt – und die Kinder gehen mit auf diese Reise. Sie erweitern dabei ihren Wortschatz und lernen, Kategorien zu entwickeln. So kommen sie auf der Suche nach Max‘ Trinkbecher an vielen verschiedenen Gefäßen vorbei – und verstehen auf einmal, warum das eine „Schale“, das nächste vielleicht „Krug“ oder „Napf“ heißt. Auf die Form kommt es nämlich an – zumindest im Deutschen. „Ein türkischer Junge bezeichnete einmal einen Wassernapf für Hunde als ‚Hundetrinkenbecher‘ – für ihn völlig logisch, denn im Türkischen werden Bezeichnungen für Gefäße oft nach den Verben gebildet, nicht nach ihrer Form“, erzählte Susanne Stiller. Die Logopädin hat die Fortbildung für die Erzieherinnen durchgeführt. „Genau an dieser Schnittstelle zwischen sprachlicher und kognitiver Entwicklung setzt das „Lernen mit Flink“ an. Kinder unter drei Jahren können bereits solche logischen Zusammenhänge herstellen. Sie müssen sozusagen nur auf die richtige Spur gesetzt werden.“ Frühe Fehlentwicklungen werden auf diese Weise vermieden.

Manuela Schrandt-Reitz, ebenfalls Erzieherin in der „U3-Gruppe“ des Apostelkindergartens, hat bereits nach den ersten kleinen Lerneinheiten mit Flink Erfolge bei ihren Schützlingen festgestellt. Natürlich wird nicht gepaukt mit den Kleinkindern. „Die Lerneinheiten sind rund fünf Minuten lang.“ Wenn es sich einrichten lässt, kommt das Eichhörnchen vielleicht zwei Mal am Tag zu Besuch. Es gibt eine Geschichte aus einem Bilderbuch. Dann werden die Erlebnisse nachgespielt mit vielen bunten Karten. Sehr bald kommen die Kinder dahinter, dass ein Becher, eine Flasche und ein Eimer etwas gemeinsam haben, was eine Papiertüte aber nicht hat. Im dritten Schritt wird das Gelernte auf andere Zusammenhänge aus dem Alltag übertragen. Schrandt-Reitz: „Lernen mit Flink ist auch ein Beitrag zur Chancengleichheit für die Kinder, die daheim nicht so viele Anregungen bekommen.“

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