Erweiterung des Horizontes

Pfarrerin Antje Röckemann arbeitet ehrenamtlich bei der Zeitschrift „Schlangenbrut“ mit

Fußball ist das Thema der jüngsten Schlangenbrut. Schwerpunkte der letzten Hefte waren Wasser, Jesus und Feminismus aus den USA. FOTO: KATHARINA BLÄTGEN

Fußball ist das Thema der jüngsten Schlangenbrut. Schwerpunkte der letzten Hefte waren Wasser, Jesus und Feminismus aus den USA. FOTO: KATHARINA BLÄTGEN

GELSENKIRCHEN – „Frauen und Fußball“ – so lautet das Thema der neuesten Ausgabe der „Schlangenbrut“, die am 1. März erscheint. Vielleicht ist es das bisher ungewöhnlichste Thema einer der ungewöhnlichsten Zeitschriften. Die „Schlangenbrut“ richtet sich, wie es im Untertitel heißt, an „feministisch und religiös interessierte Frauen“, wird aber auch von Männern gerne gelesen.

Eine der Redakteurinnen ist Antje Röckemann aus Gelsenkirchen. Ebenso wie die weiteren acht Redaktionsmitglieder macht sie diese Arbeit rein ehrenamtlich. Die 47-Jährige betrachtet die Mitarbeit als Bereicherung: „Ich erhalte Einblicke in wichtige Themen, erfahre, was jüngere Frauen bewegt, was an den Universitäten im Blick auf Frauen und Spiritualität geschieht, was sich in anderen Landeskirchen, in anderen Kirchen, in anderen Religionen tut.“

Für Röckemann ist die Mitarbeit bei der Schlangenbrut eine ständige Erweiterung des Horizontes, die sie für ihren Beruf fruchtbar machen kann. Sie ist Pfarrerin im Gender-Referat des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid.

Die Schlangenbrut ist die älteste Zeitschrift für feministische Theologie und Spiritualität im deutschsprachigen Raum. Röckemann hatte sie bereits 1983 im Studium kennen gelernt und ist seit 13 Jahren Mitglied der Redaktion. In der Regel erscheint das Heft mit jeweils 48 Seiten vierteljährlich und widmet sich zur Hälfte einem Schwerpunktthema. Das Fußball-Heft etwa bietet ein Interview mit Nationalspielerin Annike Krahn und einen Beitrag mit dem Titel: „Anmutige Erschlaffung oder übermäßige Muskelbildung – Doing Gender im Sport“ von den Sportwissenschaftlerinnen Claudia Kugelmann und Marianne Meier. In der Vorbereitung dieser Ausgabe hat Röckemann Parallelen zwischen Fußball und Religion entdeckt. „Fußball prägt unsere Kultur und ist zugleich sehr patriarchalisch. Frauen, die etwas verändern wollen, machen im Fußball und in der Kirche an vielen Stellen überraschend ähnliche Erfahrungen.“

Zum Schwerpunktthema gehören auch Hinweise zur praktischen Umsetzung, etwa im Religionsunterricht oder in der Kirchengemeinde, sowie eine ausführliche Bibliographie. Im zweiten Teil des Heftes gibt es Berichte über Tagungen, Vorstellungen von Personen, eine Predigt oder andere wichtige Texte, Buchbesprechungen, Leserinnenbrief sowie aktuelle Nachrichten zum Themen Frauen und Religionen.

Die Zeitschrift ist zu beziehen bei www.schlangenbrut.de (Abonnement oder Einzelhefte) zum Preis von 4,80 €/Heft oder direkt bei Antje Röckemann, Telefon 0209 – 17 98 250.

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