Einer trage des anderen Last

Der Bezirksverband der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung Gelsenkirchen feierte sein 125-jähriges Jubiläum

Gratulierten dem EAB Bezirksverband Gelsenkirchen

Gratulierten dem EAB Bezirksverband Gelsenkirchen: Werner Künkler, Vorsitzender EAB NRW, Oberbürgermeister Frank Baranowski, Superintendent Rüdiger Höcker, Andrea Jeczkowski, Bezirksverband GE, Michael Foitlinski, Geschäftsführer EAB NRW, Eckhard Jeczkowski, Bezirksverband GE, Ingried Brehme, Bezirksverband GE, Wolfgang Heinberg, Fraktionsvorsitzender CDU GE, Volker Nicolai, DGB Region Emscher-Lippe PHOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums hat der Bezirksverband der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung Gelsenkirchen eine umfangreiche Festschrift herausgebracht, die an die Ereignisse der Gründungsgeschichte erinnert. Am 29. Mai 1882 gründeten der Bergmann Ludwig Fischer und der Lehrer Bischoff in Gelsenkirchen einen evangelischen Arbeiterverein. 1889 ist das Jahr, in dem die EAB sich in Gelsenkirchen als Bezirksverband gründete.

Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft

„Die EAB ist ein Kind des Ruhrgebiets und seiner Zechengeschichte“, so Superintendent Rüdiger Höcker in seinem Grußwort, „die Zechen sind fast alle geschlossen, doch die EAB gibt es weiterhin, und sie wird weiterhin gebraucht!“ 
Höcker lobte die „Kultur des Füreinanders und der Proexistenz“, schließlich sei dies eine Kultur, auf die das Ruhrgebiet noch heute stolz ist. Auch heute stehe die EAB in Gelsenkirchen „gemeinsam mit anderen christlichen Sozialverbänden in der gemeinsamen Verantwortung für eine menschliche, gerechte und friedfertige Gesellschaft.“ Im Anschluss gratulierte Oberbürgermeister Frank Baranowski dem Bezirksverband. „Jede Gesellschaft braucht Menschen, die sich für gute Bedingungen einsetzen“ betonte er. Dies sei auch 2014 noch der Fall, schließlich lebe „diese Bewegung von den Menschen, die sich bewegen lassen und anderes bewegen“.

Werte der Arbeit gerecht verteilen

Werner Künkler, Vorsitzender der EAB NRW, erinnerte an die damaligen ausbeuterischen Arbeitsbedingungen sowie an den Wunsch des Gründervaters Ludwig Fischer, ein friedliches Miteinander zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu erreichen: „Christen sollten doch in der Lage sein, über alle Konfessionen hinweg die geschaffenen Werte ihrer Arbeit gerecht zu verteilen“, gemäß des Leitspruchs: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ aus dem Galaterbrief (Gal. 6, 2).

Bevor der gemütliche Teil der Jubiläumsfeier begann, nutzten die Vorsitzenden der benachbarten evangelischen Arbeitnehmerbewegungen sowie Vertreter weiterer Bezirksverbände des Ruhrgebiets die Gelegenheit, um Glückwünsche auszusprechen und Geschenke zu überreichen. Eckhard Jeczkowski dankte all den Gratulanten im Namen des Bezirksverbandes Gelsenkirchen. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Gäste an den Darbietungen der EAB-Mitglieder erfreuen. Der Knappenchor, der Posaunenchor sowie humorvolle Sketcheinlagen rundeten das Jubiläumsprogramm ab, das mit einem gemeinsamen Abendessen seinen Abschluss fand.

PHOTO: CORNELIA FISCHER

 

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