Ein Zeichen der Solidarität

Beim 5. Gelsenkirchener Kultursalon kamen 350 Euro für die „Aktion Weitblick“ zusammen

Anke Jedamzik, Heide Walewski und Pfarrerin Antje Röckemann (von links) von der „Aktion Weitblick“ freuten sich über die Spenden beim jüngsten Kultursalon. FOTO: CORNELIA FISCHER

Anke Jedamzik, Heide Walewski und Pfarrerin Antje Röckemann (von links) von der „Aktion Weitblick“ freuten sich über die Spenden beim jüngsten Kultursalon. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Was Gelsenkirchen zu bieten hat in Musik, Theater, Tanz oder Literatur – kurze und kurzweilige Kostproben davon gab es beim 5. Gelsenkirchener Kultursalon am 12. Januar. In vier Stunden gab es zehn Programmpunkte, die Lust auf Mehr machten. Nicht nur die Bühne, auch der Zuschauerraum im Kulturraum „die flora“ war voll und in den Pausen gab es angeregte Gespräche zwischen Publikum und Künstler_innen.

Für die „Aktion Weitblick“ war die Veranstaltung in doppelter Weise gelungen. Der Eintritt zum Kultursalon ist frei und die Kunstschaffenden verzichten auf eine Gage. Dafür wird um Spenden gebeten – und diesmal hieß der Spendenzweck: „Aktion Weitblick“.

Was die Aktion tut, wer das ist und wofür sie steht, stellte Pfarrerin Antje Röckemann vom Gender-Referat des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid dem Publikum vor.

Vor 18 Jahren gründete sich die Aktion, um von Frauen in Gelsenkirchen für Frauen an vielen Orten der Welt ein Zeichen des Friedens und der Solidarität zu setzen. „Wir wollten und wollen bis heute deutlich machen, dass das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen möglich und wünschenswert ist“, so Röckemann.

Im Sommer 2002, angesichts des Krieges in Afghanistan, waren besonders die afghanischen Frauen und ihr Leid im Blick. In Kabul hatte die Menschen-rechtsorganisation „medica mondiale“ ein Schutzhaus eröffnet. Längst ist medica mondiale in vielen weiteren Ländern aktiv. Diese Arbeit für traumatisierte Frauen in Kriegs- und Krisengebieten unterstützt die „Aktion Weitblick“ durch Informations- und Benefiz-Veranstaltungen und mittlerweile 33 Bücherbörsen. Inzwischen sind rund 67.000 Euro zusammengekommen, Geld, das direkt den überlebenden Frauen zu Gute kommt, ihre medizinische und psychosoziale Versorgung sichert und ihnen den Aufbau eines neuen Lebens ermöglicht.

Bücher sind wichtige Kulturgüter, das wurde auch bei den Beiträgen des Kultursalons deutlich – seien es nun eine Lesung oder die Umsetzung der Texte in Theater. Auch darum passte der Spendenzweck gut zu der Veranstaltung. Die Weitblick-Frauen der können jetzt 350 Euro an medica mondiale in Köln weitergeben.

Die 34. Bücherbörse zugunsten von medica mondiale e.V. ist bereits terminiert: 25. bis 28. April im Evangelischen Gemeindehaus an der Nicolaikirche.

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