Ein offenes Ohr für Kranke, Angehörige und Klinikmitarbeitende

Krankenhausseelsorger Christian Ellgaard geht in den Ruhestand

Stets ein offenes Ohr für Kranke und Mitarbeiter: Pfarrer Christian Ellgaard geht nach 31 Jahren als Krankenhausseelsorger am Sankt Marien-Hospital Buer in den Ruhestand. PHOTO: CORNELIA FISCHER

Stets ein offenes Ohr für Kranke und Mitarbeiter: Pfarrer Christian Ellgaard geht nach 31 Jahren als Krankenhausseelsorger am Sankt Marien-Hospital Buer in den Ruhestand. PHOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Genau 31 Jahre und drei Monate – er stellt es selbst erstaunt fest! Christian Ellgaard blickt auf eine lange und sehr bewegte Zeit im Sankt Marien-Hospital Buer zurück. „Es waren wirklich gute Jahre“, resümiert Pfarrer Ellgaard im Rückblick.

Dabei war ihm zunächst überhaupt nicht klar, welchen Beruf er damals als junger Mensch ergreifen wollte. So ging es von der Volksschule, wie es damals hieß, zur Handels- und dann weiter zur Fachoberschule Wirtschaft. Zunächst wurde er Sparkassenangestellter, später lernte er Industriekaufmann und verkaufte Lokomotiven. Dann beschloss er auf einer Kollegschule das Abitur zu machen und studierte anschließend Theologie und Sozialpädagogik.

Und wurde schließlich evangelischer Krankenhausseelsorger im Sankt Marien-Hospital Buer. Dabei war und ist dem 65-Jährigen immer wichtig, voll und ganz hinter dem zu stehen, was man tut.

In der Hektik und Unruhe des Krankenhausalltags hatte er Zeit für die Sorgen und Freuden der Kranken und immer auch ein offenes Ohr für Schwestern, Pfleger, Ärzte, Ärztinnen und Handwerker. Er brachte das Abendmahl, feierte Gottesdienste, begleitete Sterbende und Genesende. Ebenso gestaltete er Gottesdienste für Krankenpflegeschülerinnen und -Schüler, sowie Andachten für verwaiste Eltern, deren Kinder nicht geboren und als Föten bestattet wurden.

„Im Krankenhaus geben die Patienten die Themen vor, nicht der Pfarrer!“ Dort gehe es leiser zu als in einer Gemeinde und die Menschen im Hospital seien bescheidener.

Und bei allen Veränderungen, die in modernen Kliniken eingezogen sind, der Ruf nach seelsorgerischem Beistand sei nach wie vor zu hören, so der nun in den Ruhestand scheidende Pfarrer.

Ein besonderes Anliegen war es ihm, die Arbeit im Krankenhaus mit der Gemeindearbeit zu verbinden. Und neben seiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorger wurde Ellgaard für das Trauercafé im Matthäuszentrum der Evangelischen Trinitatis Kirchengemeinde Buer aktiv.

Nun also, nach gut 31 Jahren, geht Pfarrer Ellgaard in den Ruhestand. Gewiss mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn das Trauercafé weiß er auch zukünftig in guten Händen. Pfarrer Frank Füting wird hier den Stab übernehmen und das ökumenische Angebot für Hinterbliebene zukünftig betreuen.

„Die Arbeit als Krankenhausseelsorger am Sankt Marien-Hospital Buer allerdings wird nicht weitergehen, hier ist mit meinem Ausscheiden Schluss.“ Das bedauern auch viele Mitarbeitende der Klinik, denn für ihre Sorgen und Nöte hatte Ellgaard immer ein zuhörendes Ohr.

Und was hat sich der gebürtige Norddeutsche für die Zeit nach seinem Ausscheiden vorgenommen? Eine Auslandspfarrstelle für Pfarrer im Ruhestand, davon träumt Ellgaard zur Zeit. Wer weiß, wohin es den Krankenhausseelsorger vom Sankt Marien- Hospital demnächst ziehen wird.

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