Ein langer Weg zum Frieden

Die Friedenswerkstatt hatte Prof. Dr. Ulrich Hübner aus Kiel zu Gast

Angeregte Diskussionen gab es in der Friedenswerkstatt, von links: Liane Rumpl-Heisig, Irene Venjakob, Prof. Hübner und Burkhard Wittulski. PHOTO: CORNELIA FISCHER

Angeregte Diskussionen gab es in der Friedenswerkstatt, von links: Liane Rumpl-Heisig, Irene Venjakob, Prof. Hübner und Burkhard Wittulski. PHOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Persönliche Eindrücke und Erlebnisse aus dem Nahen Osten gab es am 19. November in der Gelsenkirchener Friedenswerkstatt. Theologieprofessor Dr. Ulrich Hübner (Kiel) war dort mit einem spannenden Vortrag zu Gast. Er stand unter der Überschrift „Ein langer Weg zum Frieden...? Bei Ausgrabungen in Israel und Jordanien – wie ich den Nahostkonflikt persönlich erlebe“. Hübner hat über 30 Jahre lang an archäologischen Ausgrabungen in der Region teilgenommen und ist mit Land und Leuten vertraut. „Er berichtete uns anschaulich von Verletzungen des Völkerrechtes, die der Staat Israel am palästinensischen Volk begangen hat und noch begeht“, so Irene Venjakob, die die Friedenswerkstatt mit organisiert. „So stoßen die Wissenschaftler bei archäologischen Grabungen in der obersten Schicht teilweise auf neuzeitliche arabische Dörfer, die dem Erdboden gleich gemacht wurden.“

In der angeregten Diskussion nach dem Vortrag ging es auch um die Frage, wie Deutsche sich angesichts der Schuld- und Schamgefühle im Blick auf die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus zu den Völkerrechtsverletzungen des heutigen Israel angemessen verhalten können. Professor Hübner vertrat die Auffassung, dass gerade ein verantwortlicher Umgang mit dem Staat Israel europäische Kritik notwendig mache.

„Ich war sehr beeindruckt von diesem Abend“, sagte Venjakob. „Wir hatten selten einen Referenten, der so sachlich und klar seine Meinung aufgrund von Tatsachen und Erfahrungen beschrieben hat. Die sehr interessierten Zuhörer beteiligten sich lebhaft an der Diskussion und es gab viele positive Rückmeldungen für die Friedenswerkstatt.“

Die Gelsenkirchener Friedenswerkstatt in der Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde Buer hat sich vielfach mit dem Dialog der Religionen befasst wie auch mit Fragen des Nahostkonfliktes. Dabei geht es ihr vor allem um die Frage, was geschehen muss, damit gerade in dieser Region ein friedliches Zusammenleben entstehen kann.

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