Ein langer Atem ist gefragt

Sozialticket auch für Gelsenkirchen notwendig

Anne Eberle, Heiko Holtgrave und Dieter Heisig (von links nach rechts) verfolgen die Diskussion unter den Teilnehmenden. FOTO: DAGMAR DIRKS

GELSENKIRCHEN – „Sozialticket – Mobil für wenig Geld“ war das Motto einer Podiumsdiskussion, zu der das Industrie- und Sozialpfarramt des Kirchenkreises und der ver.di-Erwerbslosenausschuss des Bezirks Emscher-Lippe Süd eingeladen hatten.

Sozialtickets, die Erwerbslosen und geringer Verdienenden die ermäßigte Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ermöglichen, gibt es inzwischen schon in mehreren Städten, wie etwa in Berlin, Köln und seit Februar dieses Jahres auch in Dortmund. „Das Fehlen von Mobilität ist eine der größten Einschränkungen“, berichtete Marlies Mrotzek (ver.di) unter Bezug auf eine im September erscheinende Studie zu den Erfahrungen von Frauen und Männern mit der Einführung des SGB II („Hartz IV“) in Nordrhein-Westfalen.

Über die Notwendigkeit eines solchen Tickets auch für Gelsenkirchen waren sich die rund 40 Anwesenden dann auch recht schnell einig: In Gelsenkirchen ist die Arbeitslosenquote noch höher als in anderen Städten; umwelt- und klimafreundliches Bahnfahren muss gefördert werden. „Warum soll in Gelsenkirchen nicht möglich, sein, was andere auch hinkriegen?“, spitzte Dr. Franz Schart von der Hartz – Selbsthilfegruppe im Industrie- und Sozialpfarramt die Diskussion zu.

Schwieriger zu beantworten war die Frage nach der konkreten Ausgestaltung und der Finanzierbarkeit. Praktische Anregungen und hilfreiche Gedanken dazu kamen von Heiko Holtgrave (Sozialforum Dortmund), Anne Eberle und Reinhard Beckmann (beide ver.di), die auf dem Podium über Hindernisse und Erfolge bei der Einführung eines Sozialtickets in Dortmund und Duisburg berichteten. Anders als in Dortmund wird das Stadtgebiet von Gelsenkirchen jedoch durch drei verschiedene Verkehrsgesellschaften abgedeckt (BOGESTRA, EVAG, Vestische). So scheint eine Lösung nur über die Stadtgrenze hinaus, vielleicht sogar innerhalb des gesamten VRR-Gebietes sinnvoll.

Viele Einzelfragen zu Finanzierbarkeit, Berechtigungskreis und Geltungsbereich konnten in der regen Diskussion nur angerissen werden. Ein langer Atem ist gefragt. „Aber“, so schloss Industrie- und Sozialpfarrer Dieter Heisig, „wir machen weiter!“ neß

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