Durch Ehrenamt Energie und Freude schenken

Der häusliche Entlastungsdienst sucht Freiwillige, die pflegenden Angehörigen Unterstützung bieten

Freuen sich auf neue Ehrenamtliche für den Häuslichen Entlastungsdienst: Koordinatorin Elke Lüning-Mackschin, Ehrenamtlicher Wolfgang Waßmann und Pfarrerin Dr. Zuzanna Hanussek (von links) FOTO: CO

Freuen sich auf neue Ehrenamtliche für den Häuslichen Entlastungsdienst: Koordinatorin Elke Lüning-Mackschin, Ehrenamtlicher Wolfgang Waßmann und Pfarrerin Dr. Zuzanna Hanussek (von links) FOTO: CO

GELSENKIRCHEN – Seit fünf Jahren ermöglichen Ehrenamtliche des „Häuslichen Entlastungsdienstes“ Angehörigen dementiell veränderter Menschen, sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Zeit für sich selbst – zum Kraft tanken oder für wichtige Erledigungen. „Der Dienst wird auch weiterhin zur Verfügung gestellt und das Angebot wird durch das neue Pflegestärkungsgesetz erweitert“, kündigt Pfarrerin und Gerontologin Dr. Zuzanna Hanussek an, die den Entlastungsdienst im Kirchenkreis initiierte.

Erweitertes Pflegestärkungsgesetz macht es möglich

Um den Bedarf an ehrenamtlichen Betreuern zu decken, werden nun für den Entlastungsdienst mit Sitz in Bulmke neue Freiwillige gesucht. Die Neuerungen des Pflegestärkungsgesetzes (Paragraph 45B des Sozialgesetzbuchs 11) machen es möglich. „Dadurch kann ein breiteres Spektrum der Betreuungsmöglichkeiten angeboten werden“, erklärt Hanussek. Zu den enormen Erweiterungen des Gesetzes gehört, dass auch Angehörige von psychisch kranken sowie schwerbehinderten Menschen die Unterstützung zwischen 104 und 208 Euro, je nach Pflegestufe und Schweregrad der Beeinträchtigung, in Anspruch nehmen können. Für die Dienste erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 8 Euro pro Stunde. Damit diese erstattet werden kann, lautet die Voraussetzung, dass die Freiwilligen eine Schulung durchlaufen, um als qualifizierte Helfer und Helferinnen von den Krankenkassen anerkannt zu werden.

Ehrenamtliche werden für die Betreuung qualifiziert

Wolfgang Waßmann ist einer von 15 Ehrenamtlichen des Entlastungsdienstes. Er betreut regelmäßig für ein paar Stunden in der Woche zwei ältere Herren. Über die Angehörigen weiß er: „Die meisten sind schon an der Grenze ihrer Möglichkeiten. Es hilft ihnen, wenn sie zum Frisör gehen, Einkäufe machen oder Freunde treffen können. Sie kommen mit Energie und Freude im Gesicht zurück!“ Pflegende Tätigkeiten gehören nicht zu den Aufgaben der Freiwilligen. Die Zeit füllen die Helfenden mit Gesellschaftsspielen, Spaziergängen, durch Vorlesen oder Gespräche. Dafür werden sie zuvor von Fachleuten geschult. „Damit ist gesichert, dass die Betreuenden wissen, was sie tun“, bringt Elke Lüning-Mackschin auf den Punkt. Als Koordinatorin des Entlastungsdienstes in Bulmke ist sie die Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche sowie für Angehörige und stellt die Verbindung zwischen ihnen her. „Wir schauen, wer zu wem passt. Die Chemie muss schon stimmen. Außerdem berücksichtigen wir das Stadtgebiet, damit die Ehrenamtlichen kurze Wege haben“, ergänzt sie. Wünschenswert sei es, dass Freiwillige neben einer guten sozialen Kompetenz und der Fähigkeit zur Empathie ein fröhliches Wesen und Flexibilität mitbringen.

Infoveranstaltung am 5. März 2015: Um 18.30 Uhr können sich alle Interessierte im Evangelischen Gemeindehaus, Florastraße 119, ihre Fragen rund um das Ehrenamt für den häuslichen Entlastungsdienst beantworten lassen (ohne Voranmeldung). Wer ehrenamtlich für den Entlastungsdienst tätig werden möchte, kann sich zum zertifizierten Demenzbegleiter schulen lassen. Die Teilnehme an der Qualifizierung ist kostenfrei und umfasst insgesamt 40 Stunden. Termine: 2. + 3. Mai, 6. + 7. Juni, 27. + 28. Juni. Interessierte wenden sich an Elke Lüning-Mackschin: Ev. Gemeindehaus an der Florastraße 119, 45888 Gelsenkirchen. Telefon: 0209/21534.

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