Dreidimensionales Erlebnis

Die Evangelischen Kliniken zeigen Europas größtes Darmmodell

Anschaulich: Auf 20 Metern Länge vermittelt das Modell viel Wissenswertes und Interessantes zum ‚Hochleistungsorgan’ Darm. Außerdem werden die Entwicklungsstadien der Vorstufen von Darmkrebs gezeigt. FOTO: HANNES MAGERSTAEDT, FELIX BURDA STIFTUNG

Anschaulich: Auf 20 Metern Länge vermittelt das Modell viel Wissenswertes und Interessantes zum ‚Hochleistungsorgan’ Darm. Außerdem werden die Entwicklungsstadien der Vorstufen von Darmkrebs gezeigt. FOTO: HANNES MAGERSTAEDT, FELIX BURDA STIFTUNG

GELSENKIRCHEN – Verdauungsprobleme wie  Durchfall, Verstopfungen oder gar Blähungen sind unangenehm. Keiner redet gerne über das Thema. Und das, obwohl oft auch eine ernsthafte Krankheit dahinter stecken kann. Bei Gelsenkirchener Gesundheits-Wochenende der Evangelischen Kliniken am 10. und 11. November gibt es nicht nur umfassende Informationen zum Thema Darm. Das Darmzentrum Gelsenkirchen präsentiert seinen Patienten und Gästen an der Munkelstraße 27 „Europas größtes Darmmodell“.

Das 20 Meter lange Modell der Felix Burda Stiftung vermittelt fundiertes Wissen über den menschlichen Darm und die Entstehung von Darmkrebs – dreidimensional erlebbar. Das Modell ist mit 20 Metern Länge, 2,80 Metern Höhe und 3,50 Metern Breite das größte Darmmodell Europas. In vier Abschnitten lassen sich gesunder Darm, die Entwicklung von Vorstufen zu Darmkrebs und chronisch entzündliche Darmerkrankungen abschreiten. Dabei schlüpfen die Besucher in die Rolle eines Endoskops und begeben sich auf die Reise durch den menschlichen Darm – praktisch zum Anfassen für Groß und Klein. Ergänzend dazu gibt es Informationstafeln, Grafiken und Symbole, die selbsterklärend durch die Ausstellung begleiten.

„Wir wollen für eine frühe Vorsorge sensibilisieren“, betont Chefarzt Dr. Hubertus St. Nottberg, leitender Arzt des Darmzentrums Gelsenkirchen. „Wenn Darmkrebs in einem Frühstadium erkennt wird, ist dieser zu fast 95 Prozent heilbar.“ Dabei ist die Vorsorge das A und O. Ab 55 Jahren bezahlen die Krankenkassen die notwendige Darmspiegelung. „Leider wird das sehr wenig in Anspruch genommen“, sagt der Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen. „Angst und Schamgefühl sind Bremsblöcke.“ Manche Patienten haben vor 20 Jahren vielleicht auch schon mal schlechte Erfahrungen gemacht. Doch die Zeiten haben sich geändert: „Nach einer Vorsorge-Untersuchung, bei der man nicht feststellen konnte, hat man gut zehn Jahre Ruhe“, weiß der Mediziner. „Darmkrebs ist nicht spürbar. Nur Blut im Stuhlgang oder eine Veränderung des Stuhlverhaltens deuten auf eine Erkrankung hin.“

Eine Darmspiegelung dauert an sich etwa 15 Minuten. Einen Tag vorher wird man über die Prozedur aufgeklärt und trinkt zwei Liter zur Darmreinigung. „Das war es auch schon“, weiß Case-Managerin Bettina Neuermann aus eigenen Erfahrungen.

Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt bei der Diagnostik und Therapie der mechanischen Darmentleerungsstörungen und der teilweise mitbetroffenen Inkontinenz. „Das betrifft vor allem Frauen“, wissen die Experten. Ein so genanntes Darm-Lifting kann hier beispielsweise Abhilfe schaffen.

 

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Jährlich erkranken rund 65 000 Menschen an Darmkrebs und über 25 000 Menschen sterben an den Folgen. Dabei ist Darmkrebs die einzige Krebserkrankung, die sich durch Vorsorge nahezu vollständig verhindern oder in einem so frühen Stadium entdecken lässt, dass der Krebs heilbar ist. Bei keiner anderen Krebsart bietet die Früherkennung derart große Chancen.

Bislang liegt aber die Quote der frühzeitig erkannten Tumore in Gelsenkirchen bei nur 15 Prozent. Deshalb appelliert Chefarzt Dr. med. Hubertus Nottberg, der das Darmzentrum Gelsenkirchen leitet, regelmäßig den Hausarzt zur Vorsorgeuntersuchung aufzusuchen.

Das Darmzentrum Gelsenkirchen ist interdisziplinär aufgebaut und bietet diagnostische und therapeutische Kompetenzen unter einem Dach. Es umfasst eine Reihe von stationären und ambulanten Leistungserbringern und schließt daher eine enge Kooperation mit den Praxisärzten ein.

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