Dienstgemeinschaft erlebt

Pastoralkolleg auf Norderney: 16 Pfarrerinnen und Pfarrer arbeiteten fünf Tage zusammen

Vor ihrer Herberge auf Zeit: (von links): Klaus Bombosch, Rüdiger Höcker, Heidi Blessenohl, Michael Schönberg, Peter Michael Fischer, Peter Spelsberg, Katharina Blätgen, Bernd Naumann, Monika Vogt, Hagen Schillig, Ute Riegas-Chaikowski, Ulrich Brockhoff-Ferda, Ernst Udo Metz, Kirsten Sowa, Christian Meier, Andrea Neß. FOTO: MICHAEL SCHÖNBERG

GELSENKIRCHEN/NORDERNEY – Welche Erwartungen begegnen uns? Was wollen wir unbedingt tun – und was müssten wir eigentlich lassen? Beim Pastoralkolleg des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid standen Fragen und Antworten rund um das Pfarrbild im Mittelpunkt. Erstmals in der Geschichte des Kirchenkreises gab es eine mehrtägige Tagung für die Pfarrerinnen und Pfarrer und damit die Möglichkeit, sich intensiv zu einem Thema auszutauschen.

Das Treffen fand vom 18. bis 22. Januar im „Haus am Westrand“ auf Norderney statt. Es gehört dem Evangelischen Kirchenkreis Hattingen-Witten und wird von vielen Kirchenkreisen oft und gerne für Tagungen und Freizeiten genutzt. Nach der morgendlichen Bibelarbeit gingen die Amtsgeschwister in Kleingruppen am Meer spazieren, um das Gehörte gemeinsam zu vertiefen. Zwar war es die bisher kälteste Woche des Winters, aber fast immer schien am Vormittag die Sonne. Nachmittags und abends gab es jeweils eine mehrstündige Arbeitseinheit. Impulse kamen von Referenten aus dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD zu den Themen „Kirche in der Stadt“ und „Pastoraltheologie“.

Ganz praktisch diskutierten die 16 Teilnehmenden am letzten Abend darüber, wie Vertretungen untereinander organisiert werden können. Wirklich schwierig wird das inzwischen im Blick auf Beerdigungen. Viele Pfarrstellen wurden in den letzten Jahren gestrichen, doch die Zahl der Beerdigungen steigt. Nicht selten muss ein einzelner Pfarrer in einer Woche sechs Trauerfeiern vorbereiten und halten. Das lässt sich oft rein terminlich nicht realisieren, wenn Angehörige nur abends besucht werden können oder die verschiedenen Friedhöfe nur zeitgleiche Termine frei haben.

Superintendent Rüdiger Höcker hat es ausgerechnet: Die Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis sind im Durchschnitt 54,2 Jahre alt. Richtig eng wird es mit der Versorgung der Gemeinden, wenn längere Ausfallzeiten durch Krankheit aufgefangen werden müssen. In vielen Betrieben werden dafür Stellen vorgehalten – doch die Evangelische Kirche von Westfalen tut das nicht und geht in ihrem Personalbericht nach wie vor von einer guten Versorgungslage aus.
Im Rückblick beim abschließenden Abendmahlsgottesdienst traf das erste Pastoralkolleg in dieser Form auf große Zustimmung: „Ich würde jederzeit wieder mitmachen.“ – „Das war wichtig und richtig.“ – „Wir brauchen das, um uns als Dienstgemeinschaft zu erleben.“ ­„Schade, dass nicht noch mehr mitgekommen sind.“
Im Alltag des Kirchenkreises finden Pfarrkonferenzen etwa viermal im Jahr statt und dauern jeweils rund zwei Stunden.

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