Die Markuskirche wird zur Wohnkirche

Mit Bergfest und Begehung der Baustelle wurde der fertige Rohbau gefeiert

Tag der offenen Baustelle: Neugierige Gemeindeglieder und Interessenten konnten den fertigen Rohbau inspizieren.

Ab April 2017 kann in den barrierefreien Wohnungen der umgebauten Markuskirche gewohnt werden. FOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Der Umbau auf dem Grundstück an den Straßen „Am Schlagbaum“ und „Biele“ in Hassel nimmt nicht nur Formen an – schon ganz deutlich ist zu erkennen, wie in der ehemaligen Markuskirche ab April kommenden Jahres gewohnt werden kann. Der Rohbau ist abgeschlossen und die Trinitatis-Kirchengemeinde Buer hat zum Bergfest eingeladen. Interessierte machten sich selbst ein Bild davon, wie sich das Team des Bochumer Büros „zwo+architekten“ das Wohnen in einem Kirchengebäude vorstellen.

Ein Ja-Wort zum Stadtteil

Dabei wurde auf die Architektur des Gebäudeensembles bestehend aus Kirche, Gemeindehaus, Turm und Kindergarten und seine Bedeutung Rücksicht genommen: Im Juli 2004 wurde es als Baudenkmal in die Liste der Stadt Gelsenkirchen aufgenommen. Dass der Kirchencharakter des neuen Gebäudes und das unter Denkmalschutz stehende Markusfenster erhalten bleiben, war der Kirchengemeinde wichtig. „Das ist ein Ja-Wort zu dem Stadtteil und der Gemeinde in Hassel-Süd!“ bekräftigte Pfarrer Klaus Venjakob die Entscheidung, die entwidmete Kirche und die leerstehenden Räume oberhalb des jetzigen Gemeindesaals in das Bauvorhaben zu integrieren und als Wohnraum bereitzustellen.

Das Kirchenportal an der Ostfassade dient als gemeinsamer Haupteingang des Gebäudes. In den – typisch für die Kirchenbaukunst der Nachkriegszeit – schlicht und klar gestalteten Kircheninnenraum wurden drei Etagen einzuziehen. Venjakob erinnerte an die Herausforderungen, die der Bau mit sich führte: „Der vorhandene Kirchenboden hatte noch nicht die nötige Tragfähigkeit, um drei Stockwerke einzubauen. Vor dem Gießen der Bodenplatte mussten Betonpfeiler sechs Meter tief eingesetzt werden – natürlich nicht ohne zuvor den Kampfmittelräumdienst prüfen zu lassen, ob die Kirche nicht auf einem alten Minenfeld steht.“

Barrierefreies Wohnen im Kirchenschiff

Jetzt fügen sich die neuen Elemente und die Ursprungsbauten zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen, das die Tiefe und Höhe des Kirchenschiffes noch erleben lässt. Auf den drei neuen Ebenen sind neun der insgesamt zehn Wohnungen sowie das Treppenhaus mit Aufzug untergebracht. Im ersten Obergeschoss des Anbaus, oberhalb des Gemeindesaals, befindet sich eine weitere Wohnung. Sie sind alle barrierefrei zugänglich, einige werden sogar rollstuhlgerecht ausgeführt. Neu sind die Balkone und die bodentiefen Fenster, sie machen die Wohnungen hell und freundlich. Sie sind zwischen 43m² und 114 m² groß – so kommen sie auch für Familien in Frage. Wer seine Besucher unterbringen möchte, aber nicht genug Platz hat, kann auf das zusätzliche Gästeappartement ausweichen.

Während andernorts entwidmete Kirchen abgerissen werden, freut sich die Trinitatis-Kirchengemeinde, dass sie dieses Bauprojekt umgesetzt hat. „Wir haben ganz neue Erfahrungen gesammelt, was es bedeutet, in ein bestehendes Kirchengebäude Wohnungen einzubauen“, merkt Venjakob an. Er ist guter Dinge, dass im April 2017 Einweihung gefeiert werden kann: „Wir hatten bis jetzt keine bösen Überraschungen und haben als ‚Bauherr’ ein gutes Gefühl. Wir sind jetzt schon über den Berg!“

Interessenten wenden sich an die Liegenschaftsabteilung im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid: Telefon 0209/1798-321. Alle Wohnungen wurden unter den Anforderungen der sozialen Wohnraumförderung gebaut. Daher werden die Wohnungen nur an Personen vermietet, die einen Wohnberechtigungsschein vorlegen können.

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