Das Rating bekämen die Menschen zu spüren

Die Kreissynode tagte in Rotthausen

Eine neue Sitzordnung machte den Blick auf die Beschlüsse leichter: Die Synode des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid tagte im Evangelischen Gemeindehaus Rotthausen. FOTO: CORNELIA FISCHER

Eine neue Sitzordnung machte den Blick auf die Beschlüsse leichter: Die Synode des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid tagte im Evangelischen Gemeindehaus Rotthausen. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Auch in den nächsten Jahren wird es in Gelsenkirchen und Wattenscheid je 2.750 Gemeindemitgliedern eine Pfarrstelle geben. Das hat die Kreissynode, das „Kirchenparlament“ für die Evangelische Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid, am Montag (14.6.) beschlossen. Damit rückte sie von ihrem Beschluss aus dem Jahr 2005 ab. Damals war der Pfarrstellenschlüssel nach finanziellen Kriterien festgelegt worden. Die Kosten für die Pfarrstellen sollten unter 34 Prozent der Kirchensteuereinnahmen bleiben. Doch die Kirchensteuern gehen noch schneller als erwartet zurück. Entsprechend steigt der Anteil für die Pfarrbesoldung nun auf knapp über 37 Prozent (37,04). Doch einen weiteren Verlust an Pfarrstellen wird es nach dem Willen der Synode nur dann geben, wenn die Anzahl der Gemeindemitglieder unter die Schlüsselzahl von 2.750 fällt.Derzeit arbeiten im Kirchenkreis 78 Pfarrerinnen und Pfarrer, davon 41 in den Gemeinden, 16 an Schulen und Berufskollegs (refinanziert), 12 in den kreiskirchlichen Diensten, 7 an den Krankenhäusern. Dazu kommen die beiden Pfarrstellen für die Diakonie und das Amt des Superintendenten.Durch das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gerät die kirchliche Haushaltslage immer weiter unter Druck. Eigentlich sollte der Anteil der freien Träger mit der Einführung des KiBiz von damals 20 auf jetzt 12 Prozent fallen. Doch die Rahmenbedingungen von KiBiz bewirken, dass die 12 Prozent in absoluten Zahlen höher sind als die 20 Prozent unter der alten Gesetzgebung. Im Kindergartenjahr 2010/2011 wird der Trägeranteil der Evangelischen Kindergartengemeinschaft (20 Kindergärten in GE, 6 in WAT) 1.167.900 Euro (900.587 Euro in GE, 267.313 Euro in WAT) betragen. „Für dieses Kindergartenjahr steht der Haushalt“, sagte Superintendent Rüdiger Höcker der Synode. „Und wir stehen zu unserer Verantwortung.“ Aber der weiterhin steigende Trägeranteil kann mit sinkendem Kirchensteueraufkommen nicht mehr verkraftet werden. Die Kreissynode erteilte dem Superintendenten ein klares Votum, jetzt in Verhandlungen mit den Kommunen zu gehen. Ein Jahr stehe zur Verfügung, um auszuhandeln, wie es weiter gehen soll.Einstimmig hat die Kreissynode einen Beschluss zur sozialen Gerechtigkeit verabschiedet. Darin spricht sie sich gegen Sparmaßnahmen zu Lasten der ärmeren Bevölkerung aus und stellt sich auf die Seite der Kommunen, denen letztlich die Aufgabe zufällt, die Lebensbedingungen der Menschen zu gestalten. Insbesondere richtet sich der Beschluss gegen das so genannte „Rating“ der Kommunen. „Es wird dazu führen, dass es für Städte wie Gelsenkirchen und Bochum noch schwerer wird  - und das wiederum werden die Menschen in unseren Städten zu spüren bekommen“, sagte Industrie- und Sozialpfarrer Dieter Heisig in der Einbringung dieses Beschlusses.

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