Das Fundament ist die Menschenfreundlichkeit Gottes

Die Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte feierte ihren 50. Geburtstag

Heidi Wiesner (links) und Brigitte Bogler leiten die Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte gemeinsam und begrüßten die zahlreichen Gäste zum Festgottesdienst in der Friedenskirche.

Heidi Wiesner (links) und Brigitte Bogler leiten die Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte gemeinsam und begrüßten die zahlreichen Gäste zum Festgottesdienst in der Friedenskirche.

Ein freudiges Wiedersehen gab es mit der langjährigen Leiterin Ulla Dierschke, hier im Gespräch mit Heinz Hüser.

Ein freudiges Wiedersehen gab es mit der langjährigen Leiterin Ulla Dierschke, hier im Gespräch mit Heinz Hüser.

Während des Buffets nach den Grußworten konnten die guten Wünsche zum Geburtstag an einer Pinnwand nachgelesen werden: „Mut zur Unangepasstheit“ lautete einer von ihnen. FOTOS: KATHARINA BLÄTGEN

Während des Buffets nach den Grußworten konnten die guten Wünsche zum Geburtstag an einer Pinnwand nachgelesen werden: „Mut zur Unangepasstheit“ lautete einer von ihnen. FOTOS: KATHARINA BLÄTGEN

GELSENKIRCHEN – „Ja, Gott weiß, was in Familien los ist, und unsere Familienbildung weiß es auch.“ Das sagte Rüdiger Höcker in seinem Grußwort zum Jubiläum der Familienbildung im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Der Superintendent spielte damit auf das Motto an, unter dem die Jubiläumsfeier stand: „50 Jahre Familienbildung – Hier findet Gott weiß was statt“.

Das Familienbild habe sich in diesen 50 Jahren radikal verändert, so Höcker. Familien in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu stärken und ihnen Mut zum Leben zu machen, dieser wichtigen Aufgabe stelle sich „das kompetente, breit aufgestellte Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ jeden Tag.

Bereits im Festgottesdienst vor dem Empfang am 25. April in der Friedenskirche Schalke gab es informative Kurzinterviews zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Arbeit. Heinz Hüser vom Kreissynodalvorstand befragte Elisabeth Arnold, die bereits seit über 30 Jahren PEKiP-Kurse gibt, zu den Anfängen dieser Arbeit. Ursula Dierschke, Leiterin der Familienbildungsstätte von 1989 bis 1999, erzählte, wie es dazu kam, dass ihre Einrichtung sich den Namen Elisabeth Käsemanns gab. „Das hat sich auch auf die konkrete Arbeit ausgewirkt“, sagte sie. „Elisabeth Käsemann hat uns den Blick geschärft für das soziale und politische Engagement in der Familienbildung.“ Den Generationenwechsel nahm Hüser im Gespräch mit Astrid Barczewski in den Blick. Die 32-Jährige gehört seit einem Jahr im Team der Hauptamtlichen und berichtete von der engen Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und Familienzentren. „Sie ‚buchen‘ ganze Kurse oder tragen Themenwünsche an uns heran, zu denen wir dann maßgeschneiderte Kurse entwickeln.“

Die Fürbitten wurden von der Gemeinde gestaltet. Jede und jeder schrieb auf einen Zettel, was er oder sie der Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte zum 50. Geburtstag wünscht. Diese Zettel wurden in einem Korb vor dem Altar gesammelt und teilweise laut vorgelesen.

„Sie bekommen jetzt Familienbildung in kleinen Portionen“, sagte Kabarettistin und Sängerin Julia Hagemann. Auf den Geburtstagsempfang stimmte sie ein mit dem Klassiker „Das bisschen Haushalt (sagt mein Mann)“. Über „Heinz-Herbert, bring jetzt endlich mal den Müll raus“ und Moritate von Rotkäppchen und Rumpelstilz (gemeinsam mit Kreiskantor Andreas Fröhling in vielen Hauptrollen) reichten ihre humoristischen Lektionen bis zur Ermunterung „Seien Sie doch heute mal genial“. Das Publikum bekam viel zu lachen und bedankte sich mit begeistertem Beifall.

Stadtrat Dr. Manfred Beck richtete die Grüße von Oberbürgermeister Frank Baranowski aus. „Er wäre sehr gerne selbst gekommen, musste aber heute zur Hauptversammlung des Deutschen Städtetages.“ Mit den Ergebnissen der Pisa-Studie sei die Familienbildung noch einmal ganz neu wichtig geworden. Die Stadt Gelsenkirchen tue viel, um Kindern den Weg in die Gesellschaft zu ebnen. Beck dankte der Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte für die gute Zusammenarbeit auf diesem Weg.

„Evangelische Familienbildung hat ein Fundament, und das ist die Menschenfreundlichkeit Gottes“, sagte Pfarrer Dr. Hans-Udo Schneider. Er gratulierte für das Evangelische Familienbildungswerk Westfalen-Lippe. Es sei gar nicht so häufig, dass eine Familienbildungsstätte mit einem politischen Anspruch auftrete. Darin zeichne sich die Gelsenkirchener Einrichtung in besonderer Weise aus.

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