Alles Gute kommt von oben

Drei Gemeinden feierten gemeinsam einen Taufgottesdienst

Die kleine Sarah, eines der Taufkinder aus Schalke, machte sich in der vollbesetzten Altstadtkirche auf einen großen Erkundungsgang. FOTO: CORNELIA FISCHER

Die kleine Sarah, eines der Taufkinder aus Schalke, machte sich in der vollbesetzten Altstadtkirche auf einen großen Erkundungsgang. FOTO: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN – Gleichzeitig an drei Becken haben sie getauft – nicht um die Wette, sondern in schöner Harmonie: die Pfarrer Rolf Neuhaus und Peter Gräwe sowie Wolf-Reiner Borkowski. 15 (in Worten: fünfzehn) Kinder waren am Fest der Himmelfahrt Christi mit ihren Familien zur Taufe in die Altstadtkirche gekommen: drei aus der Kirchengemeinde Rotthausen, vier aus der Altstadt und acht aus Schalke.

Eigentlich sollte dieser Gottesdienst im Stadtgarten stattfinden. Am Musikpavillon feiern die drei Kirchengemeinden im Kooperationsraum Südost bereits seit einigen Jahren gemeinsam das Himmelfahrtsfest. Doch trotz des wieder schönen Wetters: Neun Grad Morgentemperatur, „das war für die Säuglinge einfach zu kalt“, befand Pfarrer Gräwe. So zog man kurz entschlossen um in die Altstadtkirche – und die erlebte ein fröhliches Fest mit mindestens so vielen Menschen wie an Weihnachten. „Es war für uns alle einfach beglückend, sich in dieser Menge zu erleben, als Teil einer Bewegung, bei der viele mitmachen“, berichtete Pfarrer Neuhaus.

Neben den Täuflingen gab es in diesem Gottesdienst weitere Hauptakteure. Alle Kinder konnten sich bereits beim Eintreffen kreativ betätigen. Die einen beschrifteten vorbereitete Papierflieger mit einfachen Segenswünschen. Die anderen falteten erst einmal selbst wahlweise ein eher schlichtes oder ein anspruchsvolleres Flugmodell und versahen es mit ihrem persönlichen Segenswunsch. Mitten in der Predigt hieß es dann im Blick auf die Himmelfahrt Christi und die Symbolhandlung der Taufe: Alles Gute kommt von oben! Auf dieses Stichwort sausten die Kinder auf die Emporen und ließen von dort aus ihre Flieger auf die Gemeinde hinunter segeln. Ihre Segenswünsche kamen ganz sanft bei den Erwachsenen an.

Nach dem Gottesdienst ging das Fest im Altstadt-Gemeindehaus weiter. Auf allen drei Etagen durfte gefeiert, gespielt und getafelt werden. Die drei Kirchengemeinden sind dafür bereits ein eingespieltes Team: die Mitte sorgt für Kaffee und Kuchen, Rotthausen für die Grillwürstchen und Schalke für die kalten Getränke. „Die Familien haben dieses Beisammensein durchaus als ihre Feier verstanden“, so Neuhaus. „Zusammen mit dem Gottesdienst wurde das Ganze als gestaltetes Tauffest wahrgenommen.“ Gräwe freute sich über die Spenden am Ausgang. „Die genug haben, geben etwas ab, so dass auch die eine schöne Tauffeier haben, die sich das selbst nicht leisten könnten.“

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