"...wo es keine Hoffnung gab"

Aus dem Bericht von Aikande Barnabas (18) am 16. Juni 2019 in der Altstadtkirche Gelsenkirchen:

„In Tansania sind die meisten Waisen Opfer der Umstände wie Tod der Eltern oder gar Verstoß durch die Eltern. Das schafft eine Menge von – insbesondere weiblichen – Straßenkindern, weil sie im Vergleich zu den männlichen schwächer sind, und da es viele sind, können sie nicht alle von Familien adoptiert werden, auch aufgrund des Aberglaubens, dass sie verflucht sind und Unglück über die Familien bringen können.

In Afrika gibt es verschiedene Kulturen; die Mehrzahl dieser Kulturen gehören ihrer Geschichte nach zum Stamm der Bantu und haben darum viel gemeinsam. Manche neigen dazu, wegen der männlichen Dominanz Frauen und insbesondere Witwen zu unterdrücken, und diese Kulturen und Traditionen wirken sich auf die Witwen aus und lassen Waisenmädchen verletzlicher sein. In den meisten Fällen dürfen Witwen wegen der Dominanz des männlichen Geschlechts nichts von ihrem Ehemann erben, also werden sie allein gelassen mit ihren Kindern und müssen für sich selbst ums Überleben kämpfen, wenn ihr Ehemann stirbt. Wenn Ich meine eigene Erfahrung als Tochter einer Witwe als Beispiel nehme, habe ich erlebt, wie meine Mutter mich und meine schöne Schwester alleine aufzuziehen musste, nachdem sie mit den Verwandten meines Vaters in Streit geriet, weil sie keinen Sohn geboren hatte und weder sie noch wir etwas von ihrem Ehemann erben könnten, da wir weiblich seien. Aber durch die Gnade Gottes und euer mitfühlendes Herz haben wir überlebt und die Chance für eine Ausbildung bekommen.

Als eines dieser Opfer der oben genannten Umstände stehe ich nun vor Ihnen und sehe zurück, woher ich komme, und werde sprachlos. Wenn ich und meine Mitschülerinnen sehen, was die Kress-Stiftung unter der Vermittlung von eurem Kirchenkreis uns gebracht hat, werden wir tief berührt. Diese Stiftung hat uns Hoffnung gegeben, wo es keine Hoffnung gab, und gab uns Aussicht und Hoffnung auf eine hellere Zukunft. Nur Gott weiß, wo wir wären, wenn es diese Stiftung nicht gäbe. Einige von uns könnten auf der Straße sein, einige könnten wegen der Entbehrungen tot sein, einige könnten Prostituierte sein oder drogenabhängig. Diese mitfühlende Hand war eine große Entlastung für unsere Mütter. Ihr seid unsere eigenen Väter geworden, für einige spielt ihr die Rolle guter Eltern, die wir verloren haben.“

Mehr Infos über Aikande und die Kress-Stiftung gibt es [hier].

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