Ein starkes Stück Kirche (6)

„Wir ziehen alle an einem Strang, wenn wir wichtige Entscheidungen im Presbyterium treffen, wenn wir Neues entwickeln können und Altes dafür abgeben müssen!“

Heike Orlowski, Christus-Kirchengemeinde Buer (13.839 Mitglieder, 4 Kirchen, 3 Gemeindehäuser)

„Man bekommt plötzlich viel mehr Hintergründe mit, weiß auf einmal, wieso, weshalb, warum etwas geschieht in der Gemeinde. Das Bewusstsein, für die Gemeinde sprechen zu können, hier mitgestalten zu können, ist wirklich schön!“

Heike Orlowski ist seit 15 Jahren im Presbyterium aktiv, seit 2012 in der Christus-Kirchengemeinde Buer. Angefangen hat es mit dem Engagement im Kindergarten, später dann in der Schule im Elternrat. Als städtische Verwaltungsfachangestellte ist die fröhliche Mutter zweier Kinder beruflich gut ausgelastet. Doch als das jüngste Kind zur Schule kam, ergriff der damalige Pastor gleich die Gelegenheit und lud sie ein, in der Gemeindeleitung mitzuarbeiten.

„Ob bei der Kinderbibelwoche oder bei Veranstaltungen vom CVJM, ich hab schon immer gern in der Gemeinde mitgemacht.“ Doch nun saß sie plötzlich im Leitungsgremium, schon ein großer Schritt. „Ich hatte doch keine Ahnung, wie es da zugeht und was mich am Anfang etwas abgeschreckt hat,  war, dass man sich gleich für acht Jahre verpflichten sollte.  Mir wurde aber schnell versichert, dass ich keine Angst zu haben bräuchte, wenn ich merken sollte, dass das nicht meine Sache wäre, könnte ich auch wieder zurücktreten.“

Ist sie aber nicht! Stattdessen fühlt sich die 51-Jährige in der Gemeinde pudelwohl. Auch wenn es manchmal unangenehme Entscheidungen gibt, Kirchenschließungen etwa. Weil man dann ja auch über Daumen hoch oder Daumen runter entscheidet. „Das Schöne ist aber, man entscheidet ja nicht alleine, sondern es wird im Presbyterium  zusammen getragen und, da man die Hintergründe kennt, kann man es den anderen Gemeindegliedern auch besser erklären, warum solche unschönen Dinge dann  manchmal passieren müssen.“

Schwerpunkt ihrer Gemeindeaktivitäten war von Anbeginn an die Kinder- und Jugendarbeit. Doch auch für die Älteren macht sich Orlowski stark: „In der Großgemeinde hab ich das Demenzcafé mitgegründet, weil die demografische Entwicklung auch dahin geht. Ich motiviere auch immer Leute in meinem Freundeskreis, mitzumachen. Wenn Veranstaltungen sind, sind viele auch bereit, mitzuhelfen, wenn ich sie frage. Und wenn mich jemand fragt, hast Du am Wochenende Zeit und ich sage dann, nee, ich bin im Auftrag des Herrn unterwegs, dann fragen die schon mal nach und werden neugierig.“

Und was sagt sie dann, was daran Spaß macht im Presbyterium zu sein?  Die Antwort kommt schnell: „ Das Bewusstsein zu haben, dass man eben was mit gestaltet und was mit entscheidet. Das ist auch ein gutes Gefühl, wenn wir wichtige Entscheidungen im Presbyterium treffen, wenn wir Neues entwickeln können und Altes dafür auch mal abgeben müssen. Das tolle ist einfach, wir ziehen alle an einem Strang!“

Text und Foto: Frauke Haardt-Radzik

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