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Stadtumbau mit vereinten Kräften

Pfarrer Ulrich Brockhoff-Ferda arbeitet zur einen Hälfte am Gauß-Gymnasium in Gelsenkirchen. Mit der zweiten Hälfte seines Dienstumfanges ist er für die Gemeindeberatung des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid zuständig. Dafür hat der Kreissynodalvorstand Schwerpunkte vorgegeben.

1. Menschen, Stadt und Geld realistisch sehen

Ohne Moos nix los - dieser simplen Wahrheit mussten die deutschen Großkirchen 40 Jahre lang bis zum Fall der Ostblock-Mauern nicht ins Auge sehen. Inzwischen aber haben sich die Verhältnisse gründlich geändert. Das Geld reicht - jedenfalls in den Kernstädten des Ruhrgebiets - für die vorhandenen Kirchen-Strukturen vorne und hinten nicht, und zusätzlich sorgen die politisch gewollte Verarmung der Städte und der demografische Wandel für jede Menge Zündstoff im sozialen Miteinander. Der Wandel ist da und muss gestaltet werden - aber wie?

Ein wichtiger Schritt besteht darin, die Welt, wie sie ist, möglichst genau kennen zu lernen.

Gemeindeberatung
Kinder sind die Zukunft der Kirche. Die Gemeindeberatung gibt Auskunft über die Bevölkerungsentwicklung.
FOTO: CORNELIA FISCHER

Demografischer Wandel und Stadtumbau
Ulrich Brockhoff-Ferda stellt statistisches Material zusammen und bereitet es zweckdienlich auf, damit Gemeinden und Kirchenkreis besser verstehen können, wie ihre Mitgliedschaft zusammengesetzt ist und sich wahrscheinlich zukünftig entwickelt.

Ein besonderes Interesse gilt hierbei der Altersverteilung, den evangelischen Mitgliedern in Familien und Lebensgemeinschaften, den potentiellen Kirchensteuerzahlern, dem Anteil Evangelischer an der Gesamtbevölkerung und ihrer kleinräumigen Wohnverteilung, der Zuordnung von kirchlichen Gebäuden und Nahverkehrsangeboten zu ausgewählten Bevölkerungsgruppen, den gemeindlichen Grenzverläufen.

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts arbeitet er eng mit der Abteilung Strukturentwicklung der Stadt Gelsenkirchen zusammen. Stadt und Kirche sind der Auffassung, dass der langwierige Prozess des Stadtumbaus nur mit vereinten Kräften gelingen kann. Beide beziehen sich auf menschliches Miteinander und können einander wertvolle Hilfestellungen leisten. Diese Form der Zusammenarbeit ist in NRW einzigartig und soll, wenn möglich, für den Bereich Wattenscheid auch auf die Stadt Bochum ausgedehnt werden.

Ulrich Brockhoff-Ferda sichtet und bündelt die vorhandenen Informationen über Wohnquartiere, Stadtteilerneuerungsprogramme und Stadtentwicklung allgemein.           

Haushaltssicherung
Ulrich Brockhoff-Ferda unterstützt Gemeinden, die ihre Ausgaben nicht mehr decken können und deshalb ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen müssen, im Hinblick auf eine praktikable Nutzung des landeskirchlichen Regelwerks.

Nicht jeder Kirchenvorstand hat Lust oder Zeit, sich stundenlang mit Zahlen und der speziellen Haushaltssystematik auseinanderzusetzen. Aber spätestens, wenn es ans Sparen geht, muss jemand genau rechnen und die einschlägigen Zusammenhänge verstehen.

Die Gemeindeberatung kann die mit Einsparungen verbundenen Probleme nicht lösen, aber dazu beitragen, dass die Entscheidungen auf gesicherter Datenbasis erfolgen. Und das ist nicht wenig!   

2. Den evangelischen Glauben vor Ort stärken

Missionarische Dienste
Ulrich Brockhoff-Ferda wertet Projektideen vor allem aus dem Amt für missionarische Dienste der Landeskirche aus und fördert beispielhafte Umsetzungen im Kirchenkreis.

Ihm liegt daran, dass die religiöse Sprachfähigkeit der eigenen Gemeindeglieder wächst. „In Deutschland kann man kann über alles reden - nur nicht über den Glauben“, sagt er. „Das ist ein deprimierender Befund, einer evangelischen Kirche unwürdig und für das Gespräch mit anderen Religionen fatal. Wenn nur die Pfarrer/innen vom Glauben erzählen können (wollen), hat evangelischer Glaube keine Zukunft.“ Deshalb setzt er sich ein für den Ausbau eines Glaubensunterrichts für Erwachsene.

Dass Kinder evangelischer Männer und Frauen spät oder gar nicht getauft werden, liegt oft an Unsicherheit, Unkenntnis oder auch materieller Not im Hinblick auf eine Familienfeier. Ulrich Brockhoff-Ferda arbeitet daran, dass vorhandene Hürden überwunden und Hilfestellungen durch die Kirche erbracht werden: „Gewiss muss auch das landeskirchliche Projekt "Mit Kindern neu anfangen" im Kirchenkreis Fuß fassen.“

Gemeindekonzeptionen
Ulrich Brockhoff-Ferda hilft den Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis dabei, die von der Landeskirche beschlossene Konzeptentwicklung zum erfolgreichen Abschluss zu bringen und regelmäßig zu aktualisieren.

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