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Netzwerke knüpfen für das Leben im Alter

Zuzanna Hanussek mit dem Entlastungsdienst der Bulmker Kirchengemeinde. FOTO: PRIVAT

„Ab 45 wird das Leben richtig spannend“, findet Zuzanna Hanussek. Sie widmet sich dieser Altersgruppe mit Leidenschaft. Sie hilft den Kirchengemeinden dabei, die Menschen über 45 anzusprechen und ihnen in der Kirchengemeinde eine soziale und eine religiöse Heimat zu bieten. „Viele Umfragen haben ergeben, dass Menschen über 45 Jahren ein großes Interesse an religiösen und spirituellen Themen haben“, berichtet sie. „Natürlich ist die Altersgruppe von 45 bis 90 Jahren überhaupt nicht einheitlich. Es gibt ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Was die Menschen brauchen und möchten, das müssen wir herausfinden. Wenn wir es wissen, können wir auf sie zugehen und sie dafür gewinnen, das gemeindliche Leben aktiv mit zu gestalten.“

Dafür lässt sich das Konzept des „community organizing“ in einer für die kirchengemeindliche Arbeit modifizierten Fassung anwenden. Es werden Gemeindeglieder bestimmter vorher festgelegter Altersgruppen (45+) und unterschiedlicher Milieus nach ihren kirchenrelevanten Anliegen befragt. Nach Auswertung lassen sich Bedarfe und Wünsche der Befragten ermitteln. In einem nächsten Schritt werden diejenigen, die ähnliche Bedürfnisse gegenüber ihrer Gemeinde formuliert haben, zu einem Treffen eingeladen. Sie lernen sich kennen. Sie kommen miteinander ins Gespräch. Sie sind womöglich Nachbarn und wünschen sich Kontakt zu Gleichgesinnten. Für den Rahmen und die Moderation der Gruppen sorgt zunächst die Gemeinde. Es ist ein Impuls für das selbständige Agieren der beteiligten Personen.

Gottesdienst
Im Gottesdienst mit hochbetagten Menschen wendet sich Zuzanna Hanussek jedem Einzelnen persönlich zu. FOTO: CORNELIA FISCHER
"Ruhe-Steine" auf den Hauptfriedhof in Buer. FOTO: PRIVAT

Weil Menschen einerseits altern und andererseits immer mehr in Umständen leben, die kein sicheres soziales Gefüge garantieren, lassen sie sich zudem durch verschiedene Formen der Freiwilligenarbeit ansprechen, um ein soziales Netz zu knüpfen.

Das Referat arbeitet an folgenden Projekten mit:

  • Häuslicher Entlastungsdienst für pflegende Angehörige geistig veränderter Menschen
  • Bestattungen "Unbedacht verstorbener Menschen": jeden ersten und dritten Dienstag im Monat um 12 Uhr auf dem Hauptfriedhof Buer
  • Trauergottesdienste für "Unbedacht verstorbene Menschen"
  • "Mobiles Kaffeekränzchen" für Menschen 60+; Termine monatlich
  • Besondere Gottesdienste für Menschen mit geistigen Veränderungen sowohl öffentlich als auch in Altenpflegeheimen
  • Ausbildung "kultursensible Altenpflege" bei der AWO
  • Selbsthilfegruppen pflegender Angehöriger
  • Aufbau eines Netzes „Gemeinsam älter werden“, das sich insbesondere an ältere Menschen mit Migrationshintergrund  richtet.
  • Planung einer Kampagne „Buntes Gelsenkirchen“, die zum Ziel hat, über die Unterschiedlichkeit von geistiger Veränderung (Demenz) zu informieren.
  • Errichtung eines Gedächtniszentrums an den Evangelischen Kliniken
  • Café für geistig veränderte Menschen und ihre Angehörigen in der Christus-Kirchengemeinde Buer.

Die Arbeit des Referates Altern im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid erfordert die Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Trägern und Organisationen, die sich gleichfalls mit der Situation alternder und alter Menschen befassen.

Das Referat ist beteiligt an der thematischen Ausrichtung der kommunalen Senioren- und Pflegeberatungsstellen (Pflegestützpunkte), namens Info-Center.

In Zusammenarbeit mit Caritas und AWO wird an einer umfassenden Versorgung von Menschen mit geistigen Veränderungen und ihren Angehörigen gearbeitet. Dies schließt die große Gruppe der alternden Menschen mit Migrationshintergrund ein.

Eine weitere Kooperation mit der Caritas zielt darauf ab, die „Welt der geistigen Veränderung“ verschiedenen öffentlichkeitsrelevanten Repräsentanten nahe zu bringen (Polizei, Feuerwehr, Parteien, Vereine/Schalke-Fan-Clubs).

Im Projekt 'Nachbarn helfen Nachbarn' (NhN) des Referates Altern gab es eine Vortragsveranstaltung „Roma unter uns – und doch ganz anders, Experten beantworten Publikumsfragen“. [Hier] geht es zur Webseite mit Fotos und Vorträgen.

Kontakt

Dr. Zuzanna Hanussek
Kreiskirchenamt
Pastoratstraße 10
45879 Gelsenkirchen
Telefon 0209-1798-451
E-Mail: Zuzanna.Hanussek@kk-ekvw.de

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