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1. Wer wird um eine regelmäßige Kirchgeldspende gebeten, und warum?

Evangelische Kirchengemeinden im Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid beginnen in 2011, ihre Gemeindeglieder ab 58 Jahren und älter um eine Kirchgeldspende zu bitten. Man geht davon aus, dass viele Altersbezüge erhalen und daher keine Kirchensteuern mehr bezahlen. Gleichzeitig sind diesen Menschen kirchliche Angebote wichtig. Auch ist in der Kirchenordnung Art. 17, Abs.2 festgelegt, "... dass alle Gemeindeglieder entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit - durch freiwillige Opfer und pflichtgemäße Abgaben - den Dienst der Gemeinde mittragen". Nun werden ältere Gemeindeglieder um dieses "freiwillige Opfer" in Form der Kirchgeldspende gebeten. - Dies fördert auch die Beitragsgerechtigkeit unter den Kirchenmitgliedern.

2. Warum startet die Aktion Kirchgeldspende gerade jetzt?

Der Evangelische Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid kämpft seit Jahren mit sinkenden Einnahmen. Die Gründe sind vielschichtig und betreffen letztlich die ganze Gesellschaft: In NRW sinken die Bevölkerungszahlen. Geburtenrückgang und Abwanderung sind die Hauptgründe, in Gelsenkirchen sanken die Einwohnerzahlen in 2010 um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Quelle: epd Nr. 2 2011). Die demografische Alterung wird in den nächsten 20 Jahren weiter zunehmen. In der Vergangenheit führten bereits ein geringes Wirtschaftswachstum, hohe Arbeitslosigkeit und schlechte Lohn-und Einkommenssteuerentwicklung zu deutlich niedrigeren Kirchensteuerbeiträgen.

Konsequenz: Derzeit bringen nur rund 30% der Kirchenmitglieder die gesamte Kirchensteuer auf.
Für viele Gemeinden wird die Finanzknappheit existenzbedrohend. Aus dieser Situation heraus haben sich bereits viele Gemeinden zu Großgemeinden zusammengeschlossen, viele Kirchen und Gemeindehäuser wurden bereits aufgegeben. Um nicht Kernaufgaben wie Verkündigung und Diakonie unzulässigerweise reduzieren oder aufgeben zu müssen, sind jetzt alle Kirchenmitglieder gefragt. Daher die Bitte: Helfen Sie mit! Damit Ihre evangelische Kirche weiter für die Menschen da sein kann.

3. Wie hoch soll meine Kirchgeldspende sein? Tabelle zur Selbsteinschätzung

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat für den Kirchenbeitrag 0,5 Prozent des verfügbaren Einkommens vorgeschlagen. Die Tabelle veranschaulicht diesen Richtwert. Die genannten Beträge stellen keine Verpflichtung dar. Sie mögen eine Hilfe zur Selbsteinschätzung sein.

Tabelle zur Kirchgeldspende
Monatl. Einkünfte*Beitrag monatlichBeitrag vierteljährlichBeitrag jährlich
 1.000 €5,00 €15,00 €60,00 €
bis 1.100 €5,50 €16,50 €66,00 €
bis 1.200 €6,00 €18,00 €72,00 €
bis 1.300 €6,50 €19,50 €78,00 €
bis 1.400 €7,00 €21,00 €84,00 €
bis 1.500 €7,50 €22,50 €90,00 €
bis 1.500 €8,00 €24,00 €96,00 €

* Die Spalte "Monatliche Einkünfte" bezieht sich auf das Einkommen einer Einzelperson, nicht auf das Gesamteinkommen einer Ehe- oder Lebensgemeinschaft.

Regelmäßige Kirchgeldspenden sind für eine verlässliche Planung äußerst hilfreich. Für einen regelmäßigen Beitrag können Sie unter den folgenden Möglichkeiten wählen:

1. Sie richten einen Dauerauftrag bei Ihrem Geldinstitut ein.
2. Sie erteilen dem Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid eine Einzugsermächtigung (siehe auch Antwort-Postkarte im Kirchgeldbrief).
3. Sie benutzen einmal jährlich den Überweisungsträger im Kirchgeldbrief.

VIELEN DANK für Ihre UNTERSTÜTZUNG!

4. Wohin geht meine Kirchgeldspende?

Die freiwillige Kirchgeldspende bleibt zu 100% bei der evangelischen Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid. Über 60% fließen der eigenen Kirchengemeinde zu. Mit einem kleineren Teil der Einnahmen wird die gesamte Arbeit im Kirchenkreis unterstützt, dabei werden jährlich besonders förderungsbedürftige Arbeitsbereiche ausgewählt.

5. Ich spende bereits für meine Gemeinde!

Dafür bedankt sich Ihre evangelische Kirche von Gelsenkirchen und Wattenscheid sehr herzlich! Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Spende auf den Tabellenbetrag anrechnen. Die direkte Spende für Ihre Kirchengemeinde und die Kirchgeldspende sind vom Grundatz her gleich. Für jegliches Spenden gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Mit regelmäßigen Kirchgeldspenden verhelfen Sie der Kirche zu mehr Planungssicherheit. Letztlich entscheiden Sie, wann und wofür Sie spenden!

6. Ich möchte weitere Auskünfte zur Kirchgeldspende!

Ansprechpartnerin für alle Fragen zur Kirchgeldspende ist Christiane Otte im Öffentlichkeitsreferat, Telefon 0209 - 17 98 443, E-Mail: Christiane.Otte@kk-ekvw.de

Ihr Gemeindebüro steht Ihnen ebenfalls für Auskünfte zur Verfügung. Zur Liste der Gemeindebüros und ihrer Kontaktdaten geht es [hier].

7. Bitten alle Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche von Westfalen ihre Mitglieder um eine Kirchgeldspende?

Ja und Nein. Die Evangelische Kirche von Westfalen hat sich gegen die Einführung von Pflichtbeiträgen für Nicht-Kirchensteuerpflichtige entschieden. Viele Kirchenkreise und Gemeinden der Evangelischen Kirche von Westfalen bitten insbesondere ältere Gemeindemitglieder regelmäßig um Spenden, um zum Beispiel bestimmte Angebote oder Gebäude renovieren oder erhalten zu können. Recklinghausen, Münster, Bielefeld, Witten und Siegen sind einige der Städte, in denen zum Teil schon seit Jahren regelmäßig um das freiwillige Kirchgeld gebeten wird.

8. Was macht die evangelische Kirche mit der Kirchensteuer?

Auf diese Frage gibt es keine einfache und kurze Antwort. Grundsätzlich kann jedes Gemeindeglied in der eigenen Gemeinde Einblick in den Finanzhaushalt verlangen.
Die Internetseite der Evangelischen Kirche von Westfalen bietet viele Informationen zur Verwendung der Kirchensteuer, siehe www.evangelisch-in-westfalen.de/wir-ueber-uns/k/kirchensteuer.html. Über eine Telefon-Hotline können Fragen direkt beantwortet werden. Die kostenlose Telefonnummer lautet: 0800-354 72 43, erreichbar Mo-Do 8 bis 16 Uhr und Fr 8 bis 12.30 Uhr.

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