Gemeinsam Nachdenken über ethische Fragen
In der Kirchengemeinde Bismarck trafen sich Gemeindeglieder aus allen Bezirken zu Workshops

Auch Spielen stiftet Gemeinschaft: Pfarrer Hans-Joachim Dohm (rechts) mit drei Brüdern beim Skat. FOTO: CORNELIA FISCHER
„Gemeinschaft leben“ – unter diesem Titel stand ein Gemeindetag Ende Januar in der Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Bismarck. Nach einem geistlichen Impuls in der Christuskirche gab es in den Gemeindehäusern Arche und am Grieseplatz Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es ging um traditionelle und moderne Kirchenmusik, um die kreative Umsetzung von biblischen Themen durch künstlerisches Gestalten oder Tanz, soziale Gerechtigkeit und Ökumene.
Neben haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Bismarcker Gemeinde beteiligten sich Ökumenepfarrerin Erika Bogatzki sowie Industrie- und Sozialpfarrer Dieter Heisig an dem Projekt. „Der Workshop von Dieter Heisig war besonders gut besucht“, berichtete Pfarrer Friedrich Stahlhut, der den Gemeindetag mit einem Team Ehrenamtlicher vorbereitet hatte. „Die Teilnehmenden diskutierten lebhaft über die Massenarbeitslosigkeit und begaben sich auf die Suche nach einer christlichen Antwort auf das Problem“, sagte Stahlhut.
„Es war unser Ziel, die Gemeindeglieder aus allen Bezirken zusammenzuführen“, so der 45-jährige Pfarrer. Mit etwa 150 Besucherinnen und Besuchern war er mehr als zufrieden. „Mit so viel Zuspruch hätten wir gar nicht gerechnet“, sagte er. Der Tag endete mit einem Gottesdienst in der Christuskirche, in dem einige Gruppen ihre Ergebnisse vorstellten. „Wir werden Anfang nächsten Jahres einen zweiten Gemeindetag in dieser Form anbieten“, kündigte Stahlhut an. „Nicht nur gemeinsam feiern, sondern auch gemeinsam nachdenken über gesellschaftliches Zusammenleben in Zeiten von Arbeitslosigkeit ist ein offensichtliches Bedürfnis unserer Gemeindeglieder.“ AR







