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Mehr als lüften und reinigen

source link In der Evangelischen Kita Sterntaler wird saniert

http://www.avesco.ch/informationen/suche/?CLICK-to-CAMS=www-livecam44-com Von: Katharina Blätgen | erstellt am: 18.03.2017

GELSENKIRCHEN – Es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, wie viel PCP in der Raumluft eines Kindergartens sein darf. Es gibt nur eine Richtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen. Und nach dieser Richtlinie ist eigentlich alles okay, auch in der Evangelischen Kita Sterntaler am Grieseplatz in Gelsenkirchen-Bismarck. Dort wurde im Dezember 2016 als höchster Wert 0, 17 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt.

Dieser Wert liegt nur knapp über dem Richtwert 1 ( = 0,1 Mikrogramm/m3), der nach der Richtlinie „auch bei lebenslanger Exposition“ unbedenklich ist. Und er liegt deutlich unter dem Richtwert 2 ( = 1 Mikrogramm/m3), der als bedenklich gilt. Bei allem, was zwischen diesen beiden Werten liegt, wird empfohlen, gründlich zu lüften und zu reinigen.

Der Evangelische Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid hat jetzt sehr viel weiter gehende Maßnahmen beschlossen, um die PCP-Belastung in der Kita zu senken – mindestens auf den Richtwert 1, möglichst darunter.

Anlass dafür ist eine ungewöhnliche Häufung von schweren Erkrankungen der Mitarbeiterinnen. Diese Erkrankungen sind ganz unterschiedlich, „doch unsere Mitarbeiterinnen ebenso wie die Eltern sind dadurch verunsichert – und wir sind es auch“, sagte Superintendent Heiner Montanus. Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die zweifelsfrei nachweisen, was PCP in welcher Konzentration im menschlichen Körper bewirkt. Man weiß es einfach nicht genau. Deswegen gibt es keine verbindlichen Grenzwerte, sondern nur Richtwerte mit Empfehlungscharakter.

„Kein Experte kann sagen, dass es am PCP liegt“, schilderte Montanus das Dilemma. „Aber es kann uns auch keiner garantieren, dass es dabei keinerlei Rolle spielt. Es handelt sich im Grunde um ein minimales Restrisiko. Das wollen wir ausräumen – um unserer Mitarbeiterinnen und um der Kinder willen.“

PCP steht für Pentachlorphenyl. Es war bis 1989 Bestandteil zahlreicher Holzschutzmittel. In der Kita Sterntaler (Baujahr 1978) wurden die zeltförmigen Dächer auf einem Holzgerüst errichtet. Die tragenden Balken wurden besonders intensiv behandelt. Die Holzpaneele an der Decke zwischen den Balken erhielten eine schwach PCP-haltige Lasur.

Jetzt stehen als Sofortmaßnahme Luftfilter in der Kita, die das PCP in der Raumluft binden. Nach den Erfahrungen der Firma, die das Schadstoffgutachten erstellt hat, können sie zügig eine Verbesserung erzielen. Die Geräte laufen rund um die Uhr. Sobald wie möglich wird der erste Raum saniert. Dazu wird er zunächst hermetisch von allen anderen Räumen abgetrennt. Die speziell geschulten Mitarbeiter betreten und verlassen den Raum nur durch die Außentür. Die tragenden Balken werden mit einem Sperrlack versehen, so dass kein PCP mehr austreten kann. Dann wird die ganze Decke nach unten luftdicht ‚eingepackt’ und mit Rigipsplatten abgehängt. „Danach wird die Raumluft erneut gemessen“, erklärte Pfarrerin Ute Riegas-Chaikowski (Vorsitzende des Fachausschusses Kindergartengemeinschaft). „Wenn die Werte stimmen, ist der nächste Raum an der Reihe.“

Im Kirchenkreis gibt es fünf weitere Kitas, die in der gleichen Zeit und auf ähnliche Weise gebaut wurden wie die Kita Sterntaler. Auch für sie ist eine gründliche Schadstoffuntersuchung in Auftrag gegeben. „Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden wir die Teams und die Eltern informieren – und tun, was getan werden muss“, so Superintendent Montanus.

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