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Ein Buch voller Glückssätze

Horster Kinder haben Spuren des Glücks in der Bibel entdeckt

Von: Maximilian Wiescher | erstellt am: 02.05.2017

Im Abschlussgottesdienst am Sonntag nach Ostern präsentierten die Kinder die Glücksspuren, die sie zusammen mit Detektiv Pfeife (Lukas Kidin, 2. v.r.) in der Bibel entdeckt hatten. FOTO: MAXIMILIAN WIESCHER

GELSENKIRCHEN – Detektiv Pfeife wollte eigentlich sein Glück in der Ferne suchen, also im Urlaub. Daraus wurde aber nichts, denn Geschichten aus der Bibel bringen ihn auf die Spur zum Glück. Zum Beispiel die von David und Nabal: David schützt regelmäßig Nabals Schafe vor Räubern, Nabal verweigert ihm aber den abgesprochenen Lohn. David plant, zusammen mit seinen Kollegen Nabals Dorf anzugreifen, um sich zu holen, was ihm zusteht. Nabals Frau Abigail bringt ihn von diesem Plan ab, damit er nicht genauso Schuld auf sich lädt wie Nabal. Die Spur zum Glück heißt also Frieden. So geschehen in der Kinderbibelwoche der Kirchengemeinde Horst.

Jeder der vier Tage begann für die etwa 20 Kinder und das Team in der Paul-Gerhardt-Kirche mit einer vorgespielten biblischen Geschichte. Jede entsprach einer Spur zum Glück: Ein reicher Bauer, der seinen Ernteüberschuss lieber in größere Gebäude investierte, statt den Armen etwas davon abzugeben, ist gestorben und hatte nichts von seinem Wohlstand. Die Spur zum Glück heißt also Freundschaft und Zusammenhalt. Eine andere heißt Gerechtigkeit, passend zu der Geschichte von der Witwe, die den uneinsichtigen Richter lange unermüdlich mit ihrem Anliegen bedrängen musste, bis sie zu ihrem Recht kam. Aus der Geschichte von dem Hauptmann von Kapernaum erfuhren die Kinder, dass Vertrauen eine Spur zum Glück ist. Die letzte Glücksspur ist der Frieden, bekannt aus der Geschichte von David und Nabal.

Nach dem gemeinsamen Tagesbeginn startete für die Kinder die Gruppenarbeit, in der sie die Geschichte gemeinsam nachvollzogen und kreativ vertieften. Im Laufe der Woche sammelten die Kinder ihre Antworten auf Fragen passend zu den Glücksspuren auf einem Plakat: Wem können wir vertrauen? Was ist gerecht? Was brauchen wir zum Leben? Wie können wir Frieden stiften? Glücks- und Vertrauensspiele und eine Fantasiereise zum Glück ergänzten die Gruppenarbeit. Das Team der Kinderbibelwoche bestand aus Pfarrer Michael Grimm und sieben Jugendlichen des Kindergottesdienst-Teams, die die zweite Hälfte ihrer Osterferien in die Arbeit mit den Kindern investierten.
Im Abschlussgottesdienst am Sonntag stellten die Kinder ihre Spuren zum Glück vor. Detektiv Pfeife ergänzte zu jeder Glücksspur einen „Glückssatz“ aus der Bibel – eine der Seligpreisungen aus der Bergpredigt, zum Beispiel: „Glücklich sind alle, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder sein.“ Die fünf Kinder aus der Kindertagesstätte „Bunte Welt“ präsentierten ihre „Glücksstadt“, die sie passend zum Thema aus Pappkartons gestaltet hatten.

Anschließend führte das Team noch eine weitere Geschichte auf, dieses Mal eine nichtbiblische: Ein christlicher Schüler kommt an eine römische Schule. Seine Mitschüler glauben nur an Jupiter, Herkules, Achilles und deren Götterkollegen. Sie halten es für Eselei, dass ihr neuer Mitschüler einen vermeintlichen Gottessohn anbetet, der wie ein Sklave am Kreuz hingerichtet wurde. Trotz aller Verärgerung hält er jedoch an seinem christlichen Glauben fest. Die fünfte und letzte Spur zum Glück heißt also Dazugehörigkeit. „Die Leute sind vernetzt, weil sie Freunde brauchen. Das ist Teil des Glücks“, meinte Lukas Kidin (16) alias Detektiv Pfeife, „aber man weiß nicht immer, auf welche seiner 948 Facebook-Freunde man sich wirklich verlassen kann“. Am Ende konnten alle Gottesdienstbesucher eigene Glückssätze auf Zetteln formulieren, die als Gebetskette vor dem Altarraum aufgehängt wurden. „Es gibt immer wieder neue Glücksspuren zu entdecken“, so Pfarrer Grimm.

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