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Das Lied meines Lebens

Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran…

Von: Frauke Haardt-Radzik | erstellt am: 10.01.2018

„Das Lied meines Lebens“ – viel Spaß am gemeinschaftlichen Singen und Erzählen hat diese Gruppe zusammen geschweißt.

Kantor Jens-Martin Ludwig und Altentherapeutin Halina Neimm (im Hintergrund) sind bei diesem Chor- und Erzählprojekt mit ganz viel Engagement dabei. PHOTOS: CORNELIA FISCHER

GELSENKIRCHEN - Immer wieder donnerstags kommen sie voller Erwartung und Vorfreude zusammen: 13 Frauen und ein Mann bilden einen großen Stuhlkreis, zücken schon mal die Gesangbücher und Texthefte – und dann beginnen sie nach und nach zu erzählen. „Was ist das Lied meines Lebens?“ Erst etwas zaghaft, dann immer offener beginnen sie, ihre Erinnerungen den anderen in der Runde mitzuteilen. „Weißt Du wieviel Sternlein stehen?“ Eine Teilnehmerin berichtet von ihren sehr persönlichen Erlebnissen und Gedanken, die sie mit diesem Lied verbindet.

Jens-Martin Ludwig, Kantor der Emmaus-Kirchengemeinde, Altentherapeutin Halina Niemm und Heidi Wiesner von der Evangelischen Erwachsenenbildung haben sich dieses einzigartige Chor- und Erzählprojekt ausgedacht. Dabei gehe es keineswegs darum, eine Hitparade alter Schlager zu erstellen, betonen die drei, sondern anhand der Lieder die Lebensgeschichten zum Klingen zu bringen.

Kantor Ludwig ist mit Leib und Seele dabei. Während eine Teilnehmerin noch erzählt, sucht der 45-Jährige schon geschäftig nach den passenden Noten und Texten und spielt am Klavier schon mal erste Akkorde. Dann hebt er die Hände zum Taktangeben und sofort erklingt es vielstimmig aus allen Kehlen.

„Man müsste nochmal 20 sein“ lautete der zweite Teil des Projekts. Die Chormitglieder, allesamt zwischen 60+ und 80+, schmettern das Lied gemeinsam – und stellen anschließend in der Erzählrunde einstimmig fest, dass sie das eigentlich gar nicht wollen, noch einmal so jung sein.  Was hat sich in ihrem Leben ereignet, als sie zwischen 15 und 25 Jahre alt waren? Was war wichtig, was hat sich verändert und welche Lieder haben sie in dieser Zeit begleitet?

„Diese neue Form von Gesprächen, Musik und gemeinsamem Singen ist etwas ganz Besonderes. Nach jedem Treffen gehen wir beschenkt nach Hause“, stellt eine Teilnehmerin dankbar fest.

Projektteil drei steht unter dem Motto „Herbst des Lebens“. Da sind sie nun angekommen und plötzlich ist der Kurs schon fast zu Ende. Heute wird über bisher unerfüllte Träume gesprochen. „Einmal mit Gene Kelly tanzen“, wünscht sich eine gut 80-jährige Teilnehmerin. „Eine Pilgerherberge in Spanien aufbauen“, ertönt es aus der anderen Ecke des Raumes. Bedauern auf allen Seiten, doch die Gruppe ist durch all das Singen und Erzählen zusammen gewachsen. „Wir wollen uns auch zukünftig treffen“, steht für alle hier fest.

Bevor allzu viel Wehmut aufkommt, schnell noch mal Noten und Texte aufschlagen und dann geht hier im Kreis die Post ab: „Mit follow site 66 Jahren, da fängt das Leben an. Mit follow url 66 Jahren , see da hat man Spaß daran . Mit source link 66 Jahren , da kommt man erst in Schuss, mit 66 Jahren, ist noch lang noch nicht Schluss!“

In dieser Runde sind nun alle Lebenslieder und die dazu gehörenden Geschichten gesungen und erzählt. Doch das Projekt findet schon bald eine Neuauflage, freut sich das Trio Ludwig/Niemm/ Wiesner. In Gelsenkirchen-Buer, genauer im Gemeindehaus der Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde, Horster Str. 35, sind ab 18. Januar interessierte Frauen und Männer ab 60 eingeladen, bald schon ihr Lied des Lebens anzustimmen.

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