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Bitte berühren

 Skulpturen aus Eichenholzbalken beeindrucken in der Christuskirche in Gelsenkirchen-Bismarck

Von: Frauke Haardt-Radzik | erstellt am: 02.11.2017

Geschaffen aus alten Eichenbalken, laden die künstlerisch gestalteten Skulpturen zum Berühren und berührt werden ein.

go to site „Bitte berühren“, 20 ganz unterschiedliche Figuren, geschaffen vom Bildhauer Walter Green, sind in der Christuskirche Gelsenkirchen-Bismarck ausgestellt.

follow link „Lebensspuren“ hat die Zeit auf diesem Paar und auf dem alten Eichenholz, aus dem sie geschaffen wurden, hinterlassen. PHOTOS: CORNELIA FISCHER

watch GELSENKIRCHEN – „Bitte Abstand halten und nicht anfassen!“ Solche bei Kunstausstellungen üblichen Aufforderungen sind hier völlig fehl am Platze. 18 Holz- und zwei Bronzeskulpturen des Künstlers Walter Green warten in der Christuskirche ausdrücklich darauf, angefasst zu werden. Berühren und so sich selbst berühren zu lassen, das ist die Idee dahinter. Britta Möhring, Schulpfarrerin der Evangelischen Gesamtschule Bismarck, wurde auf den Künstler und seine Arbeiten aufmerksam und war sofort Feuer und Flamme: „Diese Skulpturen aus altem Eichenholz passen gut in eine Kirche, weil sie sich anfassen lassen und viele von ihnen biblische Motive haben.“ Allesamt kraftvolle Darstellungen, die jeden Besucher auf jeweils besondere Art berühren.

Im Familiengottesdienst hat Möhring kürzlich eine dieser Figuren in den Mittelpunkt gestellt. „TOBE, WELT, UND SPRINGE; ICH STEH HIER UND SINGE“, so der Titel dieser Figur. Das alte Holz, das sonst als Abfall entsorgt worden wäre, erwacht hier quasi zu neuem Leben. „Die Kinder in diesem Gottesdienst haben sich nicht lange geziert, sondern beherzt über den glatt polierten Kopf der Skulptur gestrichen und haben bemerkt, wie rau sich das unpolierte Holz an anderer Stelle anfühlt. Mir ist theologisch wichtig zu erkennen, hier wird das Alte verwandelt, zu neuem Leben erweckt. Das ist ein Geschenk Gottes!“

Walter Green, 1952 im norddeutschen Eckernförde geboren, näherte sich dem Thema Holz zunächst mit einer Ausbildung zum Baumpfleger. Später bereiste er als Landschaftsplaner unter anderem Burkina Faso und die Dominikanische Republik. Und seit 20 Jahren ist der 65-Jährige auch als freischaffender Bildhauer tätig. Und betrachtet Holz nun durchaus von verschiedenen Seiten. „Eine kleine Eichel wandelte sich zu einem gewaltigen Eichbaum, aus dem wurde ein Haus gebaut. Nach Jahrhunderten des häuslichen Dienens sind die Balken irgendwann aus ihrer Funktion befreit. In neuer Form stehen sie jetzt als ‘nutzlose‘ Skulpturen vor uns“, schreibt der Künstler dazu.

Kunst, die ganz direkt anspricht – vielleicht auch Menschen, die sonst nicht ins Museum gehen. Besonders die Paarfiguren, die sich auch auseinandernehmen lassen und so wieder neue Denkansätze bieten, faszinieren die Besucher. In der Gemeinde jedenfalls findet die Ausstellung positiven Anklang. Und eventuell wird eine Figur auch danach auf Dauer in der Kirche verbleiben.

Noch bis Ende November kann die Ausstellung immer dann, wenn die Kirche geöffnet ist, besichtigt werden.

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