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		<title>Aktuelle Meldungen</title>
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		<description>Nachrichten aus dem Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid</description>
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			<title>Aktuelle Meldungen</title>
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			<description>Nachrichten aus dem Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid</description>
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		<lastBuildDate>Tue, 14 May 2013 23:29:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Soviel du brauchst …</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/soviel-du-brauchst/10.html</link>
			<description>Ökumenischer Gottesdienst am Tag der Arbeit</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">GELSENKIRCHEN – „So viel du brauchst…“ das Motto des diesjährigen Kirchentages in Hamburg machte Industrie- und Sozialpfarrer Dieter Heisig am 1.Mai zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes zum Predigttext. Den Tag der Arbeit in Gelsenkirchen so zu beginnen; das hat inzwischen Tradition und wurde bereits von vielen Menschen auf dem Platz vor dem Musiktheater erwartet.</p>
<p class="bodytext">Unterstützt von seinem katholischen Kollegen, Pfarrer Herrmann Zimmermann und dem Blasorchester Consol, hörten Menschen unterschiedlichster politischer Überzeugung zu, als Heisig das Motto des Deutschen Gewerkschaft Bundes (DGB) „ Gute Arbeit.Sichere Rente.Soziales Europa“ mit der Kirchentagslosung in Beziehung setzte.</p>
<p class="bodytext">„So viel du brauchst – das ist das Gegenprogramm derzeitiger Wirtschaftsordnungen“, so Heisig, denn“ es zieht die Konsequenzen aus dem biblischen Menschenbild. Gott hat allen Menschen gleiche Rechte gegeben und auch dafür gesorgt, dass genug für alle da sein kann. Wir müssen aber dafür sorgen, dass wirklich alle etwas davon haben. Dann kann auch das Motto des DGB Wirklichkeit werden“, so der Industrie- und Sozialpfarrer, der auch seit vielen Jahren in der Gewerkschaft Mitglied ist.</p>
<p class="bodytext">Aber zunächst einmal machte er sich nach der Demonstration gemeinsam mit Menschen aus der Hartz IV Selbsthilfegruppe auf den Weg nach Hamburg zum Kirchentag, um mehr darüber zu erfahren, was „So viel du brauchst..“ heißen könnte</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 May 2013 23:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Gesamtsicht auf das bisherige Lebenswerk</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/gesamtsicht-auf-das-bisherige-lebenswerk/10.html</link>
			<description>Buchvorstellung Ludger Hinse</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">GELSENKIRCHEN – Es sind „seine Weiß-Strukturen und seine Licht-Kreuze. Mit seinem Engagement für eine Wiederbelebung der alten Kreuzsymbolik - tröstend, friedenstiftend, menschennah - hat er sich in die vorderste Reihe der heutigen Sakralkünstler eingebracht.“ So begründete Jörg Loskill, bis 2008 Kulturredakteur bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), seine Begeisterung für das Werk von Ludger Hinse. Gemeinsam stellten sie im i-Punkt der Gelsenkirchener Altstadtkirche eine Gesamtsicht auf das bisherige Lebenswerk des Gewerkschafters, Künstlers und Christen Ludger Hinse vor. </p>
<p class="bodytext">Rechtzeitig zum 65. Geburtstag und in Erinnerung an einen der ersten Ausstellungsorte des Mehrjahresprojektes „Das Kreuz mit dem Kreuz“ lädt dieses Buch ein, sich in die Welt des Künstlers einzusehen und einzulesen. 1948 als Sohn eines Bergmanns in Recklinghausen geboren, 22 Jahre lang Bevollmächtigter der IG-Metall in Bochum, geht es ihm in seiner Kunst darum, immer wieder neu einen Blick auf den Menschen zu werfen, der bereit ist, sich dem Leben zu stellen, für das Leben einzutreten und dem Leben etwas zuzutrauen. Gegen so manchen Trend in der aktuellen Kunst entdeckt Ludger Hinse gerade im zentralen christlichen Symbol des Kreuzes eine überraschend moderne Antwort auf die Fragen, die das 19. und 20. Jahrhundert zurückgelassen haben. In seinen Lichtkreuzen bricht sich das Leben zu Farben der Hoffnung, seine Erinnerungskreuze mahnen, die nicht zu vergessen, die mit ihrem Leben Licht in die Dunkelheit brachten, und seine weißen Kreuze laden ein, nach dem absolutistischen Dunkel des 19. Jahrhunderts und dem blutigen Rot des 20. Jahrhunderts zur Ruhe und Besinnung zu finden und nun endlich ein 21. Jahrhundert des Friedens zu wagen.&nbsp; Wir haben nicht das Recht zu schweigen, aber wir haben das Recht zu hoffen. Ludger Hinse: „Für mich war das immer ‚das Eine‘. Gewerkschaftsarbeit, Christ sein und künstlerisches Tun standen sich bei mir nicht als fremde Welten, die im Alltag aufeinander prallen, gegenüber. In allen Feldern geht es um Menschen, um deren Probleme und Konflikte, um Versöhnung und Toleranz, um Frieden und Gerechtigkeit.“</p>
<p class="bodytext">Jörg Loskill, der bereits in der Edition „Revier-Edition“ eine Reihe von Monographien herausgebracht hat, fasst es für sich so zusammen: „Vor allem interessierte mich, wie Hinse in seiner Biographie seine Arbeit als IG Metall-Bevollmächtigter, als Bildhauer und Maler sowie als gläubiger Christ zusammenbringt.“</p>
<p class="bodytext">Die Monographie ist unter dem Titel „Ludger Hinse“ im Klartext Verlag erschienen.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 May 2013 09:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das Fundament ist die Menschenfreundlichkeit Gottes</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/das-fundament-ist-die-menschenfreundlichkeit-gottes/10.html</link>
			<description>Die Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte feierte ihren 50. Geburtstag</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">GELSENKIRCHEN – „Ja, Gott weiß, was in Familien los ist, und unsere Familienbildung weiß es auch.“ Das sagte Rüdiger Höcker in seinem Grußwort zum Jubiläum der Familienbildung im Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Der Superintendent spielte damit auf das Motto an, unter dem die Jubiläumsfeier stand: „50 Jahre Familienbildung – Hier findet Gott weiß was statt“.</p>
<p class="bodytext">Das Familienbild habe sich in diesen 50 Jahren radikal verändert, so Höcker. Familien in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu stärken und ihnen Mut zum Leben zu machen, dieser wichtigen Aufgabe stelle sich „das kompetente, breit aufgestellte Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ jeden Tag.</p>
<p class="bodytext">Bereits im Festgottesdienst vor dem Empfang am 25. April in der Friedenskirche Schalke gab es informative Kurzinterviews zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Arbeit. Heinz Hüser vom Kreissynodalvorstand befragte Elisabeth Arnold, die bereits seit über 30 Jahren PEKiP-Kurse gibt, zu den Anfängen dieser Arbeit. Ursula Dierschke, Leiterin der Familienbildungsstätte von 1989 bis 1999, erzählte, wie es dazu kam, dass ihre Einrichtung sich den Namen Elisabeth Käsemanns gab. „Das hat sich auch auf die konkrete Arbeit ausgewirkt“, sagte sie. „Elisabeth Käsemann hat uns den Blick geschärft für das soziale und politische Engagement in der Familienbildung.“ Den Generationenwechsel nahm Hüser im Gespräch mit Astrid Barczewski in den Blick. Die 32-Jährige gehört seit einem Jahr im Team der Hauptamtlichen und berichtete von der engen Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und Familienzentren. „Sie ‚buchen‘ ganze Kurse oder tragen Themenwünsche an uns heran, zu denen wir dann maßgeschneiderte Kurse entwickeln.“</p>
<p class="bodytext">Die Fürbitten wurden von der Gemeinde gestaltet. Jede und jeder schrieb auf einen Zettel, was er oder sie der Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte zum 50. Geburtstag wünscht. Diese Zettel wurden in einem Korb vor dem Altar gesammelt und teilweise laut vorgelesen.</p>
<p class="bodytext">„Sie bekommen jetzt Familienbildung in kleinen Portionen“, sagte Kabarettistin und Sängerin Julia Hagemann. Auf den Geburtstagsempfang stimmte sie ein mit dem Klassiker „Das bisschen Haushalt (sagt mein Mann)“. Über „Heinz-Herbert, bring jetzt endlich mal den Müll raus“ und Moritate von Rotkäppchen und Rumpelstilz (gemeinsam mit Kreiskantor Andreas Fröhling in vielen Hauptrollen) reichten ihre humoristischen Lektionen bis zur Ermunterung „Seien Sie doch heute mal genial“. Das Publikum bekam viel zu lachen und bedankte sich mit begeistertem Beifall.</p>
<p class="bodytext">Stadtrat Dr. Manfred Beck richtete die Grüße von Oberbürgermeister Frank Baranowski aus. „Er wäre sehr gerne selbst gekommen, musste aber heute zur Hauptversammlung des Deutschen Städtetages.“ Mit den Ergebnissen der Pisa-Studie sei die Familienbildung noch einmal ganz neu wichtig geworden. Die Stadt Gelsenkirchen tue viel, um Kindern den Weg in die Gesellschaft zu ebnen. Beck dankte der Elisabeth-Käsemann-Familienbildungsstätte für die gute Zusammenarbeit auf diesem Weg.</p>
<p class="bodytext">„Evangelische Familienbildung hat ein Fundament, und das ist die Menschenfreundlichkeit Gottes“, sagte Pfarrer Dr. Hans-Udo Schneider. Er gratulierte für das Evangelische Familienbildungswerk Westfalen-Lippe. Es sei gar nicht so häufig, dass eine Familienbildungsstätte mit einem politischen Anspruch auftrete. Darin zeichne sich die Gelsenkirchener Einrichtung in besonderer Weise aus.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 01 May 2013 13:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wege, die in kein Schema passen</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/wege-die-in-kein-schema-passen/10.html</link>
			<description>Häusliche Entlastung für Angehörige geistig veränderter Menschen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><a name="_GoBack"></a>GELSENKIRCHEN – Wenn der Vater allein zu Hause bleibt, verlässt er schon mal die Wohnung und findet ohne Hilfe nicht mehr zurück. Großmutter stellt gerne den Herd an, ohne dass etwas auf der Platte steht oder der hochbetagte Ehemann findet sich auch im eigenen Wohnzimmer nicht mehr zurecht. Nicht jeder Mensch, der sich mit dem Alter geistig verändert hat und sich deswegen von außen betrachtet oft unlogisch verhält, lebt in einem Pflegeheim. Ihre Familien oder auch einzelne Angehörige sind wahre Helden des Alltags. Doch wer rund um die Uhr für einen Angehörigen Verantwortung übernimmt, kommt irgendwann an seine Grenzen. Da wird es schwierig, auch nur zum Friseur zu gehen oder einen Arzttermin wahrzunehmen, da wächst die Erschöpfung, bis es irgendwann einfach nicht mehr weiter geht.</p>
<p class="bodytext">„Das Problem ist oft, dass die Angehörigen viel zu spät die Hilfen abrufen, die ihnen zur Verfügung stehen“, weiß Michaela Lukas. „Teilweise wissen sie gar nicht, was es alles gibt, teilweise befürchten sie Mehrkosten – und viele schämen sich auch, zuzugeben, dass sie es allein nicht mehr schaffen.“</p>
<p class="bodytext">Lukas ist Altenpflegerin und gerontopsychiatrische Fachkraft. Sie hat im Auftrag der Evangelischen Kirchengemeinde Gelsenkirchen-Horst die Koordination des neuen „Häuslichen Entlastungsdienstes für Angehörige geistig veränderter Menschen (Demenz) übernommen. Das Prinzip ist einfach: Wer Entlastung braucht, meldet sich bei ihr. Sie klärt in ausführlichen Gesprächen die Einzelheiten und schon kann es losgehen: Nach Absprache oder zu regelmäßigen Terminen kommt eine ehrenamtliche Helferin ins Haus und bleibt bei dem Patienten: Sie unterhält sich mit ihm, hat aber auch gelernt, auf einer nicht-kognitiven Ebene zu kommunizieren. Sie weiß, was er oder sie gerne macht und was er nicht mag und kann ihm verschiedene gemeinsame Unternehmungen anbieten. </p>
<p class="bodytext">Die Aufwandsentschädigung beträgt 8 Euro pro Stunde. Was noch viel zu wenig bekannt ist: Bereits in der Pflegestufe Null übernimmt die Pflegeversicherung diese Kosten. Pflegestufe Null, das bedeutet: Es muss die ärztliche Diagnose „Demenz“ vorliegen und der Medizinische Dienst der Krankenkassen muss eine „eingeschränkte Alterskompetenz“ bescheinigt haben. </p>
<p class="bodytext">Acht Frauen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Horst haben eine ausführliche Schulung für diesen Entlastungsdienst absolviert. Claudia Scharmann ist eine von ihnen: „Mir war es wichtig, die geistigen Veränderungen verstehen zu lernen“, sagte sie. Für Pfarrerin Dr. Zuzanna Hanussek, die die Schulung geleitet hat, ist genau dieser Punkt entscheidend: „Die Gesellschaft und die Medizin will uns einreden, dass solche Veränderungen im Alter nur schrecklich sind. ‚Dement’, das bedeutet übersetzt ‚geistlos’. Diese Wertung wird den Betroffenen nicht gerecht. Sie sind nicht geist-los, sondern ihr Geist hat sich verändert und geht manchmal Wege, die in kein Schema passen.“ Pfarrerin Hanussek ist promovierte Gerontologin und beim Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid für das Themengebiet „Altern“ zuständig.</p>
<p class="bodytext">Pfarrer Ernst Udo Metz von der Kirchengemeinde Horst freut sich, dass es nun losgehen kann. „Wir haben schon länger nach einem Projekt gemeindlicher Diakonie gesucht. Neben dem Diakoniewerk mit seinen professionellen Kräften haben wir auch in unseren Gemeinden viel ehrenamtliche Kompetenz – und tätige Nächstenliebe gehört untrennbar zur Verkündigung und zum christlichen Glauben.“ Er weiß, dass es viele gibt, die Entlastung in der häuslichen Pflege brauchen. „Sie gehen damit nicht hausieren, sondern wir müssen sie aufsuchen und ihnen diese Hilfe anbieten.“ Das Angebot ist nicht auf den Stadtteil Horst begrenzt. „Wir können auch in Beckhausen bis hin nach Buer tätig werden.“</p>
<p class="bodytext">Der Horster Entlastungsdienst ist eine Zweigstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Bulmke. Die Mitarbeitenden aus beiden Gemeinden werden ständig begleitet und fortgebildet. So haben sie die Gelegenheit, ihren Dienst zu reflektieren und zu verbessern und Erlebtes zu verarbeiten. „Auch andere Einrichtungen bieten häusliche Entlastungsdienste an“, so Pfarrerin Hanussek, „aber diese Anbieter verkaufen zugleich Pflegeleistungen. Die beiden Kirchengemeinden wollen nur für Entlastung sorgen und stehen den Ehrenamtlichen verlässlich zur Seite.“ </p>
<p class="bodytext"><i>Kontakt Horst: Michaela Lukas, Industriestraße 38, 45899 Gelsenkirchen-Horst (Gemeindebüro), 0209 – 557 38 dienstags 14-16 Uhr, sonst 0157 355 409 93. </i></p>
<p class="bodytext"><i>Kontakt Bulmke: Elke Lüning-Machschin, Florastraße 119, 45888 Gelsenkirchen-Bulmke (Gemeindehaus), 0209 – 215 34 donnerstags 16-18 Uhr, sonst 0151 156 666 56.</i></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 10:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wo ist das ‚a’ in Elefant?</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/wo-ist-das-a-in-elefant/10.html</link>
			<description>Evangelische Kindergärten beugen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben vor</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">GELSENKIRCHEN – Vier ganze Tage haben sie gemeinsam gebüffelt und an drei Nachmittagen praktische Erfahrungen ausgetauscht. Jetzt haben 16 Erzieherinnen ihre Zertifikate über die Fortbildungsmaßnahme „Prävention von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) im Kindergarten“ erhalten.</p>
<p class="bodytext">Bereits seit 2003 wird das Präventionsprogramm in den Evangelischen Kindergärten durchgeführt. Dazu gehört das „Bielefelder Screening“. Mit Hilfe dieses Tests können die Erzieherinnen schon vor der Schulzeit herausfinden, ob die Kinder in der Gefahr sind, Schwächen beim Lesen oder Rechtschreiben zu entwickeln. Ist das der Fall, dürfen sie in den nächsten 20 Wochen jeden Tag für zehn Minuten spannende Spiele machen. „Hören – Lauschen – Lernen“ heißt dieses Förderprogramm, mit dem bestehende Schwächen ausgeglichen werden können. </p>
<p class="bodytext">„Es war jetzt an der Zeit, die nächste Generation von Erzieherinnen in diesem Bereich zu schulen“, berichtete Sigrid Fastabend. Sie ist Fachberaterin für Kindergärten beim Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid, hat eine der ersten Fortbildungen gemacht und sich inzwischen zur Moderatorin für das Präventionsprogramm ausbilden lassen. Die Hälfte der Teilnehmerinnen an ihrer Schulung kam aus den Kindergärten im Nachbarkirchenkreis Herne – ein echter Synergieeffekt, denn die Nachfrage war zwar in beiden Kirchenkreisen da, aber nur zusammen ergab sich eine sinnvolle Lerngruppe.</p>
<p class="bodytext">Wie kann man Schwächen bei Lesen und Rechtschreiben vorbeugen, bevor die Kinder es überhaupt lernen? „Anfangs hat man vielfach gemeint, solche Schwächen seien visuell bedingt“, berichtete Sigrid Fastabend. „Inzwischen hat man entdeckt, dass häufig ein auditives Problem zugrunde liegt.“ Wenn also ein Kind die Laute in einem Wort nicht einzeln hören und identifizieren kann, bekommt es später Probleme dabei, diese Laute den Buchstaben zuzuordnen. Lesende Menschen können sich das fast nicht vorstellen, doch manchen Fünfjährigen fällt es schwer, das ‚a’ im Wort ‚Elefant’ als einzelnen Bestandteil zu erlauschen. Hier hilft das spielerische „Hören – Lauschen – Lernen“. Es beginnt mit dem Erraten von Geräuschen, etwa wenn Wasser in ein Glas gegossen wird. Am Ende stehen komplexe Spielaufgaben wie das Nachsprechen von Pseudowörtern (z.B. Riesolama) und das ‚Zerlegen des Elefanten’ in seine Lautbestandteile oder umgekehrt: Die Erzieherin spricht die einzelnen Laute und die Kinder setzen sie zu einem Wort zusammen.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 07:44:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein vierstimmiger Raumklang</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/ein-vierstimmiger-raumklang/10.html</link>
			<description>Beim Taizé-Gottesdienst eröffnet der Gesang Dimensionen der Spiritualität</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">WATTENSCHEID – Zum 12. Mal hat kürzlich ein Taizé-Gottesdienst in der Christuskirche Wattenscheid-Günnigfeld stattgefunden. „Es kommen immer zwischen 100 und 200 Menschen“, berichtete Pfarrer Christian Meier. Sie kommen aus der Gemeinde, aus der Umgebung, aus dem Kirchenkreis – und manche nehmen auch weitere Anreisen in Kauf, um dabei sein zu können. Auf dem großen Marktplatz vor der Kirche sind an einem solchen Sonntagabend durchaus auch PKW-Kennzeichen aus Essen oder Hattingen zu sichten.</p>
<p class="bodytext">Das Besondere in Günnigfeld besteht darin, „dass es sich wirklich anfühlt wie in Taizé.“ Pfarrer Meier war 2008 mit einer Gruppe aus der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen in dem kleinen burgundischen Dorf, wo Frère Roger 1940 eine ökumenische Gemeinschaft gegründet hatte, die schnell wuchs und die bis heute jedes Jahr Tausende von Jugendlichen und Erwachsenen besuchen, um dort ein einfaches Leben in internationaler Gemeinschaft kennen zu lernen, zu meditieren, zu beten und in ökumenischer Eintracht gemeinsame Gottesdienste zu feiern.</p>
<p class="bodytext">Der Gesang spielt dabei nicht nur eine wichtige, sondern nahezu die Hauptrolle. Und so ist es auch in Günnigfeld. Kreiskantor Andreas Fröhling hat mit verschiedenen Chören als Stimmgeber und Chorproben vor den Gottesdiensten dafür gesorgt, dass alle Gesänge, so wie auch in Taizé selbst, vierstimmig erklingen. Die Chormitglieder und weiteren Teilnehmer an den vorbereitenden Proben treten nicht auf, sondern sitzen ganz nach Belieben in der Kirche. „So wird durchgängig ein vierstimmiger Raumklang erfahren und gehört“, beschrieb es Fröhling. „Die Wiederkehr der Gesänge führt zu einer Ruhe, die sehr wohltuend wirkt. Instrumentalisten haben modellhaft Stimmen zu spielen, die variabel sind, das heißt: Sie spielen mal gar nicht mit, mal die eine oder mal die andere Begleitstimme, oft quasi improvisatorisch einsetzend.“</p>
<p class="bodytext">Von der Eröffnung bis zur Bitte um den Segen ist dieser Gottesdienst Gesang. Gesprochene Worte gibt es nur bei kurzen Lesungen aus der Bibel und bei den Fürbitten. Vielleicht liegt der Zauber darin, dass hier die ganze Gemeinde mit ihren Stimmen den Gottesdienst gestaltet, die einfachen Liedtexte häufig wiederholt werden und im Einklang mit den einprägsamen Melodien Raum lassen für weitere Dimensionen der Spiritualität. In diesem Gottesdienst gibt es keine Predigt, sondern sieben Minuten Stille. Es ist eine Stille, die nicht zur Belastung wird. „Auch nach dem Gottesdienst bleiben die meisten noch einige Minuten still sitzen“, berichtete Meier. „Eigentlich könnten sie sofort aufstehen und hinübergehen ins Wichernhaus, wo Raum für Begegnungen und Gespräche ist. Aber sie nehmen sich Zeit, um das Erlebnis nachklingen zu lassen.“ </p>
<p class="bodytext"><i>Der nächste Taizé-Gottesdienst in der Christuskirche, Parkallee 18, 44866 Bochum- Günnigfeld beginnt am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr.</i></p>
<p class="bodytext"><i>Im Sommer (6.-14.7.) bietet das kreiskirchliche Jugendreferat für Menschen von 16 bis 29 Jahren (in begrenzter Zahl auch älter) eine Fahrt nach Taizé an. Weitere Informationen: <a href="http://www.ejugewat.de" target="_blank" >www.ejugewat.de</a></i></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 14:33:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein Tag an der Seite der Flüchtlinge</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/ein-tag-an-der-seite-der-fluechtlinge/10.html</link>
			<description>Die Evangelische Kirchengemeinde Leithe zeigte Gastfreundschaft nach innen und Flagge nach außen </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">WATTENSCHEID – Die Demonstration fand vor einem leeren Haus statt. Denn die Flüchtlinge waren an diesem Tag Gäste der Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid-Leithe. Schon um kurz vor 8 Uhr empfingen Pfarrerin Ute Riegas-Chaikowski und Presbyterin Ruth Rogalla sie in den Räumen des Gemeindezentrums an der Gelsenkirchener Straße. Beim gemeinsamen Frühstücken ließ die Anspannung etwas nach. Erst gegen 14.30 Uhr, als Polizei und Verfassungsschutz, die den gesamten Gebäudekomplex die ganze Zeit über gut abgeschirmt hatten, leere Straßen meldeten, kehrten die zwölf Kinder und vier Erwachsenen zurück in das Übergangswohnheim in der ehemaligen Hollandschule an der Fröbelstraße.</p>
<p class="bodytext">Seit Dezember 2012 sind sie hier untergebracht. Für Samstag, 9. März, hatte sich die als rechtsextrem eingestufte Partei „Pro NRW“ mit einer Demonstration direkt vor ihrem derzeitigen Zuhause angemeldet. Rund 35 Demonstranten kamen schließlich im Laufe des Vormittags zusammen. Dass ihr Versuch, Angst und Misstrauen gegen die Flüchtlinge zu schüren, kläglich misslang, dafür sorgten die gut 250 Menschen aus Leithe und darüber hinaus, die sich mit Slogans wie „No Nazis“ gegen sie stellten. Auf dem Foto der Ruhr-Nachrichten Online von 10.3. zeigen die Presbyterinnen Susanne Krause und Adelheid Richter Flagge inmitten der Gegendemonstration. Dass die Flüchtlinge den Tag weitgehend angstfrei erleben konnten, dafür war im Gemeindehaus gesorgt. „Am Morgen waren wir alle noch ziemlich angespannt“, berichtete Pfarrerin Riegas-Chaikowski. „Ich habe mich schon gefragt: Was machst Du, wenn da jetzt einer vor der Tür steht und Randale macht?“ Doch im „ganz normalen Wahnsinn von Familien mit Kindern“, wie ihn die Mutter von drei Kindern täglich selbst erlebt, kamen sich Flüchtlinge und Betreuer schnell näher. Die Teenager begeisterten sich für Kickern, Billard, Fußballspielen und Torwandschießen. Für die Kleinen gab es ein Bobbycar-Rennen, Geschicklichkeitsspiele und viele Möglichkeiten zur Beschäftigung im Kindergarten, der Wand an Wand mit dem Gemeindehaus steht. „In unserer Klamottenkiste haben wir mit den Gästen einiges gefunden, das gut passt.“ Zu Mittag wurde gemeinsam gekocht. Da die Flüchtlinge Muslime sind, hatten Riegas-Chaikowski und Rogalla zu Vorsicht vegetarisch eingekauft. </p>
<p class="bodytext">Die Sozialpädagogen Ralf Zyla, Bernd Vössing, Maick Loose und Patricia Lorenz von der Stadt Bochum waren den ganzen Tag über an der Seite der Flüchtlinge. Sobald sie von der geplanten Demonstration wussten, hatten sie gemeinsam mit Pfarrerin Riegas-Chaikowski überlegt, wie sie ihren Schützlingen weitere traumatische Erlebnisse ersparen konnten. „Wir haben erst daran gedacht, noch weiter wegzugehen mit ihnen. Aber dank der guten Absicherung durch die Polizei konnten wir die Aufregung, die sich mit einem längeren Ausflug verbunden hätte, auf einen Nachbarschaftsbesuch begrenzen.“</p>
<p class="bodytext">Im Laufe des Vormittags gab es sogar Momente, wo die Pfarrerin fühlte, dass die Gäste den Anlass für ihren Besuch vergessen konnten. „Sie haben uns ein Video von einer Verwandten-Hochzeit in Serbien gezeigt. Das war ihnen ganz wichtig, dieses schöne Erlebnis mit uns zu teilen.“</p>
<p class="bodytext">Riegas-Chaikowski hat den ganzen Tag über versucht, Fotos zu machen, die die Atmosphäre einfingen, aber die Betroffenen nicht erkennbar werden ließen. Keine Chance, weil es keine Scheu gab&nbsp;– am Ende musste auf ausdrücklichen Wunsch der Gäste sogar ein Gruppenfoto gemacht werden. „Das war so ein Ausdruck von ‘wir möchten diesen Moment festhalten, den gemeinsamen Tag, das Gefühl der Geborgenheit‘“, beschrieb es die Pfarrerin. „Du kannst den Moment nicht anhalten und dauerhaft machen. Doch Du kannst auch in schwieriger Zeit sagen: Jetzt, heute, hier ist es gut.“</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 09:03:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Munter wie ein Fisch im Wasser</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/munter-wie-ein-fisch-im-wasser/10.html</link>
			<description>Bei der Geburtstagsfeier der Frauenhilfe Sutum gab es viel zu erzählen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">GELSENKIRCHEN – Am 3. März hat die Evangelische Frauenhilfe Sutum ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Die Predigt im Festgottesdienst in der Christuskirche Beckhausen hielt Pfarrerin Birgit Reichel vom westfälischen Landesverband. Zum Empfang im Bodelschwingh-Haus begrüßte der Vorstand um die Vorsitzende Gilda Günther rund 100 Gäste. Ein freudiges Wiedersehen gab es mit der langjährigen Vorsitzenden Magdalene Breves und dem ehemaligen Sutumer Pfarrer Dr. Thomas Witulski, der heute Professor an der Universität Bielefeld ist. „Da gab es viel zu erzählen und schöne Erinnerungen wurden geweckt“, berichtete Gilda Günther.</p>
<p class="bodytext">Bis heute hat der Verein gut 90 Mitglieder und bildet ein solides Netzwerk im Ortsteil Sutum. Denn acht Bezirksfrauen besuchen auch diejenigen, die nicht zu den Treffen kommen können. So ist für Kontakt gesorgt und die Mitglieder verlieren sich gegenseitig nicht aus den Augen.</p>
<p class="bodytext">Die Jubiläumsfeier stand unter dem Motto „Munter wie ein Fisch im Wasser“. Jeden zweiten Mittwochnachmittag kommen rund 30 Mitglieder zusammen, feiern eine Andacht, tauschen sich beim Kaffeetrinken aus und beschäftigen sich dann mit dem Thema des Tages. Ob Andacht, Kaffeekochen, die Auswahl der Themen, das Einladen von Referenten oder die Moderation der Treffen – das alles organisiert ein zehnköpfiges Leitungsteam mit vielfältigen Talenten. „Früher hat Magdalene Breves das fast als Hauptberuf gemacht“, berichtete Protokollantin Karin Nigbur. „Als sie aufhörte, mussten wir die Aufgaben untereinander aufteilen.“ Der Vorstand stellt jeweils ein Programm für sechs Monate zusammen. Vierteljährliche Geburtstagsfeiern für die Mitglieder gehören ebenso dazu wie die Vorbereitung auf den Weltgebetstag der Frauen, ein Ausflug und die Adventsfeier. Thematisch geht es um praktische Lebenshilfe ebenso wie um Informationen oder um das jeweilige Jahresthema, zu dem Vorstandsmitglieder sich bei Tagungen des Dachverbands, der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V., schulen lassen. 2013 geht es dabei um die „Fülle des Lebens in Abschied und Neubeginn“.</p>
<p class="bodytext">„Es ist ein großes Glück, dass wir uns so gut als Team gefunden haben“, sagte Gilda Günther. Sie ist voll berufstätig und teilt sich als Vorsitzende die Leitung der Treffen mit Brigitte Napierski und Ursula Weiher. „Alle wissen, was sie zu tun haben und sind absolut zuverlässig.“ So macht den zehn Vorstandsfrauen die Frauenhilfsarbeit viel Freude.</p>
<p class="bodytext">Inzwischen finden die Treffen im neu gebauten Haus des Ambulanten Pflegedienstes (APD) statt. Der Gemeinschaftsraum im 3. Stock ist mit einem Fahrstuhl bequem erreichbar. Abends ist das Haus allerdings geschlossen, so dass der Frauenabendkreis (für Berufstätige) weiterhin die Gastfreundschaft der katholischen Ortsgemeinde im Pfarrheim von St. Clemens-Maria Hofbauer in Anspruch nimmt. Auch dieser Kreis feiert 2013 ein kleines Jubiläum. Er existiert seit 35 Jahren.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 06 Mar 2013 09:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jedes Mal eine Gänsehaut</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/jedes-mal-eine-gaensehaut/10.html</link>
			<description>Die Leidensgeschichte Jesu wird von Laiendarstellern eindrucksvoll in Szene gesetzt</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">GELSENKIRCHEN – Passionsspiele, nicht auf den Freilichtbühnen von Oberammergau oder Eureka Springs (Arkansas, USA), sondern in einer Kirche, einer evangelischen noch dazu und das alles mitten im Ruhrgebiet, in Gelsenkirchen – wie geht das denn? Wenn die Kirche dunkel wird und der Altarraum in helles Licht getaucht ist, wenn eine Frau aus dem Volke Israel erzählt, wie alles anfing, und dann Johannes der Täufer das Volk beschimpft und zugleich bezaubert, wenn schließlich auch Jesus vor dem Taufbecken niederkniet – dann ist das Publikum von der ersten Szene an mittendrin. Die Geschichte vom Leben und vom Leidensweg Jesu wird so intensiv lebendig, als sei man selber dabei, und in gewisser Weise ist das ja auch so.</p>
<p class="bodytext">Kaum zu glauben, dass hier bis auf wenige Ausnahmen Männer und Frauen agieren, die noch nie auf einer Bühne gestanden haben. „Sie sind mit Begeisterung dabei und geben sich die allergrößte Mühe“, zeigt sich Regisseur Elmar Rasch von seinem Ensemble beeindruckt. Beeindruckend ist aber auch, was er in fast fünf Monaten Probenzeit aus ihnen herausgeholt hat. Die Darsteller sind drin in ihren Rollen und überzeugen mit ihren Gefühlen, mit voll tönenden Stimmen und wortreichen Gesten. „Man muss sich da so reinsteigern, dass die Leute sagen: Guck mal, der fiese Möpp“, bringt es Hermann Reck, der den Hohepriester Nathanael spielt, auf den Punkt. Er kommt aus Essen und hat viel Erfahrung als Laiendarsteller am Kleinen Theater am Gänsemarkt. Dort werden überwiegend Komödien gespielt – und als er von dem Passionsprojekt las, sah er darin eine gute Gelegenheit, sich mal an einem ernsteren Thema zu versuchen. „Das ist ganz schön schwierig, weil Nathanael zum Todesurteil für Jesus beiträgt. Da muss ich gegen meinen eigenen Willen spielen.“</p>
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<p class="bodytext"><b>Da fängt es an zu kribbeln</b></p>
<p class="bodytext">Noch eindrucksvoller wird die Leistung des Ensembles auf dem Hintergrund des Bühnenbildes. Denn eigentlich gibt es gar keines. Die Handlung spielt sich überwiegend im Altarraum ab. Darin werden einmal zwei kleine Tische (für die Händler im Tempel zu Jerusalem) aufgebaut, aber das war es dann auch schon. Rasch: „Irgendwann habe ich zu mir gesagt: Das ist hier eine Kirche und kein Theater. Was sollst Du diesen wunderbaren Altar hinter Wänden verstecken?“ Nur die Kreuzigungsszene findet auf der Orgelempore über dem Altar statt.</p>
<p class="bodytext">Ort des Geschehens ist die Evangelische Kirche in Gelsenkirchen-Rotthausen. Sie hat tatsächlich keine ‚richtigen’ Namen, sie heißt einfach ‚Evangelische Kirche’. Vor zwei Jahren ermöglichte die dortige Kirchengemeinde es dem Ensemble von Bühne im Revier (BIR), seine Proben im Gemeindehaus hinter der Kirche abzuhalten. Über diesen Kontakt kam Elmar Rasch, Regisseur und Schauspieler der BIR, auf den Gedanken, die Passionsgeschichte noch einmal ganz neu in Szene zu setzen. Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Rotthausen ließ sich von dem Projekt überzeugen und das Kulturreferat der Stadt steuerte zur Finanzierung Mittel aus dem Kulturcent bei. </p>
<p class="bodytext">Beim öffentlichen Castings gab es zwar keine lange Schlange um den Häuserblock, aber es fanden sich genügend engagierte Laien aus Rotthausen und Umgebung, die bereit waren, für dieses Projekt viel Zeit und Kraft zu opfern. Von September bis Februar fanden zwei- bis dreimal in der Woche Proben statt. „Das war erst einmal ganz schön trocken, die einzelnen Szenen durchzugehen.“ Rasch weiß, was er seinen Darstellern im Alter von 20 bis 80 Jahren zugemutet hat. Doch im Endspurt auf die Premiere zu hat das Ganze Gestalt angenommen. „Gerade mit der Musik“, sagt Klaus Neuhaus aus Bochum, der einen Mann aus dem Volke gibt, “das ist ein Sound in der Kirche, da fängt es an zu kribbeln.“</p>
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<p class="bodytext"><b>Judas wollte die Bewegung voranbringen</b></p>
<p class="bodytext">Kribbeln ist noch ein zu schwaches Wort dafür, was Alexander Welp empfindet, wenn er als Judas die Begegnung mit Jesus beim letzten Abendmahl hat. „Wir haben die anderen Jünger ausgeblendet und stehen uns allein gegenüber. Die Szene ist so eindrücklich und bedrängend, dass ich dabei jedes Mal eine Gänsehaut bekomme.“</p>
<p class="bodytext">Welp kannte die Passionsgeschichte in groben Zügen und findet sie inzwischen „wahnsinnig faszinierend“. Der 21-Jährige studiert Germanistik. „Während der Proben musste ich Klausuren schreiben. Das kam gut hin, weil die abendlichen Proben ein guter Ausgleich dazu waren.“</p>
<p class="bodytext">Seine Rolle als Jünger, der zum Verräter an Jesus wird, hat sich während der Arbeit an den Szenen entwickelt. „Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, warum Judas das tut, und verstehen es so, dass er die Bewegung voranbringen und Jesus zum Widerstand gegen die Besatzungsmacht aufstacheln wollte. Als er merkt, was er tatsächlich angerichtet hat, dass Jesus seinetwegen zum Tode verurteilt wird, ist er nur noch ein Häufchen Elend.“</p>
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<p class="bodytext"><b>Jesus kann ziemlich wütend werden</b></p>
<p class="bodytext">Die Schauspielerinnen und Schauspieler haben sich auch mit anderen Rollen intensiv auseinander gesetzt. Christina Lehmann aus Marl gibt eine Frau aus dem Volke und fungiert als Erzählerin. Sie kannte die Passionsgeschichte zwar gut, hat sie aber in den Proben „noch einmal ganz anders erlebt. Sie ist mir viel näher gekommen. Wir haben darüber diskutiert, wie das wirklich war, nicht nur im Blick auf die Rolle des Judas, sondern auch in Bezug auf Pilatus und den Hohen Rat.“ So haben sich die Texte bei der Probenarbeit noch einmal verändert und weiter entwickelt.</p>
<p class="bodytext">Die Rolle des Jesus in dieser Inszenierung spielt Jesse Krauß. Sogar in Jeans und T-Shirt wäre er überzeugend – im Kostüm und mit den Fähigkeiten, die er sich unter Raschs Regie angeeignet hat, ist er nahezu überwältigend. Von Beginn an strahlt er einerseits ein ruhiges Sendungsbewusstsein aus, wenn er einen Blinden sehend macht. Andererseits kann dieser Jesus ganz schön wütend werden, wenn er die Tische der Händler und Wechsler im Tempel verwüstet. Der 32-Jährige arbeitet im richtigen Leben als Illustrator, Designer und Grafiker.</p>
<p class="bodytext">Das Ensemble unter Elmar Rasch hofft nun sehr darauf, dass sich für den ehrgeizigen Aufführungsplan genügend Zuschauer finden. Einzelpersonen sind ebenso willkommen wie Gruppen. Nach der Premiere am Aschermittwoch folgen bis zum 1. April (Ostermontag) 14 weitere Vorstellungen (rund 2 Stunden inklusive Pause). </p>
<p class="bodytext"><i>Den Spielplan, Eintrittspreise und Ticketreservierungen gibt es auf <a href="http://www.buehneimrevier.de" target="_blank" >www.buehneimrevier.de</a> </i></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 11:22:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Die Herkunftsländer unterscheiden sich</title>
			<link>http://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/nachrichten/einzelansicht/artikel/die-herkunftslaender-unterscheiden-sich/10.html</link>
			<description>Beim Studientag zum Weltgebetstag der Frauen wurden Parallelen zwischen Frankreich und Deutschland...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">GELSENKIRCHEN – Ein Studientag zur Vorbereitung auf den Weltgebetstag der Frauen hat jetzt in Gelsenkirchen stattgefunden. Das Gender-Referat des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid lud Frauen aller Konfessionen in das Gemeindezentrum St. Ludgerus (Beckhausen) ein. </p>
<p class="bodytext">Vor 50 Jahren wurde der Freundschaftsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland, bekannt als Elysee-Vertrag, unterzeichnet. Im Jubiläumsjahr kommt die Weltgebetstagsordnung aus dem Nachbarland Frankreich. Vielen sind die Bretagne, die Cote d'Azur oder das Elsaß als Urlaubsziel bekannt. Dass es auch Neues über Frankreich zu entdecken gibt, zeigte der Vortrag von Andrea Weber, die als Vertreterin einer sogenannten „kleinen Kirche“, nämlich der Heilsarmee, zum Vorbereitungskreis gehört. </p>
<p class="bodytext">Das Motto des diesjährigen Weltgebetstages lautet: „Ich war fremd, ihr habt mich aufgenommen.“ Dieses Motto brachte das französische Weltgebetstagskomitee dazu, über den Umgang in der französischen Gesellschaft mit den vielen zugewanderten Menschen nachzudenken. Die sozialen und politischen Herausforderungen in Frankreich wurden in den Workshops angesprochen. Schnell war klar, dass es auch in Deutschland ganz ähnliche Herausforderungen gibt, nur die Herkunftsländer der zugewanderten Frauen und Männer unterscheiden sich. Die Teilnehmerinnen – erstmals auch einige aus dem Nachbarkirchenkreis Herne – verteilten sich auf vier Gruppen. </p>
<p class="bodytext">Die Theaterpädagogin Karin Badar trainierte mit den Frauen das Auftreten im Gottesdienst: Wie gehe ich nach vorne, wie lese ich verständlich, wie gehe ich mit meiner Aufregung um? Zum Auftakt gab es Körperübungen, um erst einmal locker zu werden.</p>
<p class="bodytext">In weiteren Workshops wurde unter der Leitung von Karla Böhm, das Titelbild besprochen, Inge Eschmann und Jutta Zier gestalteten Frauenfiguren mit den Teilnehmerinnen, die den Gottesdienst begleiten können, Marion Schäfer bot eine Bibelarbeit zu einem der zentralen Bibeltexte an. </p>
<p class="bodytext">Im zweiten Teil des Studientages wurden die Workshopergebnisse vorgestellt und weitere Hinweise zur Gestaltun<a name="_GoBack"></a>g des Gottesdienstes in der eigenen Gemeinde gegeben. Kreiskantor Andreas Fröhling brachte allen die Lieder bei, bei denen es sich fast ausschließlich um neue Kompositionen für den Weltgebetstag handelte. Er nannte auch bekannte Lieder, die alternativ gesungen werden können. Für die Verpflegung und das „Drumherum“ sorgte das Team der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) unter Leitung von Gisela Buchholz.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 13:14:00 +0100</pubDate>
			
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