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Niedrige Schwelle für Passanten

Herzenstüren öffnen in der Thomasmesse. FOTO: ROLF RAUSCHENDORF

Die Altstadtkirche mitten im Zentrum von Gelsenkirchen wird täglich von mehreren tausend Menschen passiert. Diese „Laufkundschaft“ möchte Pfarrer Thomas Webel-Reiner ansprechen, der für „übergemeindliche Initiativen zur Förderung der kirchlichen Präsenz im Stadtgebiet“ zuständig ist. „Wir machen in erster Linie ‚Low-Level-Angebote‘ für Leute, die in der Einkaufszone unterwegs sind“, sagt er. Dazu gehöre, dass die Kirche regelmäßig geöffnet ist. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es eine Nachfrage nach einem Ort der Einkehr in einer Stadt wie Gelsenkirchen gibt“, so Webel-Reiner

Gute Erfahrung gibt es mit der Durchführung der Thomasmesse in der Altstadtkirche. Der in Finnland entwickelte Gottesdienst lebt von der Spannung zwischen Tradition und Innovation. Zu den Traditionen gehört der klar erkennbare Ablauf der Liturgie mit seinen Gebetsteilen, Abendmahl und wiederentdeckten Elementen wie Salbung oder Segnung. Zu den neueren Bestandteilen gehören moderne Musik, kreative Verkündigungsformen und die offene Zeit für die Erkundung des gestalteten Raumes während des Gottesdienstes.

Seit 2004 befindet sich in der Altstadtkirche die erste Wiedereintrittsstelle im Kirchenkreis. Sie hat ihren Ort im Turm, der auch den „i-Punkt“ beheimatet. Im „i-Punkt“ gibt es Informationen rund um die Evangelische Kirche. Fragen zu Taufe oder Trauung werden hier ebenso beantwortet wie zu Konzertterminen, Beratungsangeboten oder Gottesdienstzeiten.

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