

Kornelia Eise möchte ein Gespür für die Menschen in Gelsenkirchen entwickeln und mit positiven Botschaften das Fundraising im Kirchenkreis aufbauen. FOTO: CORNELIA FISCHER
GELSENKIRCHEN – „Eine Kern von christlicher Gemeinde war es schon immer, andere Menschen für die frohe Botschaft zu begeistern und Unterstützer zu finden, Menschen, die mitmachen. Darum geht es auch im Fundraising.“ Kornelia Eise baut für den Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid das neu eingerichtete „Referat Fundraising“ auf. Das englische Wort „fundraising“ heißt soviel wie „Schätze heben“ oder „Vermögen wachsen lassen.“ Auch wenn am Beginn von Fundraising häufig ein Mangel an Finanzmitteln steht: Kornelia Eise legt Wert darauf, dass es in erster Linie nicht ums Geld geht. „Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis“, erklärte sie. „Wenn Fundraising langfristig gelingen soll, geht es darum, auf Menschen zuzugehen und stabile Beziehungen aufzubauen.“
Ihr erstes Projekt besteht in der Kontaktaufnahme zu älteren Gemeindegliedern. Menschen sollen angeschrieben werden mit der Bitte, die Gemeindearbeit vor Ort finanziell zu stärken. „Hier geht es tatsächlich um den Aufbau einer zusätzlichen finanziellen Säule. Es gibt viele Menschen, die bereit sind, ihre Gemeinde zu unterstützen. Es gilt, diese Personen in der richtigen Art und Weise anzusprechen und zu Spenderinnen und Spendern gute Beziehungen zu pflegen.“
Das Referat Fundraising wird auch für diakonische und kreiskirchliche Projekte tätig werden. Am 15. Juli hat Eise ihre Arbeit aufgenommen und lernt nun die vielfältigen Arbeitsfelder kennen: „Ich bin noch dabei, ein Gespür zu entwickeln für all das, was die evangelische Kirche in Gelsenkirchen und Wattenscheid tut und bewegt.“ Daraus will Eise Fundraisingprojekte entwickeln, die genau auf die jeweiligen Arbeitsfelder abgestimmt sind. Dazu gehört auch die Schulung von Ehrenamtlichen. „Fundraising ist kein Unternehmen für eine einzelne Person“, weiß Eise. „Es kann nur im Team gelingen.“
Kornelia Eise hat als gelernte Diplom-Sozialpädagogin eine Ausbildung als Fundraising-Managerin an der Fundraising-Akademie Frankfurt absolviert. Sie hat bei mehreren diakonischen Trägern gearbeitet, zuletzt in Neukirchen-Vluyn. Die 50-Jährige wohnt in Wuppertal und spielt in ihrer Freizeit Bratsche und Klavier.